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X-Men: Apocalypse – Filmkritik

X-Men: Apocalypse – Filmkritik

Vor gut sechzehn Jahren lieferte Bryan Singer den grandiosen Auftakt eines Franchises, und hat somit einen Meilenstein für Comicverfilmungen gelegt. Doch mit seiner nun vierten X-Men-Verfilmung begibt sich Singer auf ein etwas anderes Niveau – zumindest laut Kritikern. Aber ist X-Men: Apocalypse tatsächlich ein solcher Flopp, oder handelt es sich lediglich um das Gejammer unbefriedigter Marvel-Fans?

Der neueste X-Men-Streifen schließt nur wenige Jahre nach den Geschehnissen von X-Men: Zukunft ist Vergangenheit an. Professor X hat endlich seine Schule für quasi überbegabte Jugendliche gegründet, während Mystique durch die ganze Welt reist und einen Mutanten nach dem anderen rettet. Magneto wurde mittlerweile sesshaft, und genießt sein Leben inkognito mit Frau und Kind. Selbstverständlich wäre ein neuer X-Men-Film nichts ohne eine noch viel schlimmere Bedrohung als die vorherige. Mit Apocalypse erwacht nach tausenden von Jahren der mächtigste Mutant der Welt, und startet erneut seine globale Einnahme. Nun liegt es in der Hand der X-Men, den selbsternannten Gott zu bezwingen.

Storytechnisch bietet X-Men: Apocalypse definitiv nicht das Gelbe vom Ei. Der Kampf zwischen guten und bösen Mutanten spielt sich in so jedem Film des Franchises ab. Aber wieso sollte etwas, das sich über die Jahre bewährt hat, nicht auch jetzt wieder funktionieren? Marvel-Verfilmungen waren schon immer etwas schwach, wenn es um Story und vor allem deren Struktur ging. X-Men: Apocalypse schafft es dennoch mit einem relativ langsamen – und bedauerlicherweise etwas zu langen – Handlungsaufbau auf einen eposalen Showdown hinzusteuern. Der finale Kampf ist mehr als nur ein emotionales und actiongeladenes Feuerwerk. Mit der Präsentation unterschiedlichster Charaktere und deren Fähigkeiten wird dem Zuseher nicht nur das Herz vor Spannung bis zur Kehle schlagen, es verschlägt einem auch noch die Sprache bei der grandiosen Optik, die einem geboten wird.

X-Men: Apocalypse ist auf jeden Fall einer der wenigen Filme, bei denen es sich auch lohnt zur 3D-Brille zu greifen. Durch die unglaubliche Darstellung diverser Mutantenkräfte werden auch Feinde des neuen Kinos die Augen weit aufreißen. Fans der gleichnamigen Comics könnten unter anderem ihre Freude bei der Auswahl an unterschiedlichen Mutanten haben, da man nun endlich einen Einblick in das Leben einiger der beliebtesten X-Men wie Jean Grey, Nightcrawler, Storm und vielen anderen erhält. Jemand, der allerdings relativ wenig mit dem Franchise anfängt, könnte bei der gewaltigen Anzahl von Charakteren etwas überfordert sein. Jedoch muss man den Cast der neuen und X-Men wirklich loben. Mit Sophie Turner, vor allem durch ihre Rolle der Sansa Stark aus Game of Thrones bekannt, als Jean Grey alias Phönix, und Männertraum Olivia Munn als Psylocke haben Fans nicht nur wunderschöne Frauen sondern auch überaus passionierte Darstellerinnen für zwei der populärsten Mutanten gewonnen.

Der neueste Streich des X-Men-Veteranen Bryan Singer mag uns vielleicht eine etwas zu simple und in die Länge gezogene Geschichte vor die Nase setzen. Jedoch kann man sich getrost in seinen Kinosessel werfen, Popcorn reinschaufeln und ohne anstrengende Konzentration zweieinhalb Stunden Marvel-Unterhaltung auf sich wirken lassen. Ob einem das gefällt, ist selbstverständlich Geschmackssache. Aber – um es mal offen und ehrlich zu sagen – mir hat’s daugt.

Kinostart: 19. Mai 2016
Genre: Action, Fantasy
Regisseur: Bryan Singer
Cast: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Oscar Isaac
Land: USA
Dauer: 144 Minuten
Filmverleih: 20th Centure Fox
Für Fans von: The Avengers, Deadpool, The Amazing Spider-Man

7 von 10 Punkte

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