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The First Avenger: Civil War – Filmkritik

The First Avenger: Civil War – Filmkritik

Kaum sind nur wenige Wochen vergangen, schon klingelt der nächste Comic-Blockbuster an der Tür. Mit The First Avenger: Civil War startet das dritte große Abenteuer des Marvel-Saubermanns Steve Rogers, und zeigt nicht nur einen Superhelden, sondern gleich ein ganzes Dutzend, das sich auf zwei Fronten befindet – und für jede Menge Boom, Bam und Pow sorgt.

Civil War schließt direkt an die Handlung von The Avengers: Age of Ultron an, wo Captain America und seine Kameraden selbstverständlich erneut die Welt vor dem Untergang gerettet haben. Bedauerlicherweise ist die Weltregierung auf den beträchtlichen Schaden aufmerksam geworden, den die Rächer bei ihren Rettungsaktionen regelmäßig verursacht haben, und ist somit dazu gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Die Avengers dürfen nur noch mit Einwilligung zu Einsätzen hinzugezogen werden, was bei vielen auf unterschiedliche Meinungen stößt. Robert Downey jr. erneut in der Rolle des Genies Tony Stark sieht dies aufgrund seines schlechten Gewissens ein, während Steve Rogers, natürlich wieder verkörpert durch Chris Evans, sich Starks Entscheidung nicht anschließen will. Durch das plötzliche Auftauchen des Winter Soldiers, den Captain America bereits seit geraumer Zeit versucht ausfindig zu machen, werden die Avengers komplett gespalten, und stehen nun auf zwei Seiten, die sich bis zum bitteren Ende versuchen zu bekämpfen.

 

Jemand, der die ersten beiden Captain America-Verfilmungen zu sehen bekommen hat, weiß, dass Handlung definitiv in den Hintergrund gerät, während der Zuseher mit einer grandiosen Actionszene nach der anderen verwöhnt wird. Auch in Civil War hat sich hierbei nichts geändert. Doch diesmal erwartet nicht nur dem Captain jede Menge neue Herausforderungen. Iron Man ist aufgrund seiner Entscheidungen ebenso gezwungen, sich zahlreichen Prüfungen zu stellen, was Zuseher, die mit dem Captain America-Franchise nicht vertraut sind, ziemlich sicher fragen lässt, wieso Tony Stark so gewaltig viel Screentime hat – obwohl es sich doch um einen Captain America-Film handelt. Civil War fühlt sich aufgrund seines Casts definitiv wie eine Fortsetzung von The Avengers an, und lässt Nicht-Comicleser etwas verwirrt zurück. Unter anderem erfordert der dritte Captain America-Teil enormes Vorwissen durch andere Marvel-Verfilmungen. Wer die ersten beiden Steve Rogers-Abenteuer nicht gesehen hat, kann Captain Americas Verhalten kein bisschen nachvollziehen. Und jemand, der von The Avengers keinerlei Ahnung hat, ist erst recht völlig aufgeschmissen. Unter anderem ist es empfehlenswert, sein Iron Man-Wissen etwas aufzufrischen, was mit den ersten drei Teilen der gleichnamigen Verfilmung kein Problem darzustellen scheint.

Da es sich um den größte Spektakel seit der Geschichte der Superheldenfilme handelt, erwarten den Zuseher nicht nur die altbekannten Avengers, sondern gleich einige neue Figuren, die dem ein oder anderen bestimmt bekannt sein könnten. Mit Tom Holland wird der dritte Darsteller des allseits beliebten Spider-Man vorgestellt, der sich im Laufe des Films auf die Seite von Iron Man schlägt. Paul Rudd, der im letzten Jahr sein Debut als Ant-Man machen durfte, zieht es hingegen zum Captain – auch wenn man als Zuseher seine Wahl vielleicht nicht so ganz nachvollziehen kann. Die Vorstellung an neuen und alten Charakteren ist durchaus beeindruckend, lässt aber manchmal einen etwas bitteren Nachgeschmack zurück. Keine Figur kriegt genügend Aufmerksamkeit, um einen stärkeren Bezug zu ihr herzustellen. Beispielsweise brilliert der junge Peter Parker als Spinnenheld, und lässt einen jetzt schon auf seine eigenständigen Filme freuen. Allerdings kommt der Krabbler sowie Ant-Man relativ kurz in Civil War vor, was einen fragen lässt, wieso man so viele Charaktere überhaupt erst in einem Film zusammenführen musste. Obwohl der Zuseher über zweieinhalb Stunden vor der Leinwand gefesselt ist, wirkt die komplette Geschichte etwas übereilt, und lässt offenbar nur jede Menge Platz für eine perfekt choreographierte Actionszene nach der anderen.

 

Fans der gleichnamigen Marvel-Comics haben wie wild auf diesen Showdown hingefiebert, und werden definitiv nicht enttäuscht werden. Fängt man allerdings relativ wenig mit dem Franchise und seinen Helden an, wird man sich definitiv etwas verloren vorkommen, da sowohl die Handlung als auch deren Charaktere enormes Vorwissen durch vergangene Marvel-Verfilmungen erfordern. Nichtsdestotrotz ist The First Avenger: Civil War ein Action-Spektakel, das nicht nur die Avengers, sondern auch Fans eine Seite wählen lässt.

Kinostart: 28. April 2016
Genre: Action, Fantasy
Regisseur: Anthony Russo, Joe Russo
Cast: Chris Evans, Robert Downey jr., Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Elizabeth Olsen
Land: USA
Dauer: 147 Minuten
Filmverleih: The Walt Disney Company GmbH.
Für Fans von: The Avengers, Ant-Man, The Amazing Spider-Man, Iron Man

 7 von 10 Punkte

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