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Uncharted 4 – A Thief’s End im Test

Uncharted 4 – A Thief’s End im Test

Nathan Drake ist bereit für sein bisher größtes Abenteuer. Mit neuer Hardware als Rückenwind und komplett überarbeiteter Grafik-Engine kehren Nate, Sully und Elena zurück auf die PS4. Doch hat Naughty Dog mit Uncharted 4 das Rad wieder neu erfunden?

Die Uncharted Serie gehört in jede Spielesammlung von PS4-Gamern. Punkt. Nathan Drake machte sein Debüt auf der PS3 und sorgte mit der überragenden Grafik und der hollywoodreifen Story stets für positive Berichterstattung und setzt die Latte im Action-Adventure für zukünftige Titel sehr hoch. Das hat sich diesmal nicht geändert und so macht Nate, spät aber doch, seinen Auftritt auf der PS4. Und der kann sich sehen lassen!

A Thief’s End

Der Spieler findet Nate als langweiligen Flusstaucher wieder, der altes Gut aus Gewässern holt und somit seinen Lebensunterhalt verdient. Gemeinsam mit seiner großen Liebe Elena versucht er ein normale Leben zu führen. Doch Nathan fühlt sich nicht erfüllt in seinem 0815-Job und spätestens als sein verschollener Bruder Sam auftaucht und ihm von der Schatzsuche ihres Lebens erzählt, geht es wieder quer um die Welt, um den Piratenschatz von Henry Avery zu finden.
Von Irland bis Madagaskar dürfen die wunderschönen Strände, Märkte und Landschaften bewundert werden. Doch viel Zeit bleibt nicht, denn Action wird auch im vierten Teil der Uncharted-Saga groß geschrieben.
Wer aber ein bisschen mehr Zeit investiert und sich die Details des Spiels genauer ansieht, der wird merken, warum Naughty Dog so viel Mühe in dieses Spiel gesteckt hat. Lichtreflexe spiegeln sich korrekt in Fensterscheiben, Regenwasser tropft von den Gesichtern und die Physik, die Steine zum Rollen bringt, könnte von Gott selbst stammen.
Auch die Veteranen des Motion-Capturings Nolan North, Troy Baker und Laura Bailey sind längst Inventar bei Naughty Dog geworden und haben alles daran gesetzt, dass Uncharted 4 mehr wie ein Film wirkt, als ein Videospiel.

Die Kugeln fliegen tief in Marokko

Die Kugeln fliegen tief in Marokko

Band of brothers

Die Story spielt einige Zeit nach dem dritten Teil des Spiel-Epos und Naughty Dog bleibt seinen Wurzeln treu. Hollywoodreife Story über einen verborgenen Schatz, eine Beziehung zwischen zwei Brüdern und ein Drama, dass die Spieler mitreißen soll.
Die Abwechslung zwischen Action, interessanten Dialogen und Sprung/Rätsel-Passagen ist wunderbar abgestimmt und zu keiner Zeit kommt Langeweile auf. Man wird als Spieler vor einem Film gesetzt, bei dem man oft selbst eingreifen muss um weiterzukommen. Diese Symbiose funktioniert perfekt und machen Uncharted 4 prinzipiell zu einem der besten Games auf dem Markt.
Doch der Schein trügt, denn wer die letzten Teile gespielt hat (um in der Story nicht hinterherhinken zu müssen) , der erkennt schnell viele Szenen aus alten Teilen wieder. Auch Gameplay-technisch hat sich nicht viel getan. Nate und Sam bekommen für die noch komplexere Umgebung ein Seil, mit dem sie sich von Klippe zu Klippe schwingen können, um dem Spieler noch mehr Adrenalin in den Körper zu pumpen.
Da Nathan (so gut wie) zu jeder Zeit mit anderen Charakteren auf der Schnitzeljagd nach dem Schatz von Avery ist, wäre es hier doch sinnvoll, das ganze Game im Koop-Modus anbieten zu können. So könnten Sam, Sully oder Elena als zweiter Spieler agieren um die Rätsel gemeinsam lösen zu können. Doch stattdessen gibt es den von vielen geliebten Foto-Modus, in dem viele verschiedene Filter und Kameraeinstellungen für neue Desktop-Hintergründe bei den Spielern sorgen.

uncharted4

Nate und Sam stürzen sich in das Abenteuer ihres Lebens

Fazit

Natürlich ist Uncharted 4 das zur Zeit bestaussehendste Spiel auf der Playstation 4. Viele Action-Games werden sich diesen Titel als Vorbild nehmen und versuchen, Naughty Dog die Position auf Platz 1 zu stehlen. Der Flow des Spiels ist einfach perfekt abgestimmt und Spieler können sich sofort in die Story vertiefen. Doch so gut wie es sich spielt, so einfach ist es auch. Man muss sich schon blöd anstellen, um bei den Sprung- und Kletterpassagen wirklich zu sterben und die KI ist selbst auf hohem Schwierigkeitsgrad nicht sehr anspruchsvoll. Uncharted 4 ist, wie der Rest seiner Serie, ein Hollywood-Actionschinken zum selber spielen. Wer bis zum Schluss sitzen bleibt, der wird sogar die ein oder andere Träne vergießen müssen, wenn man den Epi(schen)log spielen darf und weiß, dass Nathan Drake, wie von den Entwicklern bereits angekündigt, hier sein fulminantes Abenteuer beendet.

Release Date: 10.05.2016
Plattform: PS4
Genre: Action Adventure
Publisher: Sony Computer Entertainment

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