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Band des Monats Jänner – We Blame The Empire

Band des Monats Jänner – We Blame The Empire

We Blame The Empire aus Vöcklabruck ist unsere Band des Monats Jänner 2017. Zwei Jahre hat die junge Metalcoreband nun an ihrem Debütalbum These Waves Won’t Take Me gearbeitet. Wir trafen die sympathischen Burschen Borsti, Moli, Prilli und Dominik vorab zum Interview und sprach mit ihnen über ihr Album, ihre Sichtweise auf die österreichische Musikszene – und warum ihre Omas ihre Musik hören. 😀

We blame the Empire – das Interview

Hallo ihr Lieben! Sagt mal, wie kommt ihr auf euren Bandnamen, was bedeutet der?
Moritz: Der hat eigentlich nicht so viel Bedeutung, wie es sich am Anfang anhört. Der ist mir einfach eines Tages so eingefallen. Da war eben wieder ziemlich viel in den Medien, so wie es jetzt gerade auch ist, dass auf der Welt so zugeht und der eine macht den dafür verantwortlich. Der Nächste wen anderen, und irgendwie ist mir dann so eingefallen, We Blame The Empire – wär eigentlich ein cooler Bandname, so ist es zum Namen gekommen.

Am 21.01.17 erscheint euer erstes Album. Wie schlimm ist es mit der Nervosität mittlerweile?
Dominik: Es ist eigentlich mehr Vorfreude als Nervosität..
Sebastian: Nervosität vielleicht mehr in dem Sinn, weil viele Tracks das erste Mal live gespielt werden, wir proben natürlich, dass das alles passt… aber ja, es ist mehr Vorfreude als Nervosität.

Wie bereitet ihr euch auf so einen wichtigen Gig wie euren CD-Release vor? Gibt es da ein Geheimrezept?
Sebastian: Viel trinken. (alle lachen)
Moritz: Schön wär’s!
Lukas: Viel proben, soviel wie es geht, am Besten in den Ferien jeden zweiten, dritten Tag.
Sebastian: Wenn wer Ferien hat.
Lukas: Ja oder am Abend, da müssen die anderen nach der Arbeit reinbeißen.

Wie würdet ihr eurer Oma eure Musik erklären?
Moritz: Meine Oma steht auf unsere Musik. Die hat das sogar Mal mit den anderen Omas das im Auto drin gehabt! (alle lachen) Die schaut sogar teilweise jede Woche auf YouTube, weil das packts, da kennt sie sich aus, und schaut auf We Blame The Empire ob da wieder was Neues da ist. Das zieht sie sich dann rein.

Ihr habt nur einen Gitarristen. Würdet ihr sagen, dass das live ein Problem ist? Wie geht ihr damit um, ist ja auch eine Person weniger auf der Bühne die Show macht?
Sebastian: Für uns war es am Anfang ein wenig komplizierter, weil wir die zweite Gitarre auch einspielen. Jetzt waren da viele technische Sachen, die wir dazulernen mussten, aber nach den zwei Jahren, die wir jetzt live spielen, haut das sehr sehr gut hin. Wir möchten es eigentlich nicht missen, weil jeder viel dazugelernt hat und seinen Platz kennt. Jeder von uns schon einmal in einer Fünfer Formation (As God Created und Earthrotten) gespielt, und es ist teilweise hektischer und jetzt kann man das wirklich schön machen, mit einer gezielten Bandperformance. Wobei wir da jetzt nicht wirklich was choreografiert haben. Es schaut einfach ordentlicher aus.

Wie schaut bei euch das Songwriting aus?
Moritz: Songwriting funktioniert so, dass ich meistens mit Ideen ankomme mit Melodien, Riffs oder was auch immer. Teilweise schon aufgenommen, teilweise nur mal Ideen oder aufgeschrieben oder in Programm eingegeben. Dann setzen wir uns gemeinsam hin, zum Teil auch mit unserem Produzenten Stefan Eberl (Kill the Lycan) und dem Ganzen eine Struktur verpassen, dass das einen roten Faden hat und dass alles miteinander so funktioniert, wie es funktionieren soll in einem fertigen Song. Die Texte schreibt zur Hälfte Borsti (Sebastian), Prilli (Lukas) hat einen Text am Album geschrieben und ich auch ein paar.

Woher nehmt ihr die Themen für eure Texte?
Moritz: Relativ unterschiedlich, viel aus persönlichen Geschichten und Erfahrungen.
Sebastian: Und auch sozialkritische Themen, wo man sagt, das geht mich etwas an, man hört’s die ganze Zeit und will es dann einfach niederschreiben. Man will sich einfach von der Seele schreiben, was für einen absolut nicht passt und wie es teilweise abläuft, dass wir zur Revolte aufrufen mit unseren Songs.

 

Was ist euer persönlicher Lieblingssong vom Album?
Sebastian: Also von mir aus gesehen definitiv Asylum. Es ist der einzig wirklich fiktive Text, aber der schiebt einfach, dass nur so kracht.
Moritz: Ich kann’s echt nicht sagen
Lukas: Ich finde es auch schwierig, jeder Song hat so seine Stärken und seine guten Parts drin und deswegen ist es schwierig zu sagen – es hängt auch voll von der Stimmung ab.

Welchen spielst du live am Liebsten?
Lukas: Wir viele Songs noch nicht live gespielt, aber Still Near ist schon einer von meinen Liebsten zum Spielen.
Dominik: Ich hab auch keinen Lieblingssong, bin mit dem Album so wie es ist, sehr zufrieden, bin stolz drauf. Live spiel ich auch den Still Near am Liebsten.
Moritz: Es gibt halt so die Songs, wennst den Text dazu geschrieben hast, dann bedeutet der in dem Sinn mehr, das sind dann die persönlichen Geschichten, von denen wir geredet haben. Still Near und Follow Me Into The Ocean sind meine zwei Songs, wo ich das meiste vom Kopf und Herzschmerz reingesteckt hab.

Eure ersten Auftritte hattet ihr direkt mit Szenegrößen wie Kill The Lycan oder All Faces Down. Und auch sonst wirkt ihr sehr durchdacht. Passieren euch die Dinge oder habt ihr einen Masterplan, den ihr verfolgt?
Dominik: (teuflisches Lachen) Ja! Wir wollen sehr wohl auf den großen Bühnen in Österreich und Deutschland spielen und wir sind gespannt auf das nächste Jahr. Wir sind zuversichtlich, dass wir viel spielen.
Sebastian: Der Vorteil war, dass wir mit den Größen der Szene früher bereits gespielt hatten, wir kannten viele Leute bereits, weil wir alle jahrelange Live- und Banderfahrung haben, und natürlich kennt man dann schon Leute und man tut sich dann ab und an leichter, dass man zu gewissen Konzerten kommt. Und indem wir selbst auch veranstalten, kriegt man vielleicht grad zu Beginn leichter die Möglichkeit, dass man mit größeren Bands spielt.
Dominik: Was es voll bringt – durch Gigaustausch kommst halt sehr viel herum.

Euer größter Fail auf einer Bühe?
Sebastian: (lacht) Wurmfestival 2015. Das war das letzte Wurmfestival und wir haben das erste Mal gespielt. Wir hatten von Bonnie Tyler Holdin Out For A Hero einspielen lassen, wir dachten uns, wir hauen dann gleich voll den Breakdown drauf. Das mit dem Lied hat auch hingehauen, aber Prilli hat die ganze Zeit geschrien: „Nein, Stop“. Wir stehen auf der Bühne mit Sonnenbrillen und fühlen uns voll cool – und dann können wir nicht anfangen! Prilli hatte keinen Click, also haben wir es probiert und probiert und beim dritten Mal hat es dann gepasst. Der einzige Fehler war, dass der Stecker vom Kopfhörer draußen war und er einfach nichts gehört hat. Also wirklich eine Kleinigkeit.

Ihr bringt demnächst eure erste Single Broken Home raus, diese ist in Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd entstanden. Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Lukas: Ich kenne Bernhard Sonnberger von Sea Shepherd und hab mich mit dem mal zusammen geredet auf einer Infoveranstaltung. Später haben wir gemeinsam den Text gemacht, zu dem wir eigentlich ein Lyric-Video machen wollten. Durch eine Vergrößerung des Teams haben wir die Idee dann zu einem richtigen Musikvideo ausgebaut. Jeder hat seine Ideen reingebracht, umso besser ist es geworden.

©christine cizek

© Christine Cizek

 

Was würdet ihr einer jungen Band raten, die jetzt anfängt, Musik zu machen – wie geht man’s am Besten an?
Dominik: Keine Bandcontests.
Moritz: Nein das würde ich nicht sagen, das braucht man am Anfang vielleicht.
Sebastian: Ganz am Anfang. Man sollte schauen, dass man mit so vielen anderen Bands Kontakte knüpft, wie es geht. Wenn man Connections hat, kann man sich so viel Hilfe von anderen Bands holen, man kann sich so viel unterstützen. Grad in der Metalszene sind die Bands gut vernetzt, wenn man dranbleibt und sich Kritik, die da kommt, zu Herzen nimmt. Dann kann es sehr schnell bergauf gehen!

Welche österreichischen Bands sind eure Favoriten?
Sebastian: Sensylis. (Die ganze Band nickt zustimmend.)
Moritz: Aber die gibt’s leider nicht mehr. Ich hab das Album grad wieder im Auto drinnen
Sebastian: Aber auch Kill the Lycan und All Faces Down – grad deren neues Album.
Moritz: The Sorrow, das sind unsere Überheroes in Österreich.
Sebastian: Aber es gibt auch so viele coole andere Bands: Cannonball Ride. Oder In this Temple aus Graz. Was die aufgenommen haben, hat voll den coolen eigenen Stil, aber leider kommen die nicht so recht raus.

Gibt es etwas, was ihr beim nächsten Album anders machen würdet?
Moritz: Definitiv, da gibt es vieles. Das war erst der Anfang eines langen Lernprozesses.
Moritz: Wir haben zwei Jahre für das Album gebraucht und da gibt’s einiges, wo wir sagen, dass sollten wir nächstes Mal anders machen. Das ist auch wichtig. Es wird vermutlich jedem Musiker immer so gehen.
Sebastian: Ich finde, das hört man beim Album, und das soll auch so klingen. Man kann, nicht das erste Album raushauen und sagen, dass man auf Bring me the Horizon-Level ist. Man hört einfach den Lernprozess in den Songs und es klingt fett, wenn ich das so sagen darf. Das nächste Album wird anders, wir werden wieder dazulernen und an uns arbeiten, wer weiß, was die Zukunft bringt.

Auf was dürfen wir uns nach dem Release freuen? Was passiert 2017?
Moritz: Viele Liveshows und schon wieder arbeiten am zweiten Album, Videos und so weiter.
Dominik: Nach dem Release ist vor dem Release, oder?

Wollt ihr noch was los werden?
Sebastian: Österreichische Bands, supportet euch untereinander! Bleibt geil und kritisiert nicht zu viel an anderen Bands rum. Man soll sich unterstützen und nicht fertigmachen!
Moritz: Man solls vor allem selber besser machen, bevor man andere kritisiert und schlecht macht.
Sebastian: Ja, man sollt sich gegenseitig unterstützen, zueinander lieb sein. Liebe Liebe Liebe.
Sebastian: Zuerst gescheit lieb sein und dann gescheit ficken.

Na das ist eine Ansage. Danke für das Interview, Burschen! Und viel Erfolg mit dem Debütalbum!

Am 21. Jänner stellen We Blame The Empire ihr neues Album im OKH Vöcklabruck und am 27.1. beim legendären Addicted to Rock im U4 in Wien vor.

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