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Blackout Problems: „Es war nicht der Zeitpunkt, um fröhliche Songs zu schreiben!“

Blackout Problems: „Es war nicht der Zeitpunkt, um fröhliche Songs zu schreiben!“

Fleißige enemy.at-Leser wissen natürlich, dass wir zu einer Band aus Deutschland einen ganz besonderen Bezug haben: Die Rede ist von den Blackout Problems aus München. Nach ihrem fulminanten Auftritt beim And There Come The Wolves Festival setzten wir uns gemütlich zusammen und plauderten über ihre neue Platte, ihren Auftritt in Wiesen und über ein ganz besonderes T-Shirt von Guido Donot.

Mehr: NDW – Nostalgie, Deutschpunk, Wölfe – And There Come The Wolves Festival Tag 1

Hey liebe Blackout Problems. Schön, dass wir uns wieder mal sehen. Zuletzt trafen wir uns vor drei Jahren. Was ist seitdem passiert?
Mario: Da hat sich einiges getan. Wir haben 2014 eine EP Namens Gods rausgebracht. Danach haben wir an unserem bislang größten Projekt gearbeitet, nämlich an unserem Album. Das Ding heißt Holy und gibt es nun seit Februar 2016.

Und wenn man durch eure Facebook Seite stöbert, dann fällt natürlich eine Veränderung ganz besonders auf.
Mario: Ja, denn wir sind seit der letzten Tour nicht mehr zu dritt, sondern zu viert unterwegs und haben den Moritz vom Merchstand auf die Bühne geholt.

Wie geht es dir in der Band, Moritz? Fühlst du dich als vollwertiges Mitglied oder sind Blackout Problems ein Dreirad mit vier Rädern?
Moritz: Ich glaube, wir sind ein Auto mit vier Rädern, so wie das sein soll. Wir kennen uns ja auch schon ewig und ich fühl mich in der Band sehr wohl. Irgendwann haben mir die Jungs eine Gitarre in die Hand gedrückt und seitdem bin ich auch auf der Bühne dabei. Es fühlt sich sehr gut an!
Mario: Wir sind froh darüber, denn wir haben auf unserem neuen Album viele zweite Gitarren drauf und wir wollten den Sound auch unbedingt live so hinbekommen, ohne großartig auf Computer zurückzugreifen.

Mario Blackout Problems

Mario (links) und Moritz (rechts) im IV
(c) Dave Bitzan

 

Mehr: Acoustic Session – Enemy In The Attic – Blackout Problems

Lasst uns über euer Album Holy quatschen. Die Platte fiel allgemein sehr düster und schwer aus. Würdet ihr das so bestätigen und sagen, dass das auch so geplant war?
Mario: Danke, ich find’s schön, dass du es so beschreibst und du hast vollkommen recht damit. Wir hatten das schon so geplant und wollten bewusst keinen „happy Fun-Punk“ machen. So haben wir uns nicht gefühlt, als wir die Platte geschrieben haben. Es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt, um fröhliche Songs zu schreiben. Vielleicht schreiben wir mal lustigere Songs, aber uns ist wichtig, dass wir uns nicht verstellen.

Mehr: Blackout Problems – Holy – CD Review

Ist euch bewusst, dass ihr gerade Geschichte geschrieben habt? Ihr wart soeben die erste Band, die am And There Come The Wolves Festival gespielt hat. Das wird für immer in den Geschichtsbüchern stehen.
Michi: Das war uns eigentlich nicht bewusst, doch jetzt, wo du es sagst, ist das schon ziemlich cool. (lacht)

Wie war’s für euch?
Moritz: Die Leute haben uns wahnsinnig nett empfangen. Wir waren etwas skeptisch, da wir als Opener geplant waren und nicht wussten, ob und wie viele Leute kommen werden, aber es hat sich gut angefühlt. Wir hatten richtig Spaß und einen guten Auftritt.
Mario: Es ist generell etwas Besonderes, bei so einem Line-up dabei sein zu dürfen. Hier spielen Bands, die wir seit Jahren hören und feiern. Als wir gerade von der Bühne runter sind, kam der Bassist von Enter Shikari an und meinte, dass das gerade eine fette Show war. Solche Momente passieren eben nicht oft und dafür sind wir echt dankbar hier zu sein.
Moritz: Wir bleiben auch extra bis morgen, um uns die anderen Bands anzusehen und mit denen zu feiern. Das ist wie ein großes Familientreffen.

IV Wiesen Blackout Problems

(c) Dave Bitzan

 

Inmitten der Antwort brechen die Blackout Problems ab und beginnen zu lachen. Hier die offizielle Begründung von Mario:

Liebe enemy.at-Leser. Wir müssen uns hier entschuldigen. Bevor das Interview losging, haben wir darüber geredet, dass wir Guido von den Donots seit Jahren immer mit dem selben Shirt sehen und uns schon öfter gefragt haben, ob der denn kein anderes hat. Soeben haben wir bemerkt, dass sein Bruder Ingo die ganze Zeit über in der Hängematte neben uns lag. Lieber Guido, dein Useless ID Shirt ist natürlich der absolute Hammer! Tut uns leid!

Vor drei Jahren hab ich euch auf der Donauinsel gefragt, was ihr auf eine einsame Insel mitnehmen würdet. Nun sind wir beim And There Come The Wolves Festival. Darum diesmal die Frage: Was würdet ihr tun, wenn Wölfe die Weltherrschaft an sich reißen?
Moritz: Ich würd mir eine Gitarre und einen Kasten Bier krallen und mich im Wald verschanzen und Musik machen.
Michi: Ich find Wölfe ohnehin gut. Sollen die mal machen. (lacht)
Mario: Ich kauf mir eine Kamera und würde nur noch Videos drehen, so wie Casper, im XOXO –Style.

Blackies IV

(c) Dave Bitzan

 

Die Festival Saison geht nun zu Ende, wie geht’s mit euch weiter?
Mario: Wir gehen relativ rasch wieder auf Tour mit den wunderbaren Apologies, I Have None und spielen dabei auch einmal in Wien im Dreiraum in der Arena. Also kommt vorbei, das wird gut!

P.S.: Nach dem Interview bekam ich von den Blackout Problems eines ihrer T-Shirts, welches ich Guido von den Donots überreichen musste. Wie die Geschichte ausging, könnt ihr bei unserem Donots Interview nachlesen.

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