Home   /   Games  /   Battlefield 1 im Test

Battlefield 1 im Test

Battlefield 1 im Test

Krieg ist kein Spiel

Willkommen im Ersten Weltkrieg. Schauplatz riesiger Schlachten und Soldaten, die in die Geschichte eingehen werden. In Battlefield 1 lässt uns EA DICE in dieses Setting eintauchen und zeigt uns, warum auch Krieg spielen manchmal keinen Spaß machen soll.

Selbst im Panzer sind wir vor der Zerstörung nicht sicher

Selbst im Panzer sind wir vor der Zerstörung nicht sicher

 

Mit Battlefield 1 wollen uns die Entwickler von EA DICE wieder zurück in die Geschichte schicken. Kein Zufall das man sich dafür ein weltgeschichtliches Ereignis enormer Ausmaße ausgewählt hat: Den ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Hier dürfen wir sowohl im Singleplayer, in der Kampagne, wie auch im Multiplayer historische Ereignisse miterleben.

Verschiedene Geschichten, ein Krieg

Die Singleplayer Kampagne von Battlefield 1 wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Gleich zu Beginn befinden wir uns an der Front im Ersten Weltkrieg und müssen gegen den feindlichen Ansturm um jeden Preis standhalten. Dabei schießen wir auf alles, was uns vor die Flinte kommt, kommen aber nicht ohne Heldentot davon. Doch zum Trauern bleibt uns vorerst keine Zeit, denn wir wechseln nahtlos in den nächsten Soldaten und den nächsten. Überall erwartet uns jedoch derselbe Anblick: Zahlreiche Schüsse, Explosionen und blutüberströmte Leichen. Während wir trotzdem verzweifelt versuchen unseren Soldaten am Leben zu halten merken wir schnell: Der Krieg verschont keinen.

Ein Krieg, Fünf Geschichten

Ein Krieg, Fünf Geschichten

 

Nach dem düsteren und emotional aufreibenden Prolog erwartet uns eine Kampagne der anderen Art. Statt mit einer geschlossenen Geschichte aufzufahren zeigt uns Battlefield 1 fünf verschiedene Kriegsgeschichten, die wir in einer beliebigen Reihenfolge erleben dürfen. Vom jungen Panzerfahrer, über tollkühne Piloten bis hin zum altgedienten Boten ist alles dabei. Nur eine Botschaft wollen uns EA DICE in allen Episoden mitgeben: Krieg macht keinen Spaß.

Auf den Spieler warten nicht nur drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sondern zusätzliche Herausforderungen in einer Mission. So gilt es in einem Level-Abschnitt unentdeckt zu bleiben oder in einem anderen ein primäres Ziel mit der Nahkampfwaffe auszuschalten. Zusätzlich gibt es zahlreiche Feldhandbücher versteckt, die es als Sammelobjekt zu finden gilt. Diese zusätzlichen Aufgaben sollen auch nach dem Beenden der Kampagne für einen Wiederspielwert sorgen.

Teil der Einheit

Aber wenn wir ehrlich sind ist uns trotzdem allen klar: Niemand kauft sich ein Battlefield wegen seiner Kampagne oder? Denn hat man die eher kurzgehaltene Kampagne erst einmal bestritten bereitet einem Multiplayer zahlreiche Stunden Spielespaß. Auf riesigen Maps treten hier bis zu 64 Spieler gleichzeitig gegeneinander an und versuchen gemeinsam an historischen Schauplätzen zu überleben. Dafür bietet uns Battlefield 1 unterschiedliche Klassen, Fahrzeuge und Spielemodi.

Auf dem Ross reiten wir dem Feind entgegen

Auf dem Ross reiten wir dem Feind entgegen

 

So kann es vorkommen, dass man auf seinem Pferd reitend mit dem Säbel in der Hand auf den Feind zustürmt. Kaum hat man diesen erreicht, erfasst uns jedoch das Feuer eines feindlichen Mark-V Panzers und streckt unser Pferd nieder. Um dem Beschuss zu entgehen robben wir uns in den nächsten Graben weiter Richtung Bunker. In unseren Augenwinkeln können wir gerade noch sehen, wie gerade ein Doppel-Decker über unseren Kopf vorüber zieht. Dieser war jedoch mit Bomben ausgestattet und sprengt nicht nur uns, sondern gleich den Bunker mit in die Luft.

Die Niederlage zeichnete sich schon langsam aber doch klar ab. Doch genau in diesem Moment hatte Battlefield 1 ein neues Feature für uns parat: Den Behemoth. Diese gepanzerten Superfahrzeuge, wie etwa ein Zeppelin oder ein Zug, eilen dem Verlierer zur Hilfe und können manchmal das Zünglein an der Waage bedeuten.

Als Taube auf dem Weg zum Sieg

Als Taube auf dem Weg zum Sieg

 

Zu den Multiplayer-Modi zählen wie bisher Eroberung, Vorherrschaft, Rush, Team-Deathmatch und neu, der Kriegstauben-Modus und die Operation. Letztere schickt uns auf eine Reise über verschiedene Karten, die auf tatsächlichen Schlachten des Ersten Weltkriegs basieren.

Zusätzlich gibt es die bekannten Battlepacks. Diese werden zufällig an Spieler vergeben werden und können extra Waffen und Modifikationen beinhalten. Wer gerne echtes Geld in die Hand nimmt, der kann natürlich auch per Microtransactions Battlepacks erwerben.

Fazit

Battlefield 1 bringt uns den ersten Weltkrieg so nahe wie noch nie. Speziell die Kampagne lässt dabei ab und zu bei uns einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Doch umso mehr erfreut uns der Multiplayer, der uns dank der gewaltigen Zerstörbarkeit der Maps an die guten alten Zeiten von Bad Company 2 erinnert. Wer gerade sich gerne viel Zeit nimmt, für den ist der Operations-Modus die ideale Erweiterung für zahlreiche Stunden Spielespaß mit anderen Mitspielern. Die Behemoth sorgen, speziell beim Verliererteam, oftmals für neuen Mut. Mit Battlefield 1 punktet EA DICE wieder einmal am Multiplayer Horizont. Trotzdem erinnert man uns immer wieder daran, dass Krieg eigentlich kein Spiel ist.


Release Date: 21.10.2016
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Electronic Arts

Home   /   Games  /   Battlefield 1 im Test

Tags

Related Article