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Nova Rock 2016: Verspätungen & Kuriositäten an Tag 3

Nova Rock 2016: Verspätungen & Kuriositäten an Tag 3

Am 09. Juni startete das Nova Rock 2016 – ungewöhnlicherweise an einem Donnerstag. Denn heuer können Fans wieder vier Tage rocken statt der üblichen Drei. Was an Tag 3 los war? Lest selbst!

Mehr: Nova Rock 2016: Bunte Mischung an Tag 2

Wenn ich an den dritten Tag vom Nova Rock 2016 denke, dann fallen mir ausnahmsweise nicht die genialen Performances auf den Bühnen ein. Sondern eher die actionreichen Aktionen abseits des Kerngeländes. Natürlich gibt es auch heuer einige Kuriositäten auf dem Campingplatz zu bestaunen, ohne wäre es ja kein Festival. Aber was einem am Samstag so entgegen kam, war teilweise schon sehr abgefahren.

Diverse Kostümierungen, von den beliebten Pferdemasken über Ninja Turtle Anzüge, sind ja schon Standard. Die Morphsuits scheinen schon wieder out, da gab es nur wenige von zu sehen. Dasselbe gilt für die Boratbadeanzüge. Für die ist es heuer vielleicht auch zu kalt. Zum Glück möchte man meinen. Amüsiert haben mich auch die zwei Typen in Armee-Gebüsch-Tarnanzügen, die mit Wasserpistolen bewaffnet zwischen den Zelten herumliefen.

Geradezu legendär allerdings ist der stämmige Typ im Brautkleid, den man immer mal wieder antraf und über den sogar der Pressebereich tuschelte. Das absolut Schrägste, und mein Highlight des vermutlich ganzen Festivals, war die Kreuzigung Christi. Denn tatsächlich wurde ein armes Würstchen, der offenbar seinen Geburtstag feierte, mit Absperrband und Gafferband auf ein riesiges Kreuz getaped und von einigen seiner Freunde so über den Campingplatz getragen. Im Gefolge befand sich eine fahrende Box, die passende höchst dramatische Musik spielt, und ein Pulk von gut 30 Menschen. Diese Aktion wird sicher einigen Besuchern des Nova Rock 2016 auch im Gedächtnis bleiben.

August Burns Red

August Burns Red
(c) Alex Blach | enemy.at

 

Wenn wir nicht auf dem Zeltplatz herumirrten, sahen mein Fotograf Alex und ich uns auch Bands an – klar. Am Samstag schauten wir zum Beispiel auf der SingerSongwriter Stage in der Grill & Chill Area vorbei, verpassten aber leider sowohl FAMP (Red Bull Brandwagen) als auch Zebrahead (Red Stage), und vergaßen später am Abend wegen der großartigen Show von Alligatoah und unserer Vorfreude auf Seiler & Speer glatt, dass Chakuza um neun auf dem Brandwagen performte. Scheiße! Und sorry Chakuza!

Aber trotzdem gingen sich noch andere tolle Acts aus. Wir rockten zum Beispiel bei Caliban und August Burns Red und feierten zwischendurch bei den einzigartigen Steve ’n‘ Seagulls. Alice Cooper war ebenfalls ein Muss, denn er lieftere eine wirklich coole Show ab – superheißer (und super talentierter) Gitaristin inklusive, die uns gleichermaßen begeistere. Wow, die Frau!

Volbeat

Volbeat
(c) Alex Blach | enemy.at

 

Nach den Lokalhelden Seiler & Speer auf der Red Stage blieb die Menge auch bei Cypress Hill motiviert und eindeutige Gerüche stiegen gen Himmel auf, während die ersten Tropfen von dort niederfielen. Nachdem mein Fotograf die üblichen ersten drei Lieder fotografiert hatte, eilten wir zu Volbeat, um deren Beginn nicht zu verpassen. Nur um dann festzustellen, dass wir uns das hätten sparen können. Denn die Dänen ließen sich lang bitten – fast eine halbe Stunde lang warteten wir ebenso gespannt wie die zahlreich eingetroffene Meute auf den Beginn der Show.

Die große Verspätung konnten Volbeat aber durch eine fulminante Show wiederwett machen. Der Regen schien sich durch diese Performance herausgefordert zu fühlen, denn schnell prasselte es so richtig! Die meisten waren aber hart gesotten genug, sich davon nicht abhalten zu lassen und rockten im Schlamm erst recht. Wir verzogen uns aber ins Trockene und hörten vom Zeltplatz zu. Schwach, ich weiß…

Photos: (c) Alex Blach | enemy.at

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