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A Day To Remember: „Es ist okay, wenn Fans unsere Musik nicht mögen.“

A Day To Remember: „Es ist okay, wenn Fans unsere Musik nicht mögen.“

Vor ihrem Konzert im Wiener Gasometer hatten wir die Gelegenheit, mit Sänger Jeremy Mckinnon und Gitarrist Neil Westfall von A Day To Remember ein kurzes Interview zu führen. Als großer Fan der Band stellte ich natürlich nur die wirklich wichtigen Fragen: Was halten sie von Fantattoos? Und von Covervideos auf YouTube?

Ja, für mich ging an diesem Tag wirklich ein Traum in Erfüllung. Seit 2009 ist A Day To Remember meine absolute Lieblingsband. Nervös und aufgeregt fuhr ich zum Gasometer. Nachdem das Interview kurzfristig vom ADTR-Tourmanager Marvin verschoben wurde, hatten meine Chefredakteurin Aylin und ich sogar noch Gelegenheit, ein wenig von Neck Deep zu sehen! Dann war es so weit, wir wurden vor der Bühne abgeholt und backstage geführt.

Marvin bat uns, in einem kleinen Raum Platz zu nehmen, in dem ein Berg an Tellern, Gitarren und anderes Equipment stand. Die Jungs hatten sogar eine PlayStation 4 mit einem Bildschirm dabei! Da staunte ich nicht schlecht! Bis Jeremy und Neil den Raum betraten, dachte ich, dass meine Nervosität weg sei – aber kaum ging die Tür auf, musste ich ganz schön schlucken. Als wir dann alle saßen und ich ein paar Mal tief durchatmete, war dann aber alles total entspannt und echt cool!

Hallo ihr beiden und willkommen in Wien. Wie findet ihr die Stadt?
Neil:
Es ist eine coole Stadt. Wir waren schon oft hier und es ist schön zu einem Ort zurückzukehren, an dem du schon viel Zeit verbracht hast und du siehst, wie er sich verändert hat!

Für euch gibt es ja sicher einige solcher Orte, tourt ihr ja immer wieder um die Welt. Wo spielt ihr denn besonders gern?
Neil:
Ich mag es, in Australien zu spielen, Brisbane und Melbourne zum Beispiel. Tokyo ist auch sehr schön, obwohl die Shows in Tokyo nicht so groß sind. Aber ich mag es, dort zu spielen und Orte zu bereisen und sie erkunden.

Für viele eurer Fans ist A Day To Remember nicht nur eine Band. Sie teilen mit euch viele spezielle Momente und Lebensphasen, dadurch entsteht bei einigen eine spezielle Bindung, die manchmal sogar unter die Haut geht. Wie steht ihr zu Fantattoos?
Neil: Es ist manchmal wirklich verrückt, dass sich Fans ein Tattoo deiner Band machen lassen. Das ist etwas fürs Leben, und dass jemand deine Band so sehr mag, dass er sich ein Tattoo stechen lässt, ist wirklich fantastisch!

Nach dieser Frage musste ich ihnen natürlich mein persönliches A Day To Remember-Tattoo zeigen und zu meiner großen Freude waren sie begeistert davon!

Seit ich A Day To Remember kenne, möchte ich euch diese eine Frage stellen: Wen stellt die Person auf allen A Day To Remember Albumcovern dar?

Noch bevor ich meine Frage zu Ende stellen konnte, lachte Jeremy schon.

Neil: Die Person ist Ken Griffey Jr.. Er bedeutete uns viel, als wir aufwuchsen.
Jeremy: Ja, das stimmt! Er ist ein US-amerikanischer Baseballspieler.
Neil: Wir wollten eigentlich Baseballspieler werden, doch dann fanden wir heraus, dass wir lieber eine Band gründen wollen. 
Aber trotz allem ehren wir Ken Griffey Jr. damit! (lacht)

Als euer aktuelles Album Bad Vibrations herauskam, konnte ich viele Kommentare lesen in denen stand, dass ihr euren Musikstil geändert habt. Würdet ihr dem zustimmen?
Neil: Ich denke, dass die Leute die so etwas sagen, unsere bisherige Musik gar nicht kennen. Ich bin nicht der Meinung, dass wir uns so stark verändert haben!
Jeremy: Ich bin derselben Meinung. Wir machen Musik, die uns etwas bedeutet. Wir schreiben sie für uns selbst und nicht für die Fans, somit ist es okay, wenn sie es nicht mögen!

Auf Youtube findet man zu fast jedem eurer Songs ein Cover. Gesangs-Cover, Gitarren-Cover, Bass-Cover und auch Schlagzeug-Cover. Schaut ihr euch ab und zu solche Videos an?
Neil: Ja, klar schauen wir uns manchmal welche an. Ich fand sogar einige gute Gitarren-Cover! Da gibt es auch einen Typen mit einem Pizza-Onesie – er hat ein echt tolles Vocal-Cover von Right Back At It Again gemacht. Wir haben ihm ein Merch-Paket zukommen lassen, um ihm zu zeigen, dass wir schätzen, was er gemacht hat!
Jeremy: Auf jeden Fall! Wir versuchen es so oft es geht, welche zu sehen.

(Dieses auch optisch wunderschöne Video solltet ihr euch auf jeden Fall ansehen: Klick.)

Um mich für den heutigen Abend einzustimmen, hörte ich die letzten Tage natürlich ganz viel A Day To Remember. Dabei stieß ich des Öfteren auf euer Champagne Supernova Cover von Oasis. Wieso spielt ihr den Song nur akustisch?
Jeremy: Es war eigentlich nur zum Spaß. Kevin spielte auf einem Konzert Mal irgendeinen Song, den er im Kopf hatte – das war eben Champagne Supernova. Seitdem machen wir das ab und zu, da der Song sehr gut bei den Leuten ankam.
Neil: Wir machen es ja erst seit ein paar Monaten, also noch nicht sehr lange. Since U Been Gone war eigentlich auch nur als Scherz gedacht, jedoch kam der auch so gut an, dass wir ihn auf unser Album gepackt haben.

Also können Fans noch auf eine Harcore-Version von Champagne Supernova hoffen? Since U Been Gone war mit über zehn Millionen YouTube-Klicks ja sehr erfolgreich.
Neil: Daran dachten wir noch gar nicht, ehrlich gesagt.
Jeremy: Nein, daran haben wir wirklich noch nie gedacht.
Since U Been Gone und Over My Head von The Fray sind bis jetzt unsere einzigen Coversongs. Allerdings haben wir vor einiger Zeit über ein neues Cover gesprochen – dafür brauchen wir aber den richtigen Song, um das noch mal zu machen. Champagne Supernova wird es aber vermutlich nicht.

Na dann halten wir die Augen und Ohren offen und sind gespannt, was ihr da macht. Vielen Dank für eure Zeit!

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Robert Reischütz
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