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NDW – Nostalgie, Deutschpunk, Wölfe: And There Come The Wolves Festival 2016 Tag 1

NDW – Nostalgie, Deutschpunk, Wölfe: And There Come The Wolves Festival 2016 Tag 1

Wiesen, endlich wieder Wiesen! Es war viel zu lange her. 2013, damals als Die Ärzte und NOFX am Two Days A Week da waren. Nun, drei Jahre später, heißt das ganze Ding And There Come The Wolves und wird von den netten Leuten der Arcadia veranstaltet.

Es ist Montagmorgen und wir sind dennoch gut gelaunt am Weg in mein altes Wohnzimmer. Als wir die Tore passieren, ziehen sich unsere Mundwinkel nach oben und wir nicken – wir sind wieder da! Ganz entspannt öffnen wir das erste Bier und bauen unser Zelt direkt neben dem Auto auf. So, wie das eben nur in Wiesen funktioniert. Es sollte ein guter Tag werden und das wurde er auch.

Um 14:00 eröffnen die Blackout Problems aus München das ATCTW-Festival 2016 mit einem gewaltigen Knall. Hammer, wie die Jungs bereits so früh die Bühne und alles, was sich davor befindet zum Beben bringen. Danach geht’s ab in den Pressebereich zu ein paar Interviews, die ihr in Kürze nachlesen könnt.

Mehr: Blackout Problems – Acoustic Session

Weiter geht es mit der, für mich, besten Show des ersten Tages. Und diese findet nicht mal auf einer Bühne statt. Die Rede ist natürlich vom Zeltplatzkonzert von Schmutzki. Die Stuttgarter laden zum Pogen, Biertrinken und Feiern auf dem Campingplatz ein und beschenken uns mit guter Laune, T-Shirts und jeder Menge Schutzki-Kondomen – Krass gut!

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Schmutzki Zeltplatz-Konzert
(c) Dave Bitzan

 

Nach einem kurzen Abstecher zu KMPFSPRT und dem nächsten Interviewmarathon, checken wir die kulinarischen Schmankerl, die sich in gewohnter Wiesen-Manier präsentieren! Superlecker, zu angemessenen Preisen und reichhaltig – so soll’s sein! Generell möchte ich den Veranstaltern schon mal an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen. Das Festival präsentiert sich Tip-Top! Man hat aus einem kleinen Schmuckstück, das Wiesen ohnehin ist, noch mal mehr herausgeholt!

Mehr: KMPFSPRT – Intervention – CD Review

So, genug der Lobhudelei und weiter mit dem Tagesgeschehen. Thrice waren an der Reihe und die bekommt man schließlich nicht alle Tage zu sehen. Trotz richtig guter Show hält es mich aber komischerweise nicht lange vor der Bühne. Etwas ruft nach mir und zieht mich zurück zur 2nd Stage – der Schmutzki Mob! Rote Schmutzki-Shirts drängten sich vor die Bühne und sangen im Einklang

Wir sind der Schmutzki Mob!

und ehe ich mich versehe, bin ich auch Teil dieses Mobs und es fühlt sich gut an! Ähnlich stark wie zuvor am Zeltplatz, heizen Schmutzki der Masse ein und präsentieren sich als DIE Stimmungsmacher des And There Come The Wolves!

Der erste Tag in Wiesen liegt generell in deutscher (Band)-Hand und darum verharren wir auf der zweiten Bühne und geben uns das Konzert von Fjort, das vor allem eines war – LAUT! Soundtechnisch nicht ganz so cool, aber mit mehr Druck als ein Presslufthammer knallen uns Fjort ihre Songs vor den Latz.

Millencolin(c) Dave Bitzan

Millencolin
(c) Dave Bitzan

 

In der Zwischenzeit wird es dunkel über den Festivaldächern von Wiesen und die Wölfe fangen nun so richtig an zu heulen. Millencolin entern die Hauptbühne und wir beginnen nostalgisch vom genialen Tony Hawk Pro Skater 2-Soundtrack zu schwärmen. Was war das für ne gute Zeit und was haben wir ne gute Zeit hier am And There Come The Wolves Festival.

Mehr: Millencolin – True Brew – CD Review

Nachdem wir aus irgendwelchen Gründen doch keinen Bock auf Enter Shikari haben, gilt es sich auf die Donots vorzubereiten. Also schnell noch mal die Getränkereserven auffüllen und ab zur zweiten Bühne. Den Donots kann live sowieso niemand das Wasser reichen und dementsprechend wird die umfunktionierte Fressbude regelrecht abgeholzt, auch wenn ich mir – und damit war ich sicher nicht alleine – ein paar mehr Songs früherer Alben gewünscht hätte.

Mehr: Enemy Acoustic Session – Donots

Zum Abschluss eines sensationell guten Tages gibt es mit Sum 41 die schaumigste Schaumkrone auf ein ohnehin schon irregutes Bier. Der Sound ist stark, die Leute gut drauf und auch die Kanadier haben sichtlich Freude daran, wieder auf der Bühne zu stehen. Es gibt zahlreiche alte Songs zu hören, Klassiker wie Fat Lip und Still Waiting und obendrein noch ein Cover von Queen (nein, nicht Bohemian Rhapsody!).

(c) Dave Bitzan

(c) Dave Bitzan

 

Der erste Tag des And There Come The Wolves Festival geht zu Ende. Ein Tag voller Nostalgie, Bier, Deutsch-Punk und Liebe, der besser nicht hätte sein können. Wir sind happy und gehen jetzt mal eine Runde schlafen, oder Bier trinken. Eines ist sicher: Morgen wird ebenso gut, wir freuen uns!

Photos: (c) Dave Bitzan

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