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Studentenfutter: Pasta Bolognese (oder: Kochen & Genießen unter 10€)

Studentenfutter: Pasta Bolognese (oder: Kochen & Genießen unter 10€)

Einmal im Monat stellt euch unser lieber Maxi ein richtig, richtig geiles Studentenfutter vor. Naja, eines ohne Nüsse, ohne Rosinen – dafür aber mit unter zehn Euro Kosten ein richtig, richtig echtes Studentenfutter. SeinePasta Bolognese lässt uns schon das Wasser im Mund zusammenlaufen…

Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Die Bolognese-Soße ist der Klassiker unter den Pastasoßen, weil einfach, günstig und gut. Für die meisten ist sie allerdings nicht mehr als Faschiertes mit Tomatensoße, was wirklich schade ist, da man mit wenig Geld, allerdings etwas Zeit, eine wahnsinnig gute Bolognese zaubern kann.

Den Grundstein bildet das sogenannte „Soffrito“, dafür nehme ich ein handelsübliches Suppengrün, also Karotten, Porree, Pastinaken, gelbe Karotten, Sellerie und eine Zwiebel. In kleine Würfel geschnitten, gebe ich das Gemüse mit einem großen Löffel Butter und etwas Olivenöl (verhindert, dass die Butter verbrennt) in einen Topf, wo es bei kleiner Flamme mindestens 30 Minuten langsam garen sollte. Währendessen bereite ich eine Pfanne mit etwas Olivenöl vor und brate das Faschierte an (ich nehme Rinderfaschiertes, kostet zwar etwas mehr, ist aber wichtig für den Geschmack). Sobald das Fleisch Farbe bekommen hat, das kann bis zu 10 Minuten dauern, lösche ich es mit einem Glas Weißwein ab. Ja, das darf ruhig der Rest vom 2 Euro-Wein, der letzten Party sein.

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Wenn der Wein verdampft ist, gebe ich circa einen viertel Liter Milch dazu (ja tatsächlich Milch, die legt sich dann über das Faschierte und macht es echt zart) und warte, bis alles aufkocht. Anschließend kommen die geschälten Dosentomaten dazu, nochmal aufkochen lassen und dann in dem Topf mit dem Soffrito vermischen. Knoblauch und die Petersilie vom Suppengrün dazu. Salzen, pfeffern und einen Löffel Zucker hinein. Fertig.

Naja, leider nicht ganz, denn jetzt beginnt der schwierigste Teil der ganzen Geschichte: das Warten. Eine echte Bolognese sollte gute fünf Stunden leicht köcheln, dann auskühlen und wieder aufgewärmt werden, bevor man sie isst. Zwei Stunden sollte man sie aber mindestens kochen lassen, damit sie gut wird. Das ist zwar hart, aber es ist es wert.

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Doch das Beste daran ist: Man kann für die zehn Euro lange davon leben und sie wird mit jedem Aufwärmen besser. Man kann sie einfach so verschlingen oder mit ein bisschen Motivation am nächsten Tag in eine Lasagne verwandeln.

Für alle Vegetarier lässt sich das Faschierte natürlich durch Sojaschnetzel ersetzen. Für Veganer gilt dasselbe und man kann einfach die Milch und den Mozzarella weglassen – schmeckt auch so verdammt gut!

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Zutaten für unsere Bolognese (4 Mahlzeiten)

  • 400 g Bio-Rinderfaschiertes (€4,99)
  • 1 Tasse Bio-Suppengemüse (€1,99)
  • 2 Dosen geschälte Tomaten (€0,66)
  • ¼ l Bio-Milch (€0,30)
  • 1 Bio-Zwiebel (€0,20)
  • 500 g Fusili (€1,09)
  • 1 Glas Weißwein (€0,30)
  • 1 Mozzarella (€0,59)
  • 2 Zehen Knoblauch (€0,10)
    =10,22 Euro
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