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Ahoi! The Full Hit of Summer 2016

Ahoi! The Full Hit of Summer 2016

Das Gelände entlang der Donaulände Linz hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Veranstaltungsort entwickelt und somit immer wieder tausende Besucher hergelockt. So auch am 12. Juli, denn das Ahoi! The Full Hit of Summer Festival lud die isländischen Bands Ásgeir und Sigur Rós, sowie Polica und Beirut aus den USA in die Stahlstadt.

Das Festival stand traurigerweise unter keinem guten Stern: Während der Anfahrt kam es bereits am Nachmittag innerorts zu massiven Staus und in einer Stunde konnten wir lediglich drei Kilometer Weg hinter uns bringen. Den Auftritt des Anton Bruckner Streichquintetts und von Polica haben wir deshalb schweren Herzens verpasst. Doch die Stimmung am Festivalgelände war sehr ausgewogen. Solange es noch ging, chillten die Gäste im Gras oder zwischen den Essensständen, wo auch Tische und Bänke aufgebaut worden sind. Die perfekte Chill-Out Musik dafür lieferte der Isländer Ásgeir, mit einem äußerst gemütlichen Auftritt.

Während Beirut wurde es vor lauter Regenmäntel bunt im Publikum.

Während Beirut wurde es vor lauter Regenmäntel bunt im Publikum.

 

Obwohl das Festival restlos ausverkauft war, gab es absolut kein Gedränge und auch vor der Bühne kam es zu keiner Kuschelpartie. Außer man wollte es so. Auch bei den Essensständen musste man nicht allzu lange anstehen. Die Schlangen vor den Bars waren jedoch erschreckend lange, die Situation schien auf den ersten Blick schlimmer, als es tatsächlich war: Trotz teilweise 50 Meter langen Schlangen, musste kaum jemand länger als 10 bis 15 Minuten anstehen. Klar, die Zeit könnte man besser nutzen, aber für mehr Stände war einfach fast kein Platz.

Nach einer kurzen Unwetterwarnung der Veranstalter wurde die Bühne für Beirut freigegeben. Ach, wie gut war dieser Auftritt? Nämlich so gut, dass sich nicht mal eine einzige Person von dem schnell eintretenden strömenden Regen einschüchtern hat lassen. Zum Glück wurden vom Veranstalter Regenponchos für all jene grenzenlosen Optimisten (ähm… hallo^^), die dem Wetterbericht einfach keinen Glauben schenken wollten, zur Verfügung gestellt. Mastermind Zach Condon und seine Band waren ebenfalls beeindruckt von dem Durchhaltevermögen der Zuschauer und belohnten dies mit einem herrlichen Auftritt.

Wer sich keinen Regenschutz holte, musste improvisieren. Die Isomatte machte sich überkopf auch ganz gut.

Wer sich keinen Regenschutz holte, musste improvisieren. Die Isomatte machte sich überkopf auch ganz gut.

 

Während der Stunde Umbauzeit zwischen Beirut und dem Headliner Sigur Rós im Regen ausharren, war aber dann doch zu viel verlangt und der Großteil der Gäste verließ das Gelände um in umliegenden Bars oder öffentlichen Gebäuden Schutz zu suchen. Eine Stunde Umbauzeit ist schon verdammt lange. Doch als Sigur Rós schließlich begann, schlüpften die Gäste wieder aus ihrem Kokon und wussten auch, warum die Techniker die Zeit benötigten. Diese Lightshow! Diese unglaublich schöne Lightshow! Sie war so schön, dass selbst der Regen mal eine Pause eingelegt hat. Und die Gänsehaut am ganzen Körper war bestimmt nicht wegen dem Wetter, sondern wegen diesem grandiosen und gefühlvollen Sound. Die Isländer wissen einfach, wie man das Publikum verzaubert.

Das Ahoi! The Full Hit of Summer in Linz ist zwar kleines, aber auf jeden Fall ein feines Festival. 60 Euro für nur fünf Bands sind zwar schon ein bisschen gehoben, jedoch war es den befragten Gästen jeder Cent wert. Durch den Hang auf der Donaulände sieht auch wirklich jeder auf die Bühne und nebenbei kann man gemütlich chillen. Uns war es die Reise von Wien sowas von Wert und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

PS: Tut uns leid, dass wir keine professionellen Fotos für euch haben. Leider hat es mit der Fotoakkreditierung nicht so ganz geklappt.

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