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Xenoblade Chronicles X im Test

Xenoblade Chronicles X im Test

Für Fans japanischer Rollenspiele wahrscheinlich ein Lichtblick in diesen tristen Wintertagen und auch für Hardcore-Xenoblade Chronicles Fanatiker ein Zuckerl für die Weihnachtszeit: Xenoblade Chronicles X ist ab jetzt erhältlich! Das bedeutet nicht nur zig Stunden Adventure im Open-World-Spiel, sondern auch das einmalige Kampfsystem ist wieder zurück. Ein Spaß für jeden Einzelspieler. Wir haben es schon vorab für euch getestet.

So wundervoll ist der Planet Mira.

So wundervoll ist der Planet Mira.

Neue Welt, neues Glück?

Wie auch schon beim Vorgänger entwickelt sich die Handlung des 3D-Rollenspiels weiter und mit der Zeit gewinnt sie immer mehr an Komplexität. Das hat den Hintergrund, da man aus Sicht des Protagonisten spielt und sich die Geschichte aufgrund von Wendepunkten erst entfaltet.

So erfährt man zu Beginn, dass die Erde im Jahr 2054 von Xenos (Außerirdischen) zerstört wurde. Kurz davor versuchten die Regierungen der Erde mit dem Projekt Exodus einen Teil der Menschheit zu retten und eine neue Heimat zu finden. Doch wurden die meisten Raumschiffe bei der Flucht zerstört und nur wenige, unter anderem der „Weiße Wal“, entkamen. Nach 2 Jahren im All wurde schließlich auch dieses Schiff entdeckt und angegriffen. Nur ein Teil der Arche schafft es dann schließlich, auf dem Planeten Mira notzulanden.

Das Raumschiff unter Beschuss

Das Raumschiff unter Beschuss

 

Und dort beginnt dann das eigentliche Spiel – denn man selbst wird von Colonel Elma gefunden und macht sich auf den Weg in die große Stadt New Los Angeles, in der die Überlebenden des Raumschiffs wohnen. Man schließt sich der Organisation BLADE an, die die Regierung unterstützt, und begibt sich so, zusammen mit der Teamleiterin Elma und der jungen, quirligen Mechanikerin Lin, auf Missionen. Dennoch sind die eigentlichen Bewohner des Planeten keineswegs friedlich – im Gegenteil. Und auch die Xenos, die einst die Erde zerstörten, sind auf Mira gelandet und wollen eines: Die Menschheit vernichten. Der Kampf um’s Überleben beginnt …

Die Stadt New Los Angeles.

Die Stadt New Los Angeles, kurz NLA.

Was ist gleich geblieben?

Wie auch schon der Vorgänger ist Xenoblade Chronicles X ein Open-World-Spiel. Das bedeutet, dass man mit dem Charakter in Third Person Perspektive im Laufe der Mission beliebig viele Gegenden entdecken und so freischalten kann. Der Nachteil dabei ist, dass Gegner jeden Levels frei herumrennen. Somit lautet die Devise: leveln. Denn sonst kann es passieren, dass man mit nur einem Angriff gleich wieder dort anfängt, wo man die letzte Sonde installiert und somit sich selbst „gesichert“ hat.

Genauso gleich geblieben ist das Kampfsystem. Man kämpft in Echtzeit in der aktuellen Umgebung, indem der Charakter automatisch angreift. Man steuert die eigene Spielfigur aktiv, die anderen Teammitglieder hingegen attackieren gesteuert durch künstliche Intelligenz. Zusätzlich verfügt jede Figur über eigene Skills, die sich mit der Zeit aufladen und mehr Schaden anrichten können. Im Laufe des Spiels schaltet man mehr Angriffe frei, die durch Attackenpunkte individuell trainiert und aufgerüstet werden können. Skills sind frei auswählbar – ob Tank oder Nahangreifer, es ist jedem Spieler selbst überlassen, wie er letztendlich strategisch vorgeht.

Das altbekannte Kampfsystem, allerdings stark gepimpt.

Das altbekannte Kampfsystem, allerdings stark gepimpt.

 

Missionen und Quests sind auch wieder ein wichtiger Bestandteil des Spieles. Diese sind wiederum in Haupt- und Nebenquests getrennt. Hauptquests führen die Geschichte fort, Nebenquests helfen allerdings beim allgemeinen Erforschen von Mira und tragen auch zum Spielespaß bei. Belohnt werden diese Quests mit Erfahrungspunkten, Geld und Items. In Xenoblade Chronicles X kann man Quests im BLADE Hauptquartier, aber auch in allen anderen Vierteln der Stadt NLA annehmen.

Ausrüstung und Waffen können wieder manuell ausgewählt werden. Diese kann man kaufen oder aber beim Kampf gegen Gegner sammeln. Und noch etwas ist gleich geblieben: Auch diesmal kann man wieder Items und bestimmte Materialien in der Welt finden, indem man kleine blaue Vierecke sammelt. Ein gut gemeinter Rat: Immer sammeln, so erspart man sich Nerven, Leid und vor allem Zeit!

Und was hat sich verändert?

Was offensichtlich anders ist, ist die Grafik. War sie beim Vorgänger vielen noch ein Dorn im Auge, da die gute alte Wii an ihre Grenzen gelangt war, haben es die Entwickler geschafft, eine nahezu realistische und atemberaubende Welt zu schaffen. Kurz: Was damals ein Manko war, hat man erfolgreich ausgemerzt.

Die traumhafte Welt von Mira und Zufluchtsort der Menschheit.

Die traumhafte Welt von Mira und Zufluchtsort der Menschheit.

 

Ein weiterer Punkt ist die Integration des Gamepads. Anfangs etwas unhandlich, lernt man es aufgrund der Einfachheit und Handlichkeit durchaus zu schätzen. Denn so ist es möglich, von einem Ort zum nächsten zu springen und sich jedem beliebigen Punkt anzunähern, ganz ohne die komplette Map nochmals und zum tausendsten Mal durchzurennen. Zusätzlich hilft es bei der Orientierung, nicht nur im Spiel, sondern auch bei der Ordnung des Menüs, da Map-relevante Menüpunkte und –optionen auf das Gamepad verlegt wurden, um so mehr Platz zu schaffen.

Auch die Geschichte hat sich verändert: Denn sowohl Umgebung als auch Handlung sind komplett unabhängig vom Vorgänger. So wies Xenoblade Chronicles einen Mix aus Sci-fi, Steampunk und Fantasy auf, doch ist der Nachfolger eindeutig noch mehr Science-Fiction lastig.

Eine weitere Ergänzung und sehr zu unserer Freude, kann man nun den eigenen Charakter selbst erstellen. Und zwar nicht nur Grundeinstellungen wie Geschlecht und Größe, sondern eine Vielzahl an Einstellungen stehen dem Spieler zur Verfügung: Gesicht, Haut, Narben, Sommersprossen, Haare (gegliedert in Farbe, Strähnen und Spitzen), Augen (angefangen bei der Farbe der Iris bis hin zu weiteren Features – wie ein Sharingan), sowie Make-up und Stimme können individuell verstellt und angepasst werden. Man könnte sagen, es ähnelt ein bisschen den Einstellungen des beliebten PC-Games „SIMS“.

Charaktereinstellungen zum Verlieben.

Charaktereinstellungen zum Verlieben.

 

Selbst die Kampfmechanik hat sich erweitert – in Xenoblade Chronicles X kann man jetzt auch Klassen einteilen und aussuchen, ob man lieber mit Äthertechniken angreift oder die Teamkollegen unterstützt. Oder auf Full Damage geht. Auch kann man nun zwischen Nah- und Fernkampfwaffen wechseln. Der Protagonist besitzt beides und je nach Spezialattacke oder auch manuell, switcht man zwischen beiden hin und her.

Ein Highlight in diesem Spiel ist der eigene Skell. Darunter versteht man ein umwandelbares Roboter-Exoskelett, das einen auf den Missionen unterstützt. Mit dem Charakter schlüpft man in den riesigen Roboter, der einem Transformer gar nicht so unähnlich sieht, und kann so höher und weiter springen. So wird dem Spieler ermöglicht, noch mehr Teile von Mira zu erkunden, zu fliegen und es mit stärkeren Gegnern aufzunehmen. Also ein zusätzliches Feature, das hilft, mächtige Gegner nahezu mühelos zu besiegen.

Unterwegs mit den Skells

Unterwegs mit den Skells

 

Und, um das Spiel auch grundsätzlich moderner und up to date zu machen, gibt es auch einen Online-Modus, den wir bisher aber noch nicht testen konnten. Da sind auch wir gespannt!

Fazit

Den Entwicklern von Xenoblade Chronicles X ist es eindeutig gelungen, die Erwartungen der Fans zu treffen, wenn nicht sogar zu übertreffen. Nicht nur die Grafiken fesseln an Bildschirm und Konsole, auch die Story ist wieder einmal packend und spannend inszeniert. Neuerungen, wie die Steuerung mit dem Gamepad und das Gameplay sind anfangs schwer zu verstehen, da sich einiges geändert hat – das Handling muss sich dann doch erst etablieren und ist etwas gewöhnungsbedürftig. Auch der Soundtrack ist anfänglich etwas verstörend, da man wieder mit einer Fantasy angehauchten Melodie rechnet, doch unterstreicht amerikanischer Rock die Geschichte. Ein Nachteil ist allerdings das Fehlen der japanischen Tonspur und einiger Einstellungen im Charakter-Design, die es in der japanischen Version gibt. Letzteres wahrscheinlich wegen der Altersfreigabe ab 12. Was dann auch wiederum verständlich ist. Alles in allem ein gut durchgedachtes und entwickeltes Rollenspiel, dass nicht nur Fans dieses Spielgenres begeistern wird.

9punkte

Release Date: 4.12.2015
Plattform: Wii U
Genre: Action-RPG
Publisher: Nintendo
Entwickler: Monolith Soft

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