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Smalltalk mit Musikern – diesmal: Nightliner

Smalltalk mit Musikern – diesmal: Nightliner

Deine Kumpels faseln dauernd von ihren Bandgeschichten und du nickst und lächelst freundlich, obwohl du keinen Plan hast, von was die reden? Das muss nicht sein! Wir von enemy.at nehmen ein paar Begriffe aus der ominösen Welt der Musik unter die Lupe und peppen dein Wissen auf.

Boa eh, das wird so geil, wenn wir mit dem Nightliner durch das Land ziehen. Dann sind wir wirklich, wirklich dick im Business…

Nightliner. Was zunächst nach einem Kosmetikartikel für die Dame oder gar nach einem Musical klingt, entpuppt sich nach genauerer Recherche als ganz was anderes. Ein Nightliner ist nichts weiteres als das Transportmittel der Stars und Sternchen on the road. Sachlich definiert sind Nightliner Busse, die insbesondere von Konzert-, Tourneeveranstaltern und Bands oder Ensembles angemietet werden, um die Künstler und Crews – zum Beispiel im Rahmen einer Tournee – von einem Veranstaltungsort zum nächsten zu transportieren und gleichzeitig als rollendes Hotel zu fungieren. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nightliner).

Soweit so gut. Doch wie kommt man als örtliche „Start-Up“ Band in den Genuss vom Luxus auf vier Rädern? Ehrlich gesagt, meist gar nicht. Sofern der ominöse musikalische Durchbruch nicht gelingt oder eine Bank das (Marketing-) Potenzial deiner Musik erkennt, bleibt einem nicht anderes übrig als eben eine solche auszurauben (bitte nicht nachmachen) oder sich nach einem Konzert Backstage anzustellen, um einen Nightliner mal von innen sehen zu dürfen. 

Und die sind innen wirklich schick. So bieten die Highclass-Busse neben einer einladenden Lounge im Frontteil, einer vollausgestatteten Küche, Badezimmer, unzählig vielen LED-Screens und einer Backlounge zum Abfeiern alles, was das Künstlerherz höher schlagen lässt. Doch bis die ersten Cristal Korken im Nightliner knallen, ist es ein weiter, unbequemer Weg. 

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So heißt es für die unteren 10.000 zunächst mal die Raumwunder des Golf II bis auf den letzten Zentimeter auszunützen, den Family-Van des Onkels auszuborgen oder jeden Cent der Gage für einen netten Kleinbus auszugeben. Schlafen kann man übrigens in den Karren auch. Ja sogar im Golf. Dabei empfiehlt es sich zuerst einige Dosenbiere in den Kopf zu knallen, den Schlüssel aus dem Zündschloss nehmen und von wilden Feten im Edel-Nightliner träumen. Gute Nacht. 

Das war’s auch schon. Beim nächsten mal checken wir ab was hinter dem Begriff „Sample“ steckt. 

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