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Rhythm Paradise Megamix im Test

Rhythm Paradise Megamix im Test

Anders als andere Rhythmus-Games setzt Nintendos Minispielreihe Rhythm Paradise/Heaven nicht auf bekannte Musiktitel, denn es lässt mit eigenen Songs den Rhythmus voll und ganz im Vordergrund stehen, auch wenn es natürlich weiterhin musikalisch bleibt. Statt komplexer Knopfmuster prägt man sich lediglich den Takt ein, dem man mit simpelsten Eingaben folgt. Aber wo steigt man am Besten als Serienneuling ein? Rhythm Paradise Megamix bietet sich perfekt an, da es sich quasi als Best-of der auf dem bereits GBA begonnenen Reihe versteht. Warum sowohl Neueinsteiger als auch Veteranen ihre Freude mit dem Spiel haben können, verraten wir in unserem Test.

Sky is the limit?

Anders als die vorherigen Serienableger verfügt Megamix tatsächlich über eine Story – so nebensächlich sie auch sein mag. Im Zuge dieser hilft man dem Wesen Tipsi auf seiner Reise zurück in den Rhythmushimmel. Blöd nur, dass der Weg von diversen Leuten gesäumt ist, die ebenfalls Hilfe benötigen oder einfach nur das Rhythmusgefühl des Spielers auf die Probe stellen wollen. Aber keine Sorgen: Abgesehen von kurzen, unterhaltsamen Dialogen zwischen den Minispielen wird die Rahmenhandlung mehr oder minder im Vorbeigehen erzählt. Die einzigen Stolpersteine im Geschichtsverlauf sind höchstens die hin und wieder auftretenden Torwächter, deren Prüfung ihr erst mit in den Spielchen verdienten Münzen bezahlen müsst. Versagt man dabei, muss man womöglich alte Aufgaben wiederholen um erneut genügend Geld für die Gebühren heranzuscheffeln.

Katzen geben uns Baumstämme verschiedener Größe zu, die wir im richtigen Takt zerhacken müssen.

Katzen geben uns Baumstämme verschiedener Größe zu, die wir im richtigen Takt zerhacken müssen.

 

Der Kernaspekt von Rhythm Paradise Megamix bleibt damit das gewohnt abwechslungsreiche Aufgebot von Rhythmuspielen. Pro Story-Abschnitt gibt es in der Regel vier davon, von denen drei aus vergangenen Serienablegern übernommen wurden. So schlagen wir etwa zu Beginn als Karateka anfliegende Blumentöpfe und Felsen weg, liefern uns ein hitziges Badminton-Duell an Bord eines Flugzeugs oder sorgen dafür, dass der unserer Kontrolle unterliegende Chorknabe nur dann seine laute Klappe aufmacht, wenn er gefragt ist. Abgerundet wird jeder Vierersatz von einem brandneuen Megamix-Minispiel, damit Veteranen auch nicht nur auf Altware treffen.

Allerdings werden sich gerade die Kenner womöglich an der Einstiegsphase stören. Megamix verfügt nämlich über eine sehr sanfte Lernkurve und zieht erst ungefähr ab der Hälfte des Spiels merklich im Schwierigkeitsgrad an – davor sind die Aufgaben in der Regel dermaßen kurz und einfach, dass man quasi im Akkord durch die Spiele rauscht. Speziell die abschließenden Remixes, die einem am Ende von bestimmten Türmen erwarten, erfordern volle Konzentration und ein gutes Rhythmusgefühl. Doch selbst bei den größeren Herausforderungen bleibt Rhythm Paradise stets fair und gewährt gefühlt mehr Spielraum als in vorherigen Ablegern. Man kann also deutlich mehr Fehler und Ungenauigkeiten erlauben und doch bestehen.

Mäuse infiltrieren den Mittagstisch. Wenn die Katze zusieht muss im richtigen Takt versteckt werden.

Mäuse infiltrieren den Mittagstisch. Wenn die Katze zusieht muss im richtigen Takt versteckt werden.

 

Perfekter als Perfekt?

Aber bloss nicht von der relativen Einfachheit des reinen Story-Durchmarsches abschrecken lassen – Megamix hält nämlich gerade für Perfektionisten viele Extras bereit. So kann es hin und wieder vorkommen, dass eines der Minispiele mit einer Perfekt-Herausforderung aufwartet, bei der ihr euch keine Patzer erlauben dürft. Diese Aufgaben sind Teil der so genannten Meisterbahn, wo auch die Multiplayer-Komponente beheimatet ist. Für das Mehrspielervergnügen stehen einem wiederum diverse Minispielfolgen zur Auswahl, die bis zu vier Spieler gemeinsam bestehen können. Dank Download-Play-Funktion braucht man dafür sogar lediglich ein Modul, sofern man mit kurzen Ladepausen zwischen den Spielchen leben kann. Leute ohne lokale 3DS-Freunde können die Zugfahrten aber auch alleine antreten. Der Sinn dahinter: Durch Abschluss der Meisterfahrten und Perfekt-Herausforderungen erhält man Rhythmuskugeln, mit denen sich eine ganze Reihe von weiteren Bonus-Minispielen freischalten lassen. Wer also wirklich alles sehen will und alle seine Lieblingsspiele aus den vorherigen Teilen freischalten möchte, ist eine ganze Weile beschäftigt!

Das Ein-Tasten-Spiel

Statt komplizierter Kontrollkonzepte steht hier voll und ganz das Rhythmusgefühl im Vordergrund. Das heißt, dass man in der Regel kaum mehr als die A-Taste zum Spielen braucht, um passend zum Takt bestimmte Aktionen durchzuführen. Gelegentlich kommen auch B und das Steuerkreuz zum Einsatz, kurze Übungsrunden vor jedem neuen Minispiel erklären immer kurz, was Sache ist. Alternativ kann man übrigens auch auf eine an den DS-Teil erinnernde Touchsteuerung zurückgreifen, wobei diese dankenswerterweise auf die teils recht ungenaue Schnipperkennung verzichtet. Tatsächlich hat sich das Stylus-Kontrollschema im Test als fast schon einsteigerfreundlicher erwiesen, da hier selbst Aktionen, die beim Tasten-Setup andere Knöpfe benötigen würden, mit ein- und demselben Tippkommando erledigt werden. Ebenfalls klasse für Anfänger: Auf dem Touchscreen wird angezeigt, wie gut die Eingabe im Takt getätigt wurde, also ob man etwa zu schnell oder zu langsam war. Und sollte man bei der Übungsphase partout nicht verstehen, was das Spiel möchte, zeigt einem der untere Bildschirm sogar passgenau an, wie ihr eure Eingaben zu tätigen habt.

Seit langem eines der beliebtesten Rhythm-Games der Serie - Ringside.

Seit langem eines der beliebtesten Rhythm-Games der Serie – Ringside.

Grafik

Ebenso simpel wie die Handhabung gibt sich auch die Optik, doch gefällt sie deswegen nicht weniger. Die liebevoll gezeichneten Charaktere sind herzallerliebst animiert und wippen passend zum Takt mit, was nicht selten beim Einstieg in das rhythmische Gameplay hilft – zumindest anfangs. Später stiften die Macher nur zu gerne Verwirrspiele mit der optischen Darstellung, um einen aus dem Rhythmus zu werfen. Bei einer Homerun-Übung im Weltall (fragt nicht…) zoomt die Kamera zum Beispiel regelmäßig so weit raus, dass ihr den kleinen Ball gar nicht mehr sehen könnt. Hier ist das Gehör gefragt! So manches Spiel meistert sich deshalb einfacher mit geschlossenen Augen. Der 3D-Tiefeneffekt steht Rhythm Paradise Megamix übrigens ganz gut, fällt aber selten wirklich auf. Bei Multiplayer-Partien ist er sogar komplett deaktiviert.

Sound

Die eingängigen Melodien sorgen direkt für gute Laune, klare Rhythmen machen die Tipperei angenehm und wie schon im obigen Grafik-Teil angedeutet ist die Musik nicht selten der Hauptankerpunkt für die korrekten Kommandoeingaben. Allerdings gibt es einen ziemlich markanten Wermutstropfen: Die Sprache. Ist der 3DS auf Deutsch eingestellt, bekommt man es mit einem ziemlich heftigen Sprachmix zu tun. Dann ist nämlich alles aus dem DS-Rhythm Paradise mit dessen deutscher Sprachausgabe unterlegt, Spielchen aus Beat the Beat für Wii auf Englisch und japanische Songs aus Megamix bieten lediglich Instrumentalversionen mit englischen Audiokommandos an. Unschön. Immerhin kann man alles vereinheitlichen, indem man die Songsprache auf Japanisch umschaltet – der vollständige O-Ton ist nämlich ebenfalls mit an Bord.

Zu viert wird hier im Multiplayer herausgefunden, wer am besten im Takt boxen kann.

Zu viert wird hier im Multiplayer herausgefunden, wer am besten im Takt boxen kann.

 

Und wer Lust bekommen hat, der holt sich einfach die Gratis Demo im e-Shop oder versucht sein Glück bei unserem Gewinnspiel.
Wenn du diesen QR Code mit deinen 3DS-Systemkameras scannst, gelangst du direkt zur Download-Seite des Nintendo eShops:

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Fazit

Der Mix aus WarioWare-mäßigem Minispielwahn und rhythmischem Musikspielgameplay wird einfach nie alt. Auch wenn Rhythm Paradise Megamix gemäß seines Titels natürlich viel wiederverwertet, sind die Minigames nicht ohne Grund noch einmal zu einem großen Paket verschnürt worden – die kurzweiligen Aufgaben bieten sich ideal an, um langweilige Zugfahrten angenehmer zu machen und das Spielprinzip lässt zudem viel Spielraum für Perfektion, ohne Anfänger komplett im Regen stehen zu lassen. Die neuen Minigames der 3DS-Auflage fügen sich zudem einwandfrei in die bunte Musiktüte ein und sorgen gleichermaßen für Stimmung. Was hauptsächlich stört, ist der seltsame Sprachmischmasch, den man bei der deutschen Audioeinstellung erlebt – dass neue Songs zudem über keine lokalisierten Lyrics verfügen, schmerzt auch ziemlich. Doch dafür ist ja die japanische Tonspur mit an Bord. Musikspielaffine Rhythmusexperten und solche, die es werden wollen, sollten sich die sympatische Minispielsammlung auf jeden Fall ins Haus holen!

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Release Date: 21.10.2016
Plattform: Nintendo 3DS, New 3DS
Genre: Rhythmusspiel
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo SPD

GEWINNSPIEL (beendet)

Bis zum 14. November 2016 habt ihr die Möglichkeit zweimal das Game Rhythm Paradise Megamix inklusive Soundtrack CD zu gewinnen! Schreibt uns dazu einfach eine Email an games@enemy.at oder kommentiert unter unserem Facebook-Posting.
Viel Glück! GEWINNSPIEL BEENDET. Wir gratulieren den Gewinnern!

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