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Scheiß auf die Headliner! Enemy Line-up-Check zum Nova Rock ’16

Scheiß auf die Headliner! Enemy Line-up-Check zum Nova Rock ’16

Die Headliner eines Festivals kennt jeder, ganz gleich ob als Fan oder Hater. Doch ein Festival lebt nicht nur von Headlinern – sondern gerade von den unbekannteren Acts, die einen zur Mittagszeit dabei begleiten, wie man den Kater der letzten Nacht in den Rausch von heute verwandelt (sofern man es aus dem Zelt und aufs Gelände geschafft hat). Drum wollen wir unter dem Motto „Scheiß auf die Headliner!“ an dieser Stelle einige Bands vorstellen, die schon früh auf der Bühne stehen und nicht verpasst werden sollten. Raus aus den Federn, es lohnt sich!

Enemy Line-up-Check zum Nova Rock ’16

Bis zum Nova Rock ’16 ist es nicht mehr lang und unsere Vorfreude wächst schon stetig. Gerade das schöne Wetter der letzten Tage hat uns schon in Festivalstimmung gebracht: Bei hohen Temperaturen mit Freunden draußen chillen, dabei ein kühles Blondes und passende Musik genießen – könnte das Leben noch schöner sein? Es kann! Nämlich dann, wenn die Musik nicht nur aus der Box kommt, sondern live auf einer fetten Bühne präsentiert wird und man eine Show dazu geboten bekommt!

Nun habt ihr alle sicher schon einen Blick auf die Timetable des diesjährigen Nova Rock geworfen und seid vor Freude über die geilen Headliner auf und ab gehüpft wie ein Gummiball (oder musstet ernüchtern feststellen, dass mal wieder alle guten Bands gleichzeitig spielen und habt frustriert alles kurz und klein gehackt, das in der Nähe stand). Egal wie die Reaktion war, es ist so, wie es ist und wir müssen damit leben – so wie jedes Jahr, denn irgendwas hat man als Festivalgeher mit Anspruch sowieso immer auszusetzen. 😉

Hier gibt’s das Line-up noch mal zum Überblick (und Download):

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Die Bands, die ab 17 oder 18 Uhr spielen, sind in der Regel so bekannt, dass man sie nicht mehr vorstellen muss. Also werfen wir einen Blick auf das, was davor in der Timetable steht! (Das Line-up des Red Bull Brandwagen lassen wir dabei außen vor, denn da könnten wir uns schwer entscheiden, welchen der tollen Acts wir näher vorstellen sollten. Klickt euch da am besten auf Red Bull Music rein.)

Donnerstag: A Caustic Fate & Skillet

Den Kick-off am Ersten der vier Festivaltage machen A Caustic Fate, die sich 2007 in Mattersburg gründeten. Sie mischen Rock, Metal, Hardcore und Pop zu einem einzigartigen Gebräu, das sie schlicht ‚Rockcore’ nennen und seither auf einer EP und zwei LPs gepresst haben. Die Letzte mit dem schönen Namen Medusa erschien 2015. Mit ihnen kann man seinen Körper ideal auf das Headbangen und Pogen der folgenden Tage vorbereiten.

Skillet könnten schon einige mehr kennen, 2013 begleiteten sie die allseits beliebten (haha) Nickelback auf ihrer Tour. Schon damals stellten wir fest, sie wirken ein wenig gecastet:

fesche singende Drummerin | punkige, ebenfalls gut aussehende Gitarristin | zwei nicht zu verachtende Jünglinge | zu durchproduzierte Musik inklusive Cello und Geige – ganz ehrlich, wo gibt’s denn so was?

Aber trotzdem sind wir Fans der Band, die offiziell als christliche Rockband gilt und gerne in den Nu Metal Topf greift. Denn die Stimme von Leadsänger und Bassist John Cooper ist einfach unverkennbar. Und da sie noch nie allein in Österreich zu sehen waren, freuen wir uns erst recht ihre Livequalitäten als mehr oder weniger Einzelact überprüfen zu können.

Freitag: Vintage Trouble & TesseracT

Mit Vintage Trouble kann man es ein wenig cooler angehen und statt des Kopfs die Hüften kreisen lassen! Das Quartett aus Los Angeles macht R’n’B-Blues-Rock, der – natürlich – vintage klingt, aber immer in Bewegung bleibt und so erst gar keinen Staub ansetzen kann. Wir sind uns sicher: Bei ihrer Performance wird man so richtig schön ins Schwitzen kommen, denn stillstehen ist keine Option, auch wenn man die Texte nicht kennt.

Ein Kontrastprogramm dazu gibt es mit den britischen Progressive Metalern von TesseracT. Doch auch wenn es bei ihnen deutlich härter zugeht, kommen die melodischen Parts nicht zu kurz. Ein besonderes Merkmal der Band ist es, dass ihre Musik von Polyrhythmik gezeichnet ist, auch wenn sie es nach eigener Aussage nie darauf anlegen. Sie gelten ebenfalls als Pioniere des Djent. Wem das zu viele Begriffe aus dem Musikunterricht waren, der sollte einfach vorbei schauen und anhören, was so furchtbar trocken klingt!

Samstag: Attila & Steve ’n‘ Seagulls

Wer es wirklich hart auf hart braucht, für den sind die Bostoner Attila die richtige Wahl. Ihre Musik sehen sie selbst als „Party Metal“ und ihr Motto

You should do whatever it takes to have fun and enjoy the music you’re hearing. A party is whatever you make it out to be.

sollte man auf dem Nova Rock auf jeden Fall im Kopf behalten! In der Szene werden sie gerne mal belächelt, weil ihre Lyrics etwa so deep sind wie die von Money Boy und sie quasi nur fluchen. Aber wer will auf einer Party denn über all den ernsten Scheiß nachdenken, der täglich auf der Welt passiert? Eben!

Party ist auch das Stichwort für die einzigartigen Steve ’n‘ Seagulls (was bei dem Namen ja schon offensichtlich ist). Die Band besteht aus fünf Finnen, die gemeinsam Hits aus der Rock- und Metalszene covern. Und zwar als Countryversion. Mehr muss man wohl nicht sagen! Besucht Sänger Herman de German und seine vier Mannen unbedingt!

Sonntag: Graham Candy & The Amity Affliction

Hinter dem klingenden Namen Graham Candy verbirgt sich ein neuseeländischer Singer-Songrwiter, der wirklich so heißt, in Berlin lebt und das Pop in Nova Rock ist. 😉 Bekannt ist euch die Stimme aus dem Hit She Moves von und mit Alle Farben. Und wer jetzt ein wenig verwirrt ist: Ja, das singt ein Kerl und ja, er klingt wirklich so. Alles in allem ist das alles so unpassend passend, das man ihm eine Chance geben sollte!

Weniger verwirrend sind da The Amity Affliction, die aus derselben Ecke stammen, nämlich Australien. Das Quartett bietet klassischen Post-Hardcore mit Melodic Hardcore Einflüssen und ist für Fans von We Came As Romans, Of Mice And Men oder Blessthefall genau das Richtige!

Geiler Pop aus Österreich

Übrigens, auch die Singer-Songwriter Bühne in der Volume Grill & Chill Area – powered by Hofer sollte man im Hinterkopf behalten, da gibt’s lässige Akustikmukke von Acts aus ganz Österreich auf die Ohren!

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