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Blackout Problems – Holy

Blackout Problems – Holy

Blackout Problems und enemy.at, das passt irgendwie zusammen. Dutzende Male stellten sich die sympathischen Münchner unseren nervigen Fragen. Sie waren auch die erste Band, die sich für unsere enemyAcoustic Session Zeit nahm und bei ihren zahlreichen Wien Auftritten gab’s immer einen Grund, zusammen das eine oder andere Glas zu heben – auf die Freundschaft!

Natürlich lassen wir es uns da nicht nehmen, auch das neue Album der Blackout Problems Holy genauer zu beleuchten. Seit 05.02.2016 steht das gute Ding nun in den Läden und reinhören ist ohnehin Pflicht!

Mehr: Blackout Problems im Interview

Blackout Problems

 

Kaum eine Band schafft es, die Schere zwischen gemütlichem Indie Rock und Post-Hardcore so zu schließen, wie die Blackout Problems. Die drei Ms (Mario, Michael, Marcus) sind schon immer dafür bekannt gewesen, dass sie auf Grenzen scheißen und musikalische Barrieren für sie ohnehin nicht existieren.

Das spiegelt sich auch auf Holy wider. Frei nach dem Motto „Alles darf, nix muss!“, bietet Holy 13 energiegeladene Songs, die zwar allesamt ihren eigenen Stil haben, aber durch die sich ein roter Faden des Aufbruchs zieht. Neben wenigen fröhlich anmutenden Ausbrüchen (The Drive), ist Holy ein allgemein sehr schweres, ernstes Album. Immerhin gibt es in unserer Zeit ja genug Mist und der wird von den Blackout Problems auch beim Schopf gepackt und angesprochen.

Sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen, ist nicht gerade das Ding von Frontmann Mario. Was gesagt werden muss, wird gesagt – laut und direkt! Deutlich zu merken im Song Black Coffee, bei welchem sich die Band ganz klar gegen Homophobie positioniert.

I Am Here to Say
You Homophobic Shitheads Should Fuck Off and Not Pray

Mein persönlicher Favourite ist Hold On, die Nummer, die es bereits vorab zu hören gab. Die Kompromisslosigkeit und der Druck hinter dem Song imponieren mir. Hier ist deutlich zu hören, welche Power die Band freisetzen kann und dass sie weitestgehend auf großen Schnick Schnack verzichtet.

Fazit

Ich hab mich wahnsinnig auf Holy gefreut und bin keineswegs enttäuscht geworden. Ein Album, das ich nicht explizit Punkern ans Herz legen möchte und auch keinen Indie-Rockern, sondern einfach Leuten, die Bock auf gute Musik haben! Und wer die Blackout Problems nicht nur hören, sondern auch sehen möchte, der sollte sich Tickets für die kommende Tour sichern, bei der die Drei auch halt in Wien (10.03. B72) und Klagenfurt (11.03. ((Stereo)) ) machen werden.

Blackout Problems – Holy

Für Fans von: Hot Water Music, Thrice
Uncle M Music
VÖ: 05.02.2016
Gesehen um € 9,497 von 10 Punkte

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