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Studentenfutter: Krautrouladen mit Erdäpfel-Karottenpüree

Studentenfutter: Krautrouladen mit Erdäpfel-Karottenpüree

Vor einer Woche war es so weit: Ich habe die letzten heimischen Tomaten dieser Saison gegessen. Trotzdem sind die meisten Supermarktregale voll, mit der ehemals paradiesischen Zierpflanze und vielen anderen, für diese Jahreszeit untypischen Obst- und Gemüsesorten. Obwohl der Zeitgeist, was saisonale und regionale Produkte betrifft, schon in vielen Köpfen angekommen ist, scheint dieser Wertewandel bei den meisten Supermärkten eher rückläufig zu sein. Oft gehört und schon mehrfach diskutiert hat sich bis jetzt nicht viel geändert, doch es gilt: Man fängt am besten bei sich selbst an. Deshalb werde ich in diesem Monat ein Studentenfutter aus drei Gemüsesorten kochen, die bei uns noch wachsen, nämlich: Erdäpfel, Karotten und Weißkraut.

Und da ich heute Besuch habe, der kein Fleisch isst, werde ich zusätzlich eine vegetarische Version kochen. Beides jeweils möglich unter 10 Euro.

Für beide Varianten gilt folgender Ablauf:

Backrohr auf 200 °C vorheizen. Den Strunk des Krautkopfes wegschneiden, 10 Minuten in Salzwasser kochen, abschrecken und acht große Blätter abrollen. Dann die Blätter laut Fotoanleitung füllen und einrollen. Das restliche Kraut in kleine Stücke schneiden und in eine gebutterte Auflaufform geben. Die fertig gefüllten Rouladen darauf legen und mit der Suppe aufgießen. Ein-bis zweimal wenden. Nach 40 Minuten im Rohr, verrührt man den Sauerrahm mit etwas Mehl und warmem Wasser, leert es über die Rouladen und lässt es noch mal für zehn Minuten im Ofen. Am Schluss nimmt man die Rouladen heraus, püriert das übrige Weißkraut und legt sie wieder zurück in die Soße.

krautrouladen-rollen

Füllung (mit Fleisch):

Dafür nehme ich eine klein geschnittene Zwiebel, brate sie in etwas Butter an und lasse sie auskühlen. In der Zwischenzeit weiche ich eine Semmel in Milch ein, drücke sie aus und gebe sie zum Faschierten. Danach gebe ich ein Ei und die Zwiebel zu dem Rest und würze mit Paprikapulver, Tomatenmark, Petersilie, Salz und Pfeffer.

krautrouladen-fleisch

Füllung (ohne Fleisch):

Dafür gebe ich den Couscous in einen tiefen Teller, gieße ihn mit heißem Wasser auf und gebe noch einen Schuss Olivenöl dazu. Als Deckel verwende ich einen gleichgroßen Teller und lasse alles quellen. Dann brate ich eine kleine Zwiebel in etwas Olivenöl an und gebe sie nach dem Auskühlen zum Couscous. Den Schafskäse schneide ich würfelig, die getrockneten Tomaten und die Oliven halbiere ich und die Petersilie hacke ich klein und mische, gemeinsam einem Schuss Zitronensaft, alle Zutaten zusammen.

krautrouladen-vegetarisch

Erdäpfel-Karottenpüree:

Dafür schäle ich die Erdäpfel und die Karotten und koche sie, bis sie weich sind. Danach koche ich die Milch mit etwas Butter, würze mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss und gieße alles über die zerstampften Erdäpfel und Karotten. Wer mag, kann Röstzwiebel dazu machen – schmeckt verdammt gut!

Mahlzeit!

krautrouladen-fertig

Zutaten für 4 Portionen Püree:

500 g Erdäpfel 0,50

3 große Karotten 0,40

100 ml Milch 0,20

1 El Butter 0,10

=1,20 Euro

Zutaten für 4 Portionen Krautrouladen mit Faschiertem:

1 Krautkopf 1,29

400 g Bio-Rinderfaschiertes 4,99

1 alte Semmel 0,36

1 Bio-Zwiebel 0,10

1 Bio-Ei 0,50

½ Bund Petersilie 0,50

250 ml Sauerrahm 0,49

1 l Rindssuppe 0,10

= 8,33 + 1,20 = 9,53 Euro

Zutaten für 4 Portionen Krautrouladen mit Couscous:

1 Krautkopf 1,29

200 g Couscous 0,90

200 g Bio-Schafskäse 2,69

100 g Bio-Oliven 1,50

100 g Halbgetrocknete Bio-Tomaten 1,40

1 Bio-Zwiebel 0,10

250 ml Sauerrahm 0,49

½ Bund Petersilie 0,49

1 l Gemüsesuppe 0,10

1 Zitrone 0,10

= 9,06 + 1,20 = 10,26 Euro

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