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The Jungle Book – Filmkritik

The Jungle Book – Filmkritik

„Oh dubidu… Ich wär‘ so gern wie du uh uh…“ Ach, was werden wir da gleich nostalgisch, wenn wir an das Dschungelbuch denken. Der Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1967 ist nach wie vor einer der beliebtesten Disneyfilme aller Zeiten. Jetzt gibt es ein Realfilm Remake in 3D, das nicht ganz so fröhlich ist.

Das Menschenkind Mogli (Neel Sethi) wird im Dschungel ausgesetzt und von einem Rudel Wölfe erzogen. Dem Tiger Shir Khan (Originalstimme von Idris Elba) passt es überhaupt nicht, dass ein Mensch in seinem Dschungel lebt und möchte Mogli deshalb töten. Der Panther Baghira (Sir Ben Kingsley) macht es sich deshalb zur Aufgabe Mogli zu einem Menschendorf zu begleiten. Auf dem Weg dorthin treffen die beiden auf einige Herausforderungen, wie die hinterlistige Schlange Kaa (Scarlett Johansson) oder King Louie (Christopher Walken) und auf altbekannte Freunde wie den knuffigen Bären Balu (Bill Murray).

 

Wie man also schon sehen kann, ist The Jungle Book in der Originalsprache überhäuft mit Stars, die ihren Job hervorragend machen. Besonders Idris Elbas Stimme macht Shir Khan um einiges bedrohlicher, als er bereits optisch wirkt. Auch Balu könnte mit Bill Murray gar nicht besser synchronisiert werden. Doch das größte Lob geht an den 12-jährigen Neel Sethi, der für seine erste Filmrolle eine Leistung dargebracht hat, die ihresgleichen sucht. Zwar ist die Rolle des Moglis nicht unbedingt anspruchsvoll, jedoch muss man bedenken, dass er der einzige Mensch in dem ganzen Film ist. Sprich, all seine „Filmpartner“ waren während des Drehs blaue Puppen und somit konnte sich Neel nie an seinen Schauspielkollegen orientieren, beziehungsweise von ihnen etwas lernen. Davor ziehen wir unseren metaphorischen Hut!

Äußerst faszinierend ist die Animation der Dschungeltiere. Diese kommt von dem Oscar Gewinner Andy Jones, der 2009 mit der Animation von Avatar die ganze Welt begeistert hat. Shir Khan wirkt noch realistischer als Richard Parker aus Life of Pi und Baghira könnte genauso gut ein echter Panther sein. Bis auf Balu wurden alle Tiere so perfekt und real gestaltet, dass man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Balu wurde lediglich ein bisschen kinderfreundlicher animiert, jedoch ebenso wunderschön.

Regisseur Jon Favreau hat die Geschichte etwas düsterer gestaltet, als wir sie kennen. Das ist zwar eine gute Idee, jedoch scheiterte die Umsetzung ein wenig, da der Film nun weder Fisch, noch Fleisch ist. Für einen Kinderfilm ist the Jungle Book etwas gar zu düster, für einen Erwachsenenfilm jedoch zu kindlich. The Jungle Book ist deshalb absolut gerechtfertigt erst ab 12 Jahren freigegeben. Fehl am Platz wirken jedoch die mehr oder weniger zwanghaft eingebauten Lieder. Zwar wurden nur die zwei beliebtesten Lieder von Balu und King Louie mit teilweise geänderten Texten, jedoch sind die auch schon zu viel. Vor allem der Song von King Louie zerstört die Stimmung etwas.

The Jungle Book ist ein gelungener Abenteuerfilm mit der wahrscheinlich realistischsten Animation, die man bisher erleben durfte. Normalerweise nerven mich 3D Filme, jedoch hat the Jungle Book mit seinen Effekten absolut überzeugt. Ein Film, der die Erwachsenen unter anderem auch aus nostalgischen Gründen unterhält und die Kinder (wenn sie nicht zu jung sind) mit einer tollen Spannung und den liebevollen Charakteren auf jeden Fall begeistern wird.

Kinostart: 14. April 2016
Genre: Abenteuerfilm
Regisseur: Jon Favreau
Cast: Neel Sethi, Bill Murray, Sir Ben Kingsley, Idris Elba
Land: USA
Dauer: 105 Minuten
Filmverleih: The Walt Disney Company
Für Fans von: Avatar, Tarzan

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