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Die Höchste Eisenbahn – Wer Bringt Mich Jetzt Zu Den Anderen

Die Höchste Eisenbahn – Wer Bringt Mich Jetzt Zu Den Anderen

Stress haben die Jungs offenbar keinen. Gaaanz gemütlich und entspannt bringen Die Höchste Eisenbahn Ende August 2016 ihren erst zweiten Longplayer Wer bringt mich jetzt zu den Anderen heraus.

Und auch die Songs strotzen keineswegs von übertriebener Hektik. Sehr entschleunigt erzählen uns die 13 Songs des Albums Geschichten, die der Eisenbahnalltag schrieb. Über ihre Freunde, ihr letztes Wochenende, über Timmy, der sich gerne selbst ein wenig wehtut, und über ihre Jugendliebe Lisbeth, die immer noch etwas rot wird, wenn man sie darauf anspricht.

Die Lieder strotzen vor einfallsreichem Singer-Songwritertum und berühren auf ihre simple und naive Art und Weise. Indiepop, bei dem das gesungene Wort ganz groß geschrieben wird. Die Stimmung schwankt zwischen traurig-melancholisch und freudig, einzig deshalb, weil die Sonne vom Himmel strahlt.

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Alles klingt wohlig warm und analog instrumentiert. Hier ein Bubenchor von bärtigen Mittdreißigern, dort ein verstaubter Synth aus den 80ern, der schon zu lange in der Ecke stand und dessen Klaviatur, gleichsam den Zähnen eines starken Rauchers, nicht mehr ganz blütenweiß erstrahlt. Lieder werden wie Tagebucheinträge geführt und man nimmt teil am Leben der beiden Sänger Francesco Wilking und Moritz Krämer. Die beiden Jungs haben gemeinsam mit Bassisten Felix Weigt und Schlagzeuger Max Schröder hörbar Spaß beim Songschreiben, gemeinsamen musizieren und Zigaretten drehen.

 

Ins Rampenlicht kamen Die Höchste Eisenbahn ungefähr zur selben Zeit wie AnnenMayKantereit, die ebenfalls ihre ersten Österreich-Shows in kleinen Gürtellokalen zelebrierten. Ein paar Jahre später spielen die einen mittlerweile Headlinerslots auf Festivals und verkaufen in Wien die Arena aus. Die anderen spielen statt im B72 diesmal, gerademal 100 Meter weiter, im Chelsea..

Mehr: AnnenMayKantereit im Interview

Fazit

Die in Berlin beheimatete Band schrieb eine logische Fortsetzung zu ihren beiden vorangegangenen Scheiben. Unaufgeregter, deutschsprachiger Indiepop, der mit klugen und blumigen Texten zu beeindrucken weiß.

Live sieht man die vier Jungs am 22.11.16 im Wiener Chelsea und tags darauf in der Bäckerei in Innsbruck.

Die Höchste Eisenbahn – Wer bringt mich jetzt zu den Anderen

Für Fans von: Nils Koppruch, Gisbert zu Knyphausen, Niels Frevert
Tapete Records (Indigo)
VÖ: 26.08.2016
Gesehen um € 14,99
8punkte-cd-review_neu

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Luis Pasching
äähm, mir ist grad ein bisi schlecht
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