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100% DIY-Punk: A Guy Named Lou – Coloumbo

100% DIY-Punk: A Guy Named Lou – Coloumbo

100% DIY-Punk versprechen  A Guy Named Lou, bestehend aus den vier in Graz lebenden Kärntnerjungs Jo, Bench, Martin und Tommy, auf ihrem heiß ersehnten zweiten Werk namens Coloumbo. Aber ein, zwei Fragen hätte ich noch: Was steckt hinter diesem Lou? Und was zur Hölle hat dieser Typ mit Inspektor Columbo zu tun? Lasst uns den Fall aufklären!

Der Lou. Der Lou sieht sich als lebendiger Beweis der Punkrockreinkultur. Unrasiert und ungeniert treibt er sein Unwesen in den lautesten Schuppen Europas. Seine unersättliche Gier nach dem heiligen Gerstensaft und ungehobelten Gitarrenengeschrammel rettet nicht nur das Geschäft der Wirte. Der Lou haucht auch der fast schon todgeglaubten Szene der lauten Livemusik wieder neues Leben ein. Quasi als Märtyrer im Zeichen des Punkrocks zecht sich der Lou durch die Nächte, um bei Sonnenaufgang wieder aufzuerstehen. 

Ähnlich wie der bekannte Fernsehdetektiv im staubigen Trenchcoat sorgt der Lou, gesteuert von seinen feinen Instinkten, für frische musikalische Impulse und behält auch in den kniffligsten Fällen den Durchblick. Der Lou und Columbo – eine Paarung, die sich quasi von selbst versteht.

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CD Cover „Coloumbo“

Apropos Columbo oder besser gesagt Coloumbo – wird Zeit, dass wir mal reinhören! Buy The Ticket, Take The Ride klatscht schon mal ungebremst aufs Trommelfell, gefolgt vom aussagekräften Never Trust The Demagogues und der technischen Raffinesse im Song Along My Way. Im Vergleich mit dem Debüt This One Is From… sind die Songs auf Coloumbo reifer, abgeklärter und komplett ausgeklügelt.

Weiter im Programm prescht Arson Architecture mit über 200 BPM durch die Ohrstöpsel, lädt Are You At Home Joan? zum irischen Tänzchen ein, bevor es ein Stelldichein beim persönlichen Favoriten Marchin‘ on gibt.

Die B-Seite der Platte gefällt ähnlich gut. In den „Geschwisternummern“ The Cave und Dead End Highway spielen A Guy Named Lou den Trumpf ihrer technischen Raffinesse aus. Was für ein Drive! Monument und Echoes hämmern weiter auf die Gehörgänge, Get Drunk Or Die Tryin‘ zeigt die Rapqualitäten des Lous, während der Song Chris The Biest einen Tribut an den treuen Begleiter der Band zollt.

Achja, ein Hidden Track darf natürlich auch nicht fehlen. Den gibt es in  Form des Casanovas Schwule Seite Covers Du & Ich inklusive Lautstarker mithilfe der Jungs von Missstand und Antimanifest. Reinhören lohnt sich.

Fazit

Coloumbo ist sicherlich eine der stimmigsten DIY-Punkrockplatten, die es zurzeit am Markt gibt. Die durch die Bank ausgetüftelten Songs machen Laune und strotzen nur so von technischer Raffinnesse. BRAVO! Coloumbo gibt es auf schwarzem Vinyl oder CD auf den Konzerten der Jungs zu erstehen. Take this LP!

A Guy Named Lou – Coloumbo

Für Fans von: A Wilhelm Scream, Useless ID, ZSK
Big Piece Records
VÖ: 01.09.20169punkte-cd-review_neu

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