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Teenage Bottlerocket – Tales From Wyoming

Teenage Bottlerocket – Tales From Wyoming

Teenage Bottlerocket (Homepage) sind seit dem Release ihres Debütalbums Another Way aus der US-Punkrock-Szene kaum wegzudenken. Die letzten fünf Alben der Band boten eine Musik, nach der man sich die Uhrzeit stellen könnte. Die selten länger als drei Minuten dauernden Songs im 200 BPM schnellen 4/4 Takt, begleitet von den berühmten drei Akkorden im Downstroke und klassischen Einseiter-Solis, prägen den Stil der Bottlerockets und lassen das Herz eines Punkrockers höher schlagen. Umso weniger überrascht die Tatsache, dass Tales From Wyoming, also die Platte die sich gerade im Laufwerk dreht, das Potenzial hat, um an die namhaften Vorgänger anknüpfen zu können.

Teenage-Bottlerocket-Tales-From-Wyoming-Cover

Der Starter In My Head bohrt sich auch gleich eingangs durch die Gehörgänge in den Schädel.  Die wirkliche Geschichte aus Wyoming beginnt jedoch erst mit dem nächsten Track I Found The One in welchem Kody Templeman die große Liebe (und den großartigen Sex bis zum Umfallen) besingt. Quasi, und wenn nicht gestorben sind, dann zwitschern sie noch heute.

Das diese Liebe ganz klar für immer ist bezeugt Ray Carlisle im folgenden Nothing Else Matters (When I’m With You). Heroisch zeigt sich im Anschluss der mutige Steve (They Call Me Steve) welcher in den unendlichen Weiten des Minecraft Universums alles kurz und klein hakt um seine Prinzessin zu erobern.

Nach dem ganzen Kitsch der vorigen Zeilen kommen endlich blutgeile Zombiejäger begleitet von knackigen Basslinien in Dead Saturday ordentlich auf ihre Kosten. Doch leider zieht totes Fleisch auch ekliges Ungeziefer an. So ist umgehend schnelles Handeln gefragt bevor es laut schallt Cockroach Strikes Again!

Nun hätte man das Minecraft Imperium eingenommen, alle Zombies beseitigt, die Küchenschaben in den Ungezieferhimmel befördert und die Hälfte der Platte auch schon durchgehört. Was nun? Ordentlich abfeiern natürlich! Die Teenage Bottlerockets krachen ordentlich mit Been Too Long, fressen im La Collina was das Zeug hält und sehen ein, dass es keinen Abbruch tut sich irgendein Laster abzugewöhnen (I Cant Quit You). So läuft’s eben im Leben.

Ein wenig gruslig wird es wieder in der darauf folgenden Schauergeschichte über das Haunted House, welche auch den letzten Abschnitt der Platte einleitet. Anschließend drücken Bullshit und I Wanna Die nochmals richtig auf die Tube, sodass die Schädeldecke bebt, bevor man sich langsam aber doch verabschiedet.
Und dieser Abschied könnte mit TV Set gar nicht passender sein, erzählen uns die Medien doch tagtäglich die größten Märchen und Geschichten. Wer das nicht glaubt und jetzt traurig darüber ist, kann während des wirklich abschließenden (Akustik-) Tracks der Platte First Time ein wenig darüber sinnieren

Fazit

Tales From Wyoming zeigt sich musikalisch als auch lyrisch als wirklich starke Platte. Die textliche Balance zwischen wahnwitziger Komödie und doch nachdenklich stimmenden Themen funktioniert und macht Laune wie auch die eingängigen Riffs und Melodien der 14 Songs. Tales From Wyoming sollte daher in der gut sortierten Musiksammlung eines jeden Lederjackenträgers seinen Platz finden. Over and Out!

Teenage Bottlerocket – Tales From Wyoming

Für Fans von: Riverdales, Masked Intruder
Rise Records / Cargo Records
VÖ: 03.04.2015
Gesehen um € 17,99

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