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Bosse – Engtanz

Bosse – Engtanz

Seit 12.02.2016 lädt der deutsche Singer/Songwriter Bosse zum Engtanz. Sein sechstes Studioalbum ist wieder voll von Geschichten, die das Leben erzählt. Ungeschwärzt und ungeschönt erzählt der nette Junge vom Dorf, was so in den letzten drei Jahren los war und lädt dafür auch Casper ein. Was Engtanz von seinen Vorgängern unterscheidet und ob es an den Megaerfolg von Kraniche herankommt?

Bosse geht es gut und das merkt man. Seine Songs laden nun zum Tanzen ein – und das von einem Typen, der von sich selbst behauptet, dass er gern, aber nicht gut tanzt. Hab ihn mal gesehen, kann ich bestätigen! Aber tanzbar ist die Platte wirklich. Vielleicht nicht wie auf dem Cover beschrieben im Engtanz, dafür mit beiden Armen in der Luft etwas peinlich neben dem Beat.

Bosse

 

Beat, das ist das Ding, das die Musik lenkt und die ist bei Bosse immer sehr stark von instrumentellen Einflüssen geprägt. Bei Kraniche waren orientalische Klänge wie die der Kürbisgeige vorrangig, bei Engtanz bleibt Aki Bosse eher etablierten Instrumenten treu. Neben seiner beliebten Akustikgitarre dürfen es diesmal Streichinstrumente sein, die die neuen Songs prägen. Darum wirkt das sechste Studioalbum von Bosse vielleicht auch vertrauter, aber auch nicht mehr so spannend, wie sein Vorgänger, der ohnehin nur ganz schwer zu toppen gewesen wäre.

Textlich war Axel Bosse immer schon ein grader Michl; einer der singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Da macht es nichts, wenn sich Silben nicht reimen, und Strophen auf den ersten Blick mal so gar keinen Sinn ergeben. Er weiß, was gemeint ist und wer Bosse kennt und mag, der versteht seine Songs auch. Irgendwie sogar ganz sympathisch, aktuelle Fußballspieler als Anapher für das Wort Schnelligkeit zu benutzen und immer wieder auf die Wichtigkeit von Nirvana und anderen Jugendhelden hinzudeuten.

Mehr: Bosse im Interview

Fazit

Bosse ist und bleibt ein Typ zum Anfassen. Einer vom Land, wie du und ich. Na gut, wie du vielleicht nicht, aber wie ich. Er erzählt Geschichten und er erzählt sie so, wie er das mag. Und wenn es ihm gut geht, dann sagt er das auch und versucht nicht, des Geldes wegen, auf gekünstelte Balladen hinzuarbeiten. Engtanz ist vielleicht nicht die ganz große Platte, in der Karriere des A. Bosse aber auch kein Album zum verstecken.

Bosse – Engtanz

Für Fans von: Herbert Grönemayer, Julian LePlay, Clueso
Vertigo Berlin (Universal Music)
VÖ: 12.02.2016
Gesehen um € 15,995punkte-cd-review_neu

 

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