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Batman v Superman: Dawn of Justice – Filmkritik

Batman v Superman: Dawn of Justice – Filmkritik

Nachdem die Marvel Fans jedes Jahr mit mehreren Comicverfilmungen gesättigt werden, bekommen nun endlich auch die DC Fans ein Crossover der bekanntesten Superhelden. Batman (Ben Affleck) und Superman (Henry Cavill) im epischen Kampf gegeneinander. Oder so ähnlich.

Überladene Story

Nachdem Superman in Man Of Steel die Welt vor General Zod bewahrt hat, wird er von einigen als Gott gefeiert, von anderen aufgrund seiner Fähigkeiten und dem Kollateralschaden, der zwangsweise bei jedem Kampf aufkommt, gefürchtet und auch gehasst. Einer dieser Verächter Supermans ist Batman, der es sich zur Aufgabe macht, den „falschen Gott“ zu stürzen. Diese Story kann man sich aus dem Titel zusammenreimen, mehr soll hier auch nicht verraten werden, außer: Bruce Waynes Eltern sterben… mal wieder.

Bei der Story haben sich die Drehbuchautoren Chris Terrio und David S. Goyer so genau es ging an der Comicbuchvorlage orientiert und eine äußerst erwachsene Geschichte mit erwachsenen Helden geschrieben. Im Gegensatz zu jedem Marvel Blockbuster gibt es hier keine Witze im Fünf-Minuten-Takt, sondern lediglich zwei Schmunzler im gesamten Film. Das passt auch wunderbar zur gesamten Stimmung. Doch leider wollten die beiden Autoren zu viel Story unterbringen, die wie zusammenhangslose Kapitel wirken. Man verliert den Überblick, man erkennt die Überleitungen nicht, man weiß als Nichtcomicleser meistens nicht, worauf in gewissen Szenen hingedeutet wird. Weniger wäre in diesem Fall eindeutig mehr gewesen.

Da der Trailer die reinste Spoilerkanone ist, zeigen wir euch lieber nur ein Promofoto. (c) Warner Bros.

Da der Trailer die reinste Spoilerkanone ist, zeigen wir euch lieber nur ein Promofoto. (c) Warner Bros.

Die Darsteller sind in Batman v Superman optisch perfekt. Henry Cavill als der glatt gebügelte Superman, Ben Affleck als älterer und frustrierter Bruce Wayne / Batman, die bezaubernde Gal Gadot als Diane Price / Wonderwoman und Jeremy Irons als Alfred. Lediglich Jesse Eisenberg als Lex Luthor durchbricht dieses Muster. Er sieht nicht aus wie Lex Luthor und er spielt auch eher eine Art Joker als einen selbstsicheren, genialen und skrupellosen Geschäftsmann. Leider fehlt den Charakteren wieder aufgrund der Story Überladung der Tiefgang. Wenn man die Comics nicht gelesen hat, fragt man sich sogar nach dem Motiv von Lex Luthor, welches zu nebensächlich dargestellt wird.

Shitstorm fürn Arsch

Als bekannt gegeben wurde, dass Ben Affleck Batman spielen würde, wütete das Internet in einem Shitstorm gegen den Schauspieler. Völlig zu Unrecht, denn Affleck hat seinen Job absolut zufriedenstellend gemacht. Er stellt einen noch nie gesehen Batman dar. Der Superheld ist um einiges älter, als in der Nolan-Trilogie und auch viel aggressiver und brutaler. Afflecks Darstellung des dunklen Rächers ist die bisher düsterste. Damit soll nicht gesagt werden, dass er besser spielt als Christian Bale, jedoch darf man auf die kommenden Justice League Filme gespannt sein.

Als Regisseur fungiert abermals Zack Snyder, der im Bereich der Comicverfilmung schon einige Erfahrungen gesammelt hat. Unter anderem ist er verantwortlich für 300, Watchmen und Man of Steel. Snyder hat einen so eigenen Stil, dass man seine Werke innerhalb der ersten fünf Minuten erkennt. Die ständigen Close-Ups und das in Szene setzen von Visual Effects sind eindeutige Snyder Markenzeichen, welche jeden seiner Filme zu einer optischen Sensation machten. Leider gilt auch hier wieder: Weniger ist mehr. Man hat das Gefühl, dass der Film zu 90 Prozent in der Greenbox gedreht wurde, und der Endkampf ist genauso überladen wie bereits bei Man of Steel. Der Regisseur kann es besser, wie er es schon einige Male bewiesen hat.

Fazit

Batman v Superman ist leider komplett überladen. Sowohl von der Story her, als auch von den Special Effects. Zack Snyder wollte einfach zu viel. Die Hardcore Comicleser werden wahrscheinlich ihre Freude haben, der Standardfan wird überfordert sein. Der Film ist zwar besser als Man of Steel, kann aber mit den Batman Filmen von Christopher Nolan, der im Crossover auch als Produzent mitwirkte, nicht mithalten. Doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels. Die Kinofassung von Watchmen war auch nur durchschnittlich, die Extended Edition dafür absolut genial. Vielleicht wird das auch bei Batman v Superman der Fall sein. Man darf hoffen.

Kinostart: 24. März 2016
Genre: Action, Thriller
Regisseur: Zack Snyder
Cast: Ben Affleck, Henry Cavill, Jesse Eisenberg, Amy Adams, Jeremy Irons, Gal Gadot
Land: USA
Dauer: 151 Minuten
Filmverleih: Warner Bros.
Für Fans von: Man of Steel, Watchmen

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