Home   /   Games  /   Xenoblade Chronicles 3D im Test

Xenoblade Chronicles 3D im Test

Xenoblade Chronicles 3D im Test

Am 02. April 2015 bereicherten Monster Games und Nintendo die Gaming Welt um eine ganz besondere Exklusiv-Portierung für den New Nintendo 3DS: Xenoblade Chronicles 3D (Homepage). Der ursprünglich auf der Wii erschienene Titel macht dabei trotz mancher Einbußen eine erstaunlich gute Figur auf dem kleinen Display des neuen Handhelden von Nintendo.

Kampf der Giganten

In Xenoblade Chronicles 3D schlüpft der Spieler in die Rolle einer Gruppe von Freunden, die durch eine Folge von Zufällen in eine Schlacht epischen Ausmaßes geraten. Die Fronten, die im besagten Konflikt aufeinandertreffen, bestehen einerseits aus einem menschlichen Volk, andererseits aus einer Armee mechanischer Wesen. Besiegt werden können die bösen Maschinen nur durch ein mystisches Schwert, Monado genannt, das zu führen der Hauptprotagonist „zufällig“ in der Lage ist. So macht man sich in gewohnter Weise auf, die Welt zu retten.

Während wir gewohnter durch die Lande Bionis' streifen, kämpft dieser gegen seinen Erzrivalen. © Nintendo 2015

Während wir gewohnter durch die Lande auf Bionis Körper streifen, kämpft dieser gegen seinen Erzrivalen. ©Nintendo 2015

Während sich im Mikroebene Menschen und Maschinen gegenseitig die Köpfe respektive Schaltkreise einschlagen, befinden sich auf der Makroebene zwei Giganten, ebenfalls einer mechanisch und einer lebendig, in einem urzeitlichen Kampf auf Leben und Tod, der schon seit geraumer Zeit im Gange ist. Und jetzt kommt‘s: die gesamte, zu erkundende Spielwelt ist der Körper zuletzt genannten Giganten Bionis.

Viel zu entdecken

Schon innerhalb der ersten zehn Minuten wird klar, das ist kein Spiel, das sich mal eben in ein paar Stunden durchspielen lässt. Die Welt Bionis‘ bietet unglaubliche Weiten und zahlreiche Schauplätze. Wo bei anderen Spielen in der Ferne simple Hintergrundmalereien zu sehen sind, kann in Xenoblade Chronicles 3D alles besucht werden, das man mit dem Auge erspäht. Neugierige werden sogar noch extra belohnt, denn für Erkundungsspaziergänge gibt’s es ordentlich Erfahrungspunkte.

Die Spielwelt bietet einiges, alles Sichtbare kann auch tatsächlich besucht werden. © Nintendo 2015

Die Spielwelt bietet einiges, alles Sichtbare kann auch tatsächlich besucht werden. ©Nintendo 2015

Allein mit der Hauptquest hätte man schon einiges zu tun, doch hunderte Nebenquests sorgen dafür, dass es garantiert immer etwas zu tun gibt. Das mag auf manche etwas überwältigend wirken, wird aber um einiges dadurch erleichtert, dass man zum Abschluss der meisten Quests nicht zum Questgeber zurückkehren muss.

Downgrades

Wie bereits erwähnt, ist Xenoblade Chronicles 3D ein Port, der ursprünglich auf der Wii erschien. Um die massive Größe und den Umfang des Spiels zu erhalten, mussten notwendigerweise Einsparungen vorgenommen werden. Dies zeigt sich wohl am deutlichsten in der Grafik, die zwar immer noch recht hübsch anzusehen ist, deren Texturen aber ordentlich heruntergeschraubt wurden. Den 3D-Regler des New Nintendo 3Ds kann man außerdem getrost auf „Off“ ruhen lassen, mit einem dreidimensionalen Erlebnis braucht man nicht zu rechnen.

Mit Monado in der Hand und Freunden im Schlepptau geht's ordentlich zur Sache, wenn auch mit reduziertem Grafikniveau. © Nintendo 2015

Mit Monado in der Hand und Freunden im Schlepptau geht’s ordentlich zur Sache, wenn auch mit reduziertem Grafikniveau. ©Nintendo 2015

Dafür behält das Spiel seine beachtliche Sichtweite ein, überzeugt durch kurze Ladezeiten und eine konstante Frame-Rate. Durchaus ein Preis, der die Kosten rechtfertigt. Sound und Sprachausgabe sind ebenfalls 1A und runden das allgemein gelungene Spiel gekonnt ab.

JRPG mit westlicher Steuerung

Japanische Rollenspiele erfüllen in den meisten Fällen bestimmte Klischees. So sind sie meist sehr umfangreich, beherbergen verschachtelte und detailverliebte Storys und bieten rundenbasierte Kampfsysteme unterschiedlichster Komplexitäten. Xenoblade Chronicles 3D erfüllt die ersten beiden Punkte mit Bravur, besticht aber im dritten mit einem Kampfsystem in Echtzeit.

Der Spieler steuert immer den Anführer der Gruppe, während die KI, die gute Arbeit leistet, ihren Teil erledigt. Sobald ein Gegner anvisiert und in Reichweite ist, beginnt der Protagonist mit automatischen Attacken, die allerdings wenig Schaden austeilen. Richtig ins Rollen kommt das Ganze, sobald Spezialfähigkeiten gezündet und Kombinationen rausgehauen werden. Das System wirkt anfangs etwas komplex und unübersichtlich, nach ein paar Gehversuchen kämpft es sich aber wie geschmiert.

Fazit

Mit Xenoblade Chronicles 3D liefern Monster Games und Nintendo eine solide Portierung der Wii-Version. Der einzige Negativpunkt fällt an die hinunterskalierten Texturen, wird aber mit Leichtigkeit ausgeglichen durch eine enorme Spielwelt und atmosphärischem Sound. Vermutlich nicht unbedingt ein Spiel für zwischendurch, sei dieses Spiel dennoch allen Fans japanischer Rollenspiele wärmstens ans Herz gelegt.

Und wer nach dem RPG-Erlebnis auf dem Handhelden noch nicht genug von Xenoblade hat, der darf sich mit Xenoblade Chronicles X auf einen neuen Wii U Titel freuen, der dieses Jahr noch erscheinen soll.

Xenoblade Chronicles 3D

Releasedate: 02.04.2015
Plattform: New Nintendo 3DS (XL)
Genre: Adventure, Rollenspiel
Publisher: Nintendo
Entwickler: Monster Games
Spieler: 1
Für Fans von: Final Fantasy, Xenoblade
USK: ab 12 Jahren
Preis: gesehen um 39,99 Euro

Home   /   Games  /   Xenoblade Chronicles 3D im Test

Tags

Related Article