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Top 5: Binge Watching – wovon ich einfach nicht mehr loskomme

Top 5: Binge Watching – wovon ich einfach nicht mehr loskomme

Damals vor einer halben Ewigkeit – oder vor guten 12 Jahren – als O.C. California im Free TV lief, war es von Woche zu Woche ein Graus, auf die nächste Folge zu warten. Von Binge Watching keine Rede. Mit überdimensionalen Cliffhangern haben uns die Bewohner von Orange County in die restliche Woche entlassen, immer mit einem großen Fragezeichen über dem Köpfchen. Einzige Konstante: Seth Cohen ist einfach megacool. Die Mädchen waren verliebt in ihn und für die Burschen war es wohl der erste, echte Boycrush.

Heute schaut das Leben ein bisschen anders aus. Walter White ist unser Kumpel an düsteren Nachmittagen, wir solidarisieren uns an unseren schlechten Tagen mit Joffrey Baratheon und mit Jessica Day vergleichen wir uns, wenn wir mal wieder den „Vogel abschießen“. Und das alles nur, weil wir das große Glück haben, mit Flat Rate und Anbietern wie Netflix eine ganze Staffel am Stück anschauen zu können. Oder eine ganze Serie. Innerhalb einer Woche. An einem Wochenende. Dafür hat man sich das supertrendy klingende Wort „Binge Watching“ ausgedacht, das bezüglich der Aktualität schon wieder von „Netflix and Chill“ abgelöst wurde. Oder bin ich damit auch schon wieder out? Dazu aber ein anderes Mal. Denn mit den folgenden fünf Serien ist echt keine Zeit mehr, sich über Wortspielereien Gedanken zu machen.

Binge Watching vom Feinsten

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The Killing

Detail am Rande: Amerikanisches Remake einer skandinavischen Serie – aber trotzdem genial!

Am eigenen Leibe habe ich das Phänomen „Binge Watching“ mit The Killing erlebt. Ich wusste sofort, es gibt kein Heilmittel dagegen. Die einzige Lösung: Weiterschauen. Eine Folge geht noch. Eine haben wir immer noch geschaut. The Killing ist eine dieser vermisstes-Kind-Serien, die dich fesselt, deine Augen aufspreizt und vor dir abläuft – am besten 24 Stunden am Stück. Mit Charakter-Hauptfiguren, einem unglaublich guten Soundtrack und einer Storyline, die sich sehen lassen kann.

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Prison Break

Detail am Rande: Über 10 Jahre alt – reift wie ein Wein!

Eine kompletttätowierte Testosteron-Bombe lässt sich hinter Gittern einquartieren – natürlich um seinen grenzgenialen Plan, seinen inhaftierten Bruder herauszuholen, in die Realität umzusetzen. Um sich an Klischees zu bedienen: Die Männer bekommen heiße Action und die Frauen heiße Bodies. Fiese Kumpanen und korrupte Gefängniswärter inklusive. Tatsache ist aber: Die Serie geht mit den 22 Folgen der ersten Staffel so fließend hinunter, wie eine Tafel Noisetteschokolade an heißen Sommertagen auf der Zunge zerfließt.

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Arrested Development

Detail am Rande: Von Kritikern verehrt – dank Online-Petition verlängert

Auch alles andere als die brandneue TV-Serie, aber fünftausendmal lustiger als jede Sitcom, die auf ORF, ProSieben und Co. wiederholt wird. Der Plot klingt auch nicht überdrüber – verrückte Familie, deren Unternehmen samt Ruf wieder aufgebaut werden muss, weil das Familienoberhaupt auch im Knast sitzt. Wesentlich ist aber der feinartige Humor, der alles und jeden durch den Kakao zieht. Ein bisschen Schmäh von Scrubs, ein bisschen etwas von Family Guy aber vor allem viel, viel, viel eigensinnige Spaßmache. Inklusive Auf-den-Arm-nehmen vom Produktionsland Amerika. Amerikas Bewohner fanden diesen Humor gar nicht so lustig, und katapultierten die Sendung aufgrund schlechter Einschaltquoten ins „Wir produzieren jetzt viel weniger Folgen als geplant“.

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Making A Murderer

Detail am Rande: Ja, wir wissen auch nicht, ob er’s nun war oder nicht!

Ja, ich wollte auch mal kurz reinschauen und starrte zehn Stunden später völlig verwirrt in den Fernseher. Eine zehnteilige, cineastisch aufbereitete Dokumentation über den Fall von Steven Avery, der zuerst 18 Jahre unschuldig in Haft war, und später für einen anderen Mord ins Kittchen kam. Irgendwie scheine ich auf Gefängnis-Stories zu stehen, kommt mir gerade. Naja, egal, Fakt ist: Avery plädiert auf „nicht schuldig“. Was die Serie so interessant macht, ist nicht unbedingt die Frage, ob er es ist oder eben nicht – sondern vielmehr die Herangehensweise von Polizisten, Anwälten und dem Gericht. Denn: Wo kommen diese Beweisstücke plötzlich her? Wieso ist da kein Blut? Wieso ist da plötzlich doch Blut? Am Ende fürchtet man sich einfach grässlich. Vor allem am Ende dieser einen Folge. Ihr werdet schon wissen, welche ich meine…

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Pretty Little Liars

Detail am Rande: Denkt man, die Storyline ist zu Ende – dreht sich alles wie im Wind!

Der Plot ist einfach: Gossip Girl, gepaart mit ein bisschen Mystery und Action. Denn in Pretty Little Liars geht’s um ein paar fesche High School Mädels, die zwar noch minderjährig sind, sich aber trotzdem wie 30-Jährige kleiden und teure Schlitten fahren. Die unsichtbare Kraft dieser Person, die alle verfolgt, immer alles weiß und verschlüsselte Nachrichten schickt – die ist in Pretty Little Liars genauso wichtig, wie in Gossip Girl. Nur eben in böse. Klingt nach einer absoluten Girly-Serie? Wer auf hübsche Mädels, Spannung und heftige Cliffhanger steht, ist hier definitiv richtig!

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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