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Salzburg bebte: Das Electric Love Festival 2016

Salzburg bebte: Das Electric Love Festival 2016

Electric Love Festival 2016, ich komme! Am 6. Juli machte ich mich auf den Weg gen Salzburgring, denn da fand vom 7. – 9. Juli 2016 das Festival für Electromusic Liebhaber statt. Und ein Besuch des ELF gehört zu einem gelungenen Jahr einfach dazu!

Nach zweieinhalb Stunden Zugfahrt endlich in Salzburg angekommen, gings zuerst mal zum Spar um Getränke zu kaufen. Mit den gefühlten 50 kg im Koffer machte ich mich auf die Reise zum Shuttlebus – wie erwartet bekam ich natürlich keinen Sitzplatz. Dank einiger Baustellen und Staus wurde die geplante 20-minütige Busfahrt dann auch noch zu einer fast einstündigen Tortur. Ich wollte mir die Stimmung dadurch aber nicht kaputtmachen lassen und entschied mich, meine mitgebrachte Flasche Wein aufzumachen.

Nach einigen witzigen Unterhaltungen mit Schweizern, Deutschen, Italienern und anderen Landsmännern kam der Bus endlich bei der Ausstiegsstelle an. Noch schnell den Fotopass geholt und auf ging’s zum Festivalgelände. Aus der Ferne hörte man schon Musik ertönen und ich verspürte schon das typische Festivalfeeling!

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Der Arbeitsplatz im Pressebereich.
(c) Robert Reischütz

 

Nach der Einweisung im Pressezentrum konnte es losgehen; Gelände erkunden und die ersten Fotos schießen. Die Zeit verging wie im Flug, gegen 18 Uhr läuteten Waaasted die Warm-Up Party im Club Circus ein. Das Publikum tanzte wie verrückt und umso später es wurde, desto mehr wurde getrunken und geshaked. Spätestens bei DJ Sanny, dem aus dem Bollwerk bekannten DJ, sprang und tanzte der ganze Club Circus.

Um 22:45 kam Felice, der Electric Love Resident DJ, zum ersten Mal auf die Bühne. Die Menge tobte und die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Gegen 01:00 ging dann einer meiner persönlich größten Träume in Erfüllung: Borgore auf der Bühne und ich mit ihm! Natürlich um Fotos zu machen, aber das war für einen kurzen Moment eher nebensächlich… Die tanzenden Menschen grölten im Einklang zu dem Borgore-Klassiker Desicions mit und zeigten ihre ausgefallensten (alkoholbedingten) Tanzmoves.

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Borgore
(c) Robert Reischuetz

Eat, Sleep, Rave, Repeat

Der offizielle erste Tag begann mit Alan Walker. Überraschenderweise standen drei Leute auf der Bühne, denn viele dachten, dass Alan Walker eine Einzelperson ist. Zu Beginn war das Publikum noch ein wenig Tanzfaul (oder verkatert), doch dies änderte sich bei dem ersten Ton von Sing Me To Sleep abrupt. Nach dem Auftritt von Alan Walker betrat Sam Feldt die Mainstage und spielte sein Set vor ein paar tausend Menschen.

Es wurde schnell dunkel und das offizielle Opening mit Felice und einem Orchester, das auf den Balkonen platziert war, kam näher. Ganz ruhig und sanft begann das Spektakel, bis es zum ersten Drop kam. Feuerwerke, Flammen und CO2 Kanonen setzten der faszinierenden Show noch den Punkt auf das I. Meine Gänsehaut war nicht mehr wegzubekommen. Es war die bewegendste Show, die ich bis jetzt gesehen habe!

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(c) Robert Reischütz

 

The Chainsmokers spielten ihre Hits wie z.B. Don’t let me down oder Inside Out anschließend nach dem Opening von Felice. Nach dem weltweit erfolgreichem US-amerikanischem DJ Duo performte Fais – den Afrojack mit im Gepäck hatte – den Track Hey live und die Leute sangen hellauf begeistert mit.

Den Abschluss von Tag 1 machte Axwell Λ Ingrosso, die es im letzten Jahr schafften ihren Track Sun Is Shining zum Electric Love Anthem 2015 zu machen. Ein weiterer Publikumsliebling ist Dark River, den sie natürlich auch zum Besten gegeben haben.

Leider musste ich das Festival am zweiten Tag krankheitsbedingt verlassen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge – da ich viele schöne Erinnerungen mitgenommen habe – trat ich den Heimweg an. Nächstes Jahr werde ich das Electric Love auf jeden Fall wieder besuchen, da ich der Meinung bin, dass dieses Festival zu einem gelungenen Sommer dazugehört wie kühles Bier. Bis nächstes Jahr also!

Photos: (c) Robert Reischütz

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Robert Reischütz
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