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Tales From The Borderlands im Test

Tales From The Borderlands im Test

Eine Gruppe chaotischer Charaktere, ein modernes Space-Western Setting, eine gewaltige Prise Humor und eine ganze Ladung Probleme – einfacher ist Tales from the Borderlands schwer zusammenzufassen, doch verdient das Telltale Spiel, das für alle gängigen Plattformen erschienen ist, mehr als nur ein paar Worte zur Beschreibung und einen genaueren Einblick in die Spielemechanik.

Die Hauptcharaktere im Überblick: Sasha, Rhys, Fiona, Vaughn… und natürlich Loader Bot.

Die Hauptcharaktere im Überblick: Sasha, Rhys, Fiona, Vaughn… und natürlich Loader Bot.

Deine Geschichte

Nachdem sein Erz-Rivale Vasquez ihn mit unredlichen Mitteln um seine lang ersehnte Beförderung bringt, beschließt Hyperion-Angestellter Rhys (du), ihm aus Rache einen millionenschweren Deal zu stehlen. Zeitgleich plant das Trickbetrüger-Trio bestehend aus Fiona (auch du), ihrer Schwester Sasha und ihrem Ziehvater Felix ihren größten Coup. Dass keiner dieser Pläne so reibungslos verläuft, wie die Protagonisten es gerne hätte, kann man sich wohl denken, und bevor man sich versieht, werden sie von Betrügern und (Vault-)Jägern zu Betrogenen und Gejagten.

Erz-Rivale „Ass“-quez auf deinem rechtmäßigen Chef-Sessel.

Erz-Rivale „Ass“-quez auf deinem rechtmäßigen Chef-Sessel.

Wie sich Rhys und Fiona aus den brenzligen Situationen retten, die sie wie Magnete anzuziehen scheinen, hängt gänzlich vom Spieler ab. So wie bei Telltale Games üblich, entscheidet der Spieler auch in Tales from the Borderlands über die Antworten und Entscheidungen der Hauptcharaktere, und somit bis zu einem gewissen Punkt auch über den Ablauf der Dialoge, die einen Großteil des Spiels ausmachen.
Natürlich haben aber nicht alle Entscheidungen die gleiche Tragweite. Herauszufinden, welche Entscheidungen bedeutende Auswirkungen auf den restlichen Story-Verlauf haben werden, bleibt dem Spieler überlassen, doch ist bei den humorvolleren Optionen meist zumindest ein Schmunzeln garantiert.

Ein einfaches Erzähl-Spiel

Die Text- oder eher Dialoglastigkeit von Tales from the Borderlands kann das Spiel manchmal wie einen interaktiven Film wirken lassen – doch glücklicherweise leidet die Spannung der Geschichte wenig darunter und ist nach wie vor mitreißend. Die Quicktime-Events beginnen ebenfalls oft sehr unerwartet und schnell, weshalb man den Controller trotz der langen Dialoge nicht aus der Hand geben sollte.
Vor allem für nicht ganz so erfahrene Spieler macht es die simple Steuerung und Nachsichtigkeit beim Scheitern sehr einfach, sich in Tales from the Borderlands zurechtzufinden, und fordert einem relativ wenig Skills ab. Da sich das Spiel aber als Telltale Game mit Fokus auf Story-Telling und nicht als Action Game verkauft, ist dies auch verzeihlich. Das sich selbst gesetzte Ziel als Erzähl-Spiel erfüllt es zufriedenstellend.

Fiona und Rhys stellen sich den großen Mühen und den kleinen.

Fiona und Rhys stellen sich den großen Mühen und den kleinen.

Wo kommt der Schuh denn her?

Sowohl vom Humor als auch vom Animations-Stil her ist Tales from the Borderlands der Borderlands-Reihe treu geblieben, und behält seine charmante „gezeichnete“ Cel Shading-Optik, die man auch als Neueinsteiger wertschätzen kann. Der einzigartige Stil trägt viel zu der Besonderheit der Borderlands Spiele bei, doch fallen Grafik- und Animationsfehler durch den Action-Mangel im Telltale Game besonders auf. Dem Rest des Spiels zuliebe, drückt man in der Hinsicht hier und da gutmütig ein Auge zu, da das Story-Telling davon immerhin nicht einschränkt wird, doch kann man es leider nicht komplett verleugnen. Zum Glück macht das Spiel dieses Manko auf vielerlei Weisen wieder wett.

Für alte und neue Fans

Easter eggs und Anspielungen auf die anderen Borderlands Spiele findet man zuhauf, dennoch sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, um das Spiel vollends zu genießen.
Die Hauptcharaktere des Spiels haben ihren ersten Auftritt in der Spielereihe; unter den Nebencharakteren und auf Plakaten findet sich jedoch das eine oder andere bekannte Gesicht für diejenigen, die Borderlands, Borderlands: The Pre-Sequel oder Borderlands 2 doch gespielt haben.
Somit kommen in Tales from the Borderlands Veteranen der Spielereihe auf ihre Kosten, aber auch Neueinsteigern ist ein komisches Abenteuer garantiert, in dem sie nicht zu kurz kommen.

Triff alte und neue „Freunde“.

Triff alte und neue „Freunde“.

Noch ein Lied für die Playlist

Auch der Soundtrack des Spiels ist eine Erwähnung wert. Jeder der 5 Episoden, in denen Tales from the Borderlands erschienen ist, wird mit einem anderen, zum modernen Space-Western Theme passenden Musik-Hit eingeleitet, der ins Ohr und in die Playlist geht, und beides nicht so bald wieder verlässt. Tatsächlich sind gerade diese musikalisch untermalten Cutscenes eine der Freuden, die das Spiel so sympathisch machen. Es ist jedenfalls nicht verwunderlich, sich nach dem Gameplay mit einer Handvoll neuer Lieder auf der  Playlist wiederzufinden.

Fazit

Tales from the Borderlands ist ein Story-Telling Game, in dem der Spieler die Entscheidungsgewalt über den Ablauf trägt, und es hält, was es verspricht. Die Grafik und der Soundtrack sind beide ansprechend und charmant, und ergänzen den komisch-seriösen Plot auf wunderbare Weise. Es ist sowohl für Borderlands-Fans als auch für Neueinsteiger unterhaltsam, und das humorvolle Gesamtpaket ist so überzeugend, dass man auch gerne den einen oder anderen Grafikfehler verzeiht. Ein mitreißender Trip, den man nicht verpassen sollte!

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Release Date: 20.10.2015
Plattform: Android, iOS, Microsoft Windows, OS X, PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360, Xbox One
Genre: Graphic adventure
Publisher: Telltale Games

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