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Band des Monats Mai – Like Elephants

Band des Monats Mai – Like Elephants

Vor nicht allzu langer Zeit hat die Grieskirchner Band Like Elephants ihr erstes Album Oneironaut veröffentlicht – das Releasekonzert war im B72 und am Nachmittag vor besagtem Konzert waren zwei der Musiker bei uns am Dachboden und haben eine akustische Version des Songs Forest gespielt.

Diese Version – und natürlich auch das gesamte Album – hat uns so gut gefallen, dass wir Like Elephants zu unserer Band des Monats Mai erkoren haben. Träume und Natur, Musik wie ein Schleier, der sich vor das Gesicht legt und den Hörer zur Langsamkeit einlädt. Elf Songs wie aus einem Guss, wie eine Nacht – vom Einschlafen über das Träumen bis hin zum wieder Aufwachen. Der Soundtrack für den verkaterten Morgen und die Arbeit der Nacht.

Like Elephants – Das Interview

Euer Album ist nun seit ungefähr einem Monat draußen: Würdet ihr etwas anders machen, wenn ihr es noch einmal aufnehmen könntet?
Viktor: Grundsätzlich nicht. Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es entspricht doch sehr stark dem, wie wir klingen wollen. Sicherlich gibt es einzelne Kleinigkeiten, die man im Nachhinein vielleicht anders gemacht hätte aber es war uns schon zu Beginn der Album-Produktion klar, dass die Platte von einem sehr speziellen Sound charakterisiert sein sollte und das ist uns, denk ich, doch sehr gut gelungen.

‚Oneironaut’ ist ein Begriff aus dem Klarträumen. Kann jemand von euch wirklich klarträumen und was würdet ihr machen, wenn ihr Kontrolle über euren Traum hättet?
Viktor: Soweit ich weiß, hat von uns niemand die volle Kontrolle über seine Träume. Das bleibt wohl eher eine Wunschfähigkeit. Ich persönlich habe aber tatsächlich immer wieder Phasen, in denen ich weiß, dass ich gerade träume. Jedoch kann ich mich nicht bewusst in einen Klartraum versetzen. Es passiert einfach – oder auch nicht…

Die Releasetour ist auch vorbei: Wie war es, das ganze Material endlich live auf die Bühne zu bringen?
Viktor: Die Releasetour war sehr erfolgreich! Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, die neuen Songs dem doch sehr zahlreichen Publikum live vorzustellen und die Reaktionen der Konzertbesucher waren dann auch sehr positiv. Gerade das Livespielen ist für uns die Essenz des Musikerlebens. Einfach Menschen zu sehen, die zu deiner Musik tanzen und auch immer öfter schon textsicher mitsingen, gibt einem einfach eine sehr große Genugtuung. Somit freuen wir uns auch schon wieder auf die kommenden Konzerte.

Was sind die nächsten Pläne bei euch?
Viktor: Also für heuer stehen hauptsächlich noch einige Konzerte an. Am 18.Mai spielen wir z.B. noch im Posthof Linz. Auf diesen Gig freuen wir uns schon sehr! Linz war schon immer ein guter Boden für uns. Im Sommer stehen außerdem noch ein paar Festivals an, wie das Popfest Wien oder das Rock im Dorf. Seit kurzem haben wir außerdem auch eine deutsche Bookingagentur, die uns für Mitte Oktober schon eine kleine Tour mit 5 Shows aufgestellt hat. Das wird dann sicher auch spannend zu sehen, wie unsere Musik im großen Nachbarland ankommen wird. Zwischen den Konzerten bleibt aber sicher auch wieder Zeit, um neues Material zu schreiben.

Über Elefanten, Texte und Grieskirchen

Elefanten symbolisieren ja auch Kraft und Stärke. Wo siehst du eure Stärken als Band?
Viktor: Ich denke unsere größte Stärke liegt im Zusammenhalt. Natürlich gibt es auch immer wieder Reibereien innerhalb der Band, diese werden aber meist sehr schnell wieder ausdiskutiert und beiseite geschafft. Wir sind aber auch sehr zielstrebig, denk ich. Wir wissen doch sehr genau, was und wohin wir mit unserer Musik wollen. Der musikalische Schaffungsprozess läuft bei uns meist sehr intuitiv ab und dadurch kommen wir auch sehr schnell zu Ergebnissen.

Hast du als Sänger eine Lieblingstextzeile am Album?
Viktor: Ja es gibt schon einen Text der mir besonders am Herzen liegt. Der Song Wake Up hebt sich inhaltlich von den anderen Texten ab. Dieser Text handelt von der bitteren Realität, in die ich durch meine beruflichen Tätigkeit Einblick bekommen konnte.

Was hat Grieskirchen, was Wien nicht hat?
Viktor: Natur. Ruhe. Gelassenheit. Grundsätzlich ist es aber egal wo eine Band zuhause ist. Wichtig ist , dass sich die Musiker in ihrer Umgebung wohl fühlen, dass der Proberaum stimmt und dass man sich durch seine Umgebung inspirieren lassen kann. Ob dieser Ort Grieskirchen oder Wien heißt, spielt hier weniger eine Rolle. Ich glaube, die meisten von uns schätzen die Natur und die Ruhe, die am Land herrscht sehr. Denn davon holen wir die meiste Inspiration für unsere Musik.

Als gebürtiger Oberösterreicher würde ich vielleicht noch hinzufügen: Grieskirchen braut im Gegensatz zu Wien vernünftiges Bier. Wie dem auch sei: Danke für das Interview und viel Erfolg bei eurem weiteren musikalischen Werdegang! 

Photo: (c) Christoph Koch

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