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Elliot, der Drache – Filmkritik

Elliot, der Drache – Filmkritik

Die Geschichte des Waisenjungen Pete, der mit seinem grünen Drachen Elliot umherzieht, ist nach wie vor vielen Musicalliebhabern bekannt. Der Streifen zählt seit über vierzig Jahren zu den großen Disney-Klassikern neben Mary Poppins und Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett. Die, die mit Elliot, das Schmunzelmonster großgeworden sind, werden sich freuen zu hören, dass dem Drachen neues Leben eingehaucht wurde. Mit Elliot, der Drache kommt ein Remake in unsere Kinos, das hoffentlich nicht nur diese, sondern auch die nächste Generation anspricht.

Elliot, der Drache wirft alles über den Haufen, was einst in den Siebzigerjahren entstand, und baut eine völlig neue Geschichte um den Waisenjungen Pete auf. In dieser Neuauflage gelangt Pete nach dem Autounfall, bei dem seine Eltern ums Leben kamen, tief in den Wald und trifft dort auf den liebevollen und flauschigen Drachen Elliot. Von da an lebt der Junge mit seinem neuen Freund mehrere Jahre in den Wäldern völlig abgeschottet von jeglicher Zivilisation. Selbstverständlich bleibt der Junge nicht unbemerkt, und gelangt wieder zurück in das kleine Städtchen Millhaven, wo er so etwas wie eine neue Familie findet. Allerdings gibt es da noch Elliot, den er selbstverständlich nicht so einfach im Wald alleine lassen kann. Wie es der Zufall so will bleibt Elliot im Wald nicht unbemerkt, und wird von den örtlichen Waldarbeitern gefangen genommen, was zu vielerlei Problemen aber auch Abenteuern führt.

 

Im Gegensatz zu Elliot, das Schmunzelmonster verzichtet diese Version völlig auf Musicaleinlagen. Auch beliebte Figuren wie Dr. Terminus oder die Gogans wird man hier nicht finden. Dennoch schafft es der neue Cast fast hundertprozentig zu überzeugen. Neben Schauspielgrößen wie Robert Redford und Karl Urban ist es aber Oakes Fegley, der mit seiner grandiosen Leistung einfach alles und jeden verzaubert. Auch wenn der Pete-Darsteller relativ wenig zu sagen hat, so beherrscht er es nur mit seiner Mimik einen Akt hinzulegen, dem man einen Zehnjährigen nicht so einfach zutrauen würde.

Was einem an Elliot, der Drache allerdings etwas ungewohnt vorkommt, ist die Tatsache, das der Film quasi ohne Antagonisten auskommt. Karl Urban, der den Waldarbeiter Gavin verkörpert, beansprucht den Drachen ohne jegliches Recht und vor allem Grund für sich. Bedauerlicherweise kommt sein Verhalten etwas lächerlich rüber, was ihn aber dennoch nicht wirklich zum eigentlichen Bösewicht der Geschichte macht. Wenig lächerlich ist allerdings die Darstellung von Elliot, der mehr an einen grünen Welpen als einen Drachen erinnert. Fans des Vorgängers werden feststellen, dass sich David Lowery enorm Mühe gegeben hat, eine sehr ähnelnde 3D-Animation des einstigen Cartoon-Drachen zu erschaffen, die man einfach nur als niedlich aber dennoch bedrohlich empfinden muss.

 

Auch wenn es sich um einen Film handelt, der definitiv an Kinder gerichtet ist, bietet Elliot, der Drache genügend Gründe, auch für Erwachsene ins Kino zu gehen. Abgesehen von unglaublichen Aufnahmen und wunderschönen Schauplätzen, erwartet einem ein fantastischer Soundtrack mit Songs, die einem die ein oder andere Gänsehaut verpassen. Zartbesaitete werden es unter anderem nicht so leicht haben, ihre Tränen zurückzuhalten, denn so viel Herz und Rührung werden sie so schnell in keinem anderen Familienfilm finden.

Elliot, der Drache ist ein Remake das absolut alles richtig macht, um ein großartiges Sommerkinoerlebnis für Jung und Alt zu sein. David Lowery hat einem verstaubten Disney-Klassiker neues Leben eingehaucht, und die Geschichte des Waisenjungen Pete an diese Generation nahezu perfekt angepasst. Schnappt euch eure Kinder und jüngeren Geschwister, und gönnt euch zusammen Kinokunst vom Feinsten!

Kinostart: 25. August 2016
Genre: Fantasy, Abenteuer
Regisseur: David Lowery
Cast: Bryce Dallas Howard, Oakes Fegley, Robert Redford, Karl Urban, Wes Bentley, Oona Laurence
Land: USA
Dauer: 120 Minuten
Filmverleih: The Walt Disney Company GmbH
Für Fans von: Elliot, das Schmunzelmonster

9punkte

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