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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 Wii U – im Test

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 Wii U – im Test

Die Fußball-EM läuft gerade auf Hochtouren, doch bei Nintendo und Sega denkt man mit Mario & Sonic schon einen Schritt weiter: Nach der EM stehen die Olympischen Sommerspiele in Rio auf dem Programmplan. Wie bereits bei den letzten Wettkämpfen der Superlative gibt es auch diesmal eine entsprechendes Videospiel-Gegenstück für Nintendo Wii U und den Nintendo 3DS. Wir testeten Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 diesmal auf der stationären Konsole und verraten euch, ob es für Gold reicht. Unseren Test der 3DS-Version findet ihr hier.

Tischtennis ist die Disziplin für gnadenlose 1vs1-Action im Multiplayer

Tischtennis ist die Disziplin für gnadenlose 1vs1-Action im Multiplayer

Viel Sonne und Rhythmus

Die erste Neuerung in Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 sieht man gleich zum Spielstart. So klickt man sich nicht mehr nur durch ein sprödes Menü, sondern läuft nun mit seinem Mii an einem hübsch gestalteten Strand an der Copacabana. Samba-Musik und Party-Stimmung bringen Rio de Janeiro ins Wohnzimmer. Der Strand ist aber nicht nur optisches Beiwerk, sondern dient gleichzeitig als Hub. Das ist mittlerweile ein bewährtes Mittel bei Nintendo-Spielen, auch in Splatoon oder NintendoLand zum Beispiel steuert man die einzelnen Modi direkt im Spiel an. In Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 ist den Entwicklern die Gestaltung aber besonders gut gelungen. Wenn man mit seinem Mii über den Strand wandert und hier und da mit den Miis anderer internationaler Spieler quatscht, kommt richtiges Urlaubsfeeling auf.

Yoshi nutzt seinen Vorteil und schnappt sich durch mehr Sprungkraft den Ball im Rugby.

Yoshi nutzt seinen Vorteil und schnappt sich durch mehr Sprungkraft den Ball im Rugby.

Master of all traits?

Urlaub können wir aber auch nach den Sommerspielen machen, in Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 geht es vor allem um eins: Sport. Wie gewohnt bieten uns SEGA und Nintendo eine ganze Reihe verschiedener Disziplinen an, ganze 14 Stück haben es (nochmals unterteilt in diverse Unterarten) in das Spiel geschafft. Gleich vorweg: Die allseits beliebten Traumdisziplinen der Vorgänger sind dieses Jahr leider passé. Das ist insofern schade, als dass die kreativen und spaßigen Spielchen in den Vorgängern stets zu den besten Features gehörten. Doch sei es drum, mit Disziplinen wie Fußball, Rugby, Beach-Volleyball, Wettläufen, Tischtennis, Reiten oder auch Boxen wird für genügend Abwechslung gesorgt. Gleiches gilt für die Wahl der Charaktere. Neben euren Miis geben sich noch viele Stars aus dem Mario- und Sonic-Universum den Staffelstab in die Hand. Mario, Yoshi, Sonic, Tails, Shadow, Bowser – sie alle sind natürlich Teil der Athleten-Riege. Sehr schön: Jeder Charakter hat eigene Stärken und Schwächen. Sonic ist naturgemäß besonders flink unterwegs, Mario der klassische Allrounder und Bowser haut mächtig drauf. Durch spezielle Klamotten, die man sich erspielen kann, lassen sich manche Attribute zudem noch steigern.

So schön kann Gymnastik sein. Dem Toad im Hintergrund gefällt's besonders gut.

So schön kann Gymnastik sein. Dem Toad im Hintergrund gefällt’s besonders gut.

Kurzweiliger Minispiel-Spaß

Man darf von Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 sicherlich keine komplexe Sport-Simulation erwarten. Was vermutlich aber auch keiner machen wird, schließlich waren schon die Vorgänger mehr oder weniger „nur“ Minispiel-Sammlungen. Durch die Vielzahl an Disziplinen ist glücklicherweise für Abwechslung gesorgt, zudem da keine der Sportarten so wirklich abfällt. Klar, jeder hat seine Lieblinge und seine Hass-Disziplinen, aber für sich genommen sorgen alle für kurzweiligen Spielspaß, natürlich vor allem im Mehrspieler-Modus. Der sich leider nur auf lokalen Spielspaß konzentriert, ein Online-Modus fehlt. Neu ist dafür das „Heldenduell“. Hier schließt man sich wahlweise Team Mario oder Team Sonic an und tritt dann in zufällig gewählten Disziplinen gegen das andere Team. Gerade für Einzelspieler ein durchaus kurzweiliger Spaß. Darüber hinaus hat SEGA das Kernstück von Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 gegenüber den Vorgängern aufgemöbelt. So wählen wir in der „Kampagne“ nicht mehr einfach nur die jeweilige Sportart aus, sondern müssen uns an vorgegebene Pfade halten, führen sogar kleinere Gespräche mit NPC-Charakteren und gewinnen selbige für unseren Kader. Das ist alles sehr nett gemacht, trotzdem geht Solisten irgendwann die Puste aus, im Kern ist und bleibt Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 eben ein Mehrspieler-Titel.

Wer kann mit Sonic und Shadow mithalten? Dr. Eggman schonmal nicht.

Wer kann mit Sonic und Shadow mithalten? Dr. Eggman schonmal nicht.

Fazit

Eines ist klar: Wer schon mit den Vorgängern keinen Spaß hatte, wird auch bei Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 auf der Strecke bleiben. Der Wegfall der Traumdisziplinen ist zudem extrem schade, dafür machen die gebotenen 14 Sportarten durchweg Laune. Vor allem Fußball, Rugby und Beach-Volleyball können überzeugen und locken im Mehrspieler-Modus immer wieder vor den Bildschirm. Generell ist Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Rio 2016 eine sehr kurzweilige Angelegenheit, selbst Solisten können immer wieder eine Runde vorbei schauen. Alles in allem grundsolide Unterhaltung.

7 von 10 Punkte
Release Date: 24.06.2016
Plattform: Wii U
Genre: Sport, Party
Publisher: Nintendo

 

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