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Nada Surf – Wuk Wien

Nada Surf – Wuk Wien

Nach einer längeren Schaffenspause sind Nada Surf mit neuem Album zurück auf Tour. Wir waren am Mittwoch bei ihrem restlos ausverkauften Konzert im Wiener Wuk.

20 Jahre gibt es Nada Surf nun schon. Nachdem die New Yorker im Jahr 2012 eine Pause eingelegt haben, kündigten sie im vergangenen Jahr ein neues Album an. Es trägt den Titel You Know Who You Are, der außerdem auch perfekt den Zustand der Band beschreibt. Nada Surf stehen genau da, wo sie sich wohl fühlen – so wirkt es zumindest auf der Bühne. Sie machen keine spezielle, experimentelle oder komplexe Musik. Sie haben keine Songs, die fordern. Was wie negative Kritik klingen mag, soll es aber nicht sein. Denn die Melodien sind auf die angenehme Art harmlos. Sie sind das „nett“, welches jeder Musikliebhaber und jede Musikliebhaberin neben allem anderen auch immer wieder mal braucht.

Ganz große kommerzielle Erfolge blieben bei Nada Surf immer aus. Das wird sich auch mit dem nunmehr achten Studioalbum nicht ändern, welches sie Anfang März veröffentlicht haben. Dafür füllen sie heute Spielstätten wie das Wiener Wuk zur Gänze aus. Viele verzweifelte Gesichter begegneten einem am Mittwoch beim Eingang: Fans, in der Hoffnung, noch ein Ticket für das restlos ausverkaufte Konzert zu ergattern.

(c) Mario Baumgartner

Farewell Dear Ghost
(c) Mario Baumgartner

 

Vor bereits voller Halle spielen durfte auch der Support des Abends Farewell Dear Ghost. Die Freude bei der Grazer Nachwuchsband war groß, als sie für ihr letztes Lied überraschend Unterstützung auf der Bühne von Nada Surf Sänger Matthew Caws und Bassist Daniel Lorca bekam.

Die eröffneten ihr eigenes Konzert dann mit Cold to See Clear, gefolgt von Whose Authority und Weightless. Vieles hat sich nicht verändert: Nur die Haare von Caws glänzen mittlerweile silbergrau, seine Stimme klingt hingegen nach wie vor wie die eines 20-jährigen Sängerknabens. Und Lorca, der wird immer mehr zu einer immerhin noch fitteren Version von Keith Richard. Besonders positiv hervorzuheben: Doug Gillard, neuer Gitarrist des Quartetts, hat sich gekonnt als musikalische Bereicherung in das Gespann eingefügt.

(c) Mario Baumgartner

Nada Surf (c)
Mario Baumgartner

 

Als Zugabe wurde dem Publikum brav Popular und Always Love serviert. Während Nada Surf auf ihren Studioalben mit den Jahren immer romantischer geworden sind, gibt’s bei den Live-Shows gegen Ende dann doch noch ein wenig Rock’n’Roll: Fuck it, I’m gonna have a party!

Photos: (c) Mario Baumgartner

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