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Mafia 3 im Test

Mafia 3 im Test

Die Mafia ist ein Kollektiv mit dem man sich besser nicht anlegt. Im dritten Teil der Saga von 2K, die sich mittlerweile durch mehrere Spiele-Generationen zieht, zeigt sich jedoch, dass Rebellion manchmal etwas Gutes bringt.

It’s all in the Family

Der afroamerikanische Protagonist, Lincoln Clay, kehrt in seine Heimat New Bordeaux zurück und findet eine ganz andere Metropole vor, als wie er sie verlassen hat. Der Vietnam-Veteran muss feststellen, dass die Stadt in den Klauen der italienischen Mafia befindet. Außerdem steckt sein Vater tief in Problemen drinnen, die er nicht so schnell wieder losbekommt.
Als Lincoln versucht die Beziehung zwischen seinem Vater und den Mafiosi aufzulockern, läuft ein Deal jedoch schief und es beginnt ein Rachefeldzug, den New Bordeaux so noch nie gesehen hat. Lincoln legt sich mit der Mafia an, koste es, was es wolle! Das bedeutet auch, dass andere Fraktionen in den Krieg ziehen und ein Kampf um die Stadt entbrennt.

Lincoln ballert sich seinen Weg zur Spitze

Lincoln ballert sich seinen Weg zur Spitze

Ein Meisterwerk für sich

Die Geschichte klingt nicht nur imposant, sie ist es auch. Storytechnisch bietet Mafia 3 alles, was ein 60er-Jahre Mafia Epos benötigt: perfektes Setting, gute Helden und Bösewichte und ein moralische Frage, wer nun Recht hat. Die Stadt New Bordeaux, eigentlich der amerikanischen Stadt New Orleans angelehnt, ist stimmig und man findet auch hier alles, was eine Open-World der Neuzeit zu bieten haben sollte. Die Vehikel, welche mit der Zeit immer wichtiger werden, denn die Stadt ist groß und man muss einzelne Bezirke von der Herrschafft der Mafia befreien und kommt mit Caddilacs und Booten gut durch die Gassen und Sümpfe von New Bordeaux.
Die Story selbst wird in einer Art Dokumentation erzählt, Zeitzeugen berichten über Lincoln Kreuzzug gegen La Familia und immer wieder springt man in den Zeiten hin und her, um alle Hintergründe zu erfahren.
In Sachen Gameplay ist alles beim Alten. Im klassischen Third-Person-Shooter-Niveau schleicht oder ballert man sich seinen Weg zum nächsten Bezirkshauptmann und sabotiert oder tötet ihn, um die Stadt Stück für Stück zurück zu gewinnen. Wie man die einzelnen Missionen angeht, das bleibt ganz einem selbst überlassen. Doch die KI ist teilweise so plemm-plemm, dass es Lincoln sehr leicht gemacht wird die Mafia zu stürzen.

Die Open-World bietet Platz für viele Spielereien!

Die Open-World bietet Platz für viele Spielereien!

Im Westen nichts Neues

Doch leider muss Mafia 3 trotz der guten Story mit anderen Open-World Klassikern wie GTA mithalten können. Und da bietet die Konkurrenz zurzeit mehr. Die Grafik könnt auf der PS3 auch noch flüssig laufen und die Autos steuern sich als wären sie Lego-Steine.
Die Missionen, von denen es natürlich massig gibt, sind eine nette Abwechslung zu den Hauptstory-Quests, wiederholen sich aber schnell und so möchte man am liebsten nur noch die Geschichte abschließen. Weiters hätte sich ein netter Multiplayer Modus auch angeboten, gerade wenn man mehrere Fraktionen in der Stadt hat, denen man sich anschließen kann.

Sleep with the fishes!

Sleep with the fishes!

Fazit

Mafia 3 ist garantiert das Gangster-Epos, das man sich so lange als Spiel gewünscht hat. Ohne Zweifel kann die Story für mehrere Stunden entzücken und in seinen Bann ziehen, doch für einsame Stunden in New Bordeaux reichen die repetitiven Missionen leider nicht aus. Der Soundtrack ist dabei wohl der einzige Grund, warum man mit dem Caddy in den Sonnenuntergang fahren sollte, denn der hat es in sich. So stimmig kann nur Mafia!
Gerade weil die Vorfreude auf Mafia 3 so groß war, ist es schade, dass bei solch massiven Gameplay-Punkten geschlafen wurde. Wer dennoch eine gute Singleplayer-Story sucht, der ist bei Mafia 3 wohl an der richtigen Adresse!

Release Date: 07.10.2016
Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC
Genre: Action Adventure
Publisher: 2k Games
Entwickler: Hangar 13 Studios

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