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Band des Monats Juli – Ramon Miles

Band des Monats Juli – Ramon Miles

Ramon Miles ist unser Band des Monats Juli. Seit 2015 spielt sich der ehemalige Frontmann der Poppunk Band Thirteen Days als Singer & Songwriter in das Herz des Publikums. Ob Solo im Pub oder mit seiner Band The Wise Monkeys im Gepäck, Ramon Miles´ Songs sorgen für Stimmung und Berühren.  Im Juni 2017 erschien mit Imagination die erste Singleauskopplung des kommenden Albums Heavy Storms. Wir haben uns mit Roman über sein Projekt, die Arbeit im Studio und seine Zukunftspläne unterhalten.

Ramon Miles – das Interview

Hi Roman! Du bist ja kein unbeschriebenes Blatt in der heimischen Musikszene, einige kennen dich noch als Bandleader von Thirteen Days. Wie kamst du dazu als Soloartist durchs Land zu streifen und woher stammt die Idee für deinen neuen Künstlernamen?
Roman:
Hey! Wo sind die Zeiten? Es kommt mir ehrlich gesagt wie eine gefühlte Ewigkeit vor, dass ich mit Thirteen Days das letzte Mal auf der Bühne stand. Diese Band dürfte aber dem einen oder anderen sicher noch ein Begriff sein. (lacht) Die Idee zu einem Soloprojekt hatte ich schon vor einiger Zeit. Aktiv fing ich 2012 damit an, Akustiksongs zu schreiben. Es waren anfangs immer nur einzelne Passagen und ich hatte diese „Ideen“ immer wieder aufgenommen, aber es nie geschafft, einen vollständigen Song zu basteln. Vermutlich der Band wegen. Im Sommer 2015 kramte ich in alten Schubladen, schnappte mir meine Gitarre und saß plötzlich mit zwei fertigen Songs zu Hause. Der Grundstein war also gelegt – und ohne Scheiß, ich habe zwei Wochen gegrübelt, wie ich das neue Projekt nun nennen soll!

Wenn jemand Ramon Miles noch nie gehört hätte, wie würdest du ihm deine Musik beschrieben?
Roman: „Sehr schwer zu beschreiben, hör’s dir an“ ist meine erste Antwort auf diese Frage. Im Grunde genommen ist es ein guter Mix aus all meinen Einflüssen, die sich die letzten 30 Jahre angesammelt und sich mit der Zeit verschmolzen haben. Ich versuche, mit meinem Sound mich auch nicht festlegen zu müssen. Es ist neben meiner Akustikgitarre von Synthpop bis hin zu härteren Gitarrenriffs alles dabei.

Im Juni erschien deine erste Single Imagination. Wie waren die ersten Reaktionen auf deinen neuen musikalischen Weg?
Roman:
Richtig gut. Ich habe mir relativ wenig erwartet, da das Projekt ja komplett jung ist und es sehr schwierig ist, mit einem neuen Projekt und vor allem mit neuem Sound zu punkten. Ich glaube aber, das ist mir gut gelungen. Meiner Mama gefällts! (lacht) Ich arbeite aber natürlich hart daran, noch viele Menschen auf meine Musik aufmerksam zu machen und freu mich wirklich riesig auf alles, was noch kommt.

Die Message der Single lautet ja „sei du selbst und gibt deinen Träumen eine Chance“. Findest du darin auch deine eigene Lebensphilosophie?
Roman: Definitiv, umsonst hab ich es ja nicht geschrieben. (lacht) Es gibt keinen einzigen Song auf der ganzen Platte (Anm.: Heavy Storms erscheint 2018) der nicht auf autobiografischen Inhalten basiert und einen solchen wird es auch vermutlich nie geben. Ich hatte irgendwann mal begonnen, Songs zu schreiben, um mich selbst zu „therapieren“ und ich finde es nach wie vor die beste Therapie. Jeder Song beschreibt einzelne Phasen meines Lebens, ob gut oder schlecht, ist mit vielen Erinnerungen verbunden und bringt dementsprechend starke Emotionen mit sich. Um genauer auf deine Frage einzugehen: Ich würde es sogar als „Lebenselixier“ bezeichnen. Du solltest nie aufhören zu träumen und alles geben, um deine Träume auch zu verwirklichen. Das Wichtigste dabei ist, du selbst zu sein. Kann mitunter in der heutigen Zeit recht schwierig sein, aber nur so kann man sich selbst immer wieder zurück auf den Boden holen. War auch für mich ein langer Lernprozess.

 

Bei den Studioaufnahmen hattest du Unterstützung des italienischen Musikproduzenten Francesco Catitti. Erzähl doch von der Zusammenarbeit mit ihm!
Roman: „Mann, der Typ ist gut!“, hörte ich öfter von einigen Seiten und ich kann das nur bestätigen. (lacht) Ich kenne ihn nun seit ca. 7 Jahren, wir hatten schon für die zweite Thirteen Days Platte Love, Fear & Fire zusammengearbeitet. Er war auch definitiv die richtige Wahl für mein erstes Soloalbum! Ich wollte meinen Sound mit seinen Einflüssen und bekam das perfekte Ergebnis. Es hat von Anfang an harmoniert auf musikalischer sowie auf persönlicher Ebene, was für mich in puncto Zusammenarbeit ein sehr wichtiger Faktor ist. Anfangs haben wir uns Ideen und so Zeugs gegenseitig geschickt und jeder hat mal angefangen, darauf etwas aufzubauen. Danach haben wir den Großteil der Platte bei mir zu Hause produziert und aufgenommen, Kemper Amp sei Dank. (lacht) Für Drums, Vocals und diversen Schnickschnack sind wir nach Völkermarkt in Unterkärnten zu meinem Freund und Labelchef Manuel Koschu gereist, der ein mega Studio in seinem Keller versteckt. Es war richtig nett da, musste es auch sein, waren wir doch in Summe gut vier Wochen seine Gäste. Wir hatten immer richtig Laune und waren sehr fokussiert, da wir genau wussten, wohin wir wollten. War eine sehr geile Zeit.

Live sieht man dich auch mit deiner Band The Wise Monkeys auf der Bühne stehen. Ist es schwierig, die Songs einerseits Solo und andererseits mit Band zu performen? Wie sehen da eure Proben aus?
Roman: Anfangs war es richtig hart. Da ich Solo die Songs mit einem Looper spiele und mir kleinste Details merken muss und ich dadurch an eine gewisse Struktur gebunden bin, die mit Band natürlich wegfällt. Es ist nach wie vor eine Herausforderung sich jedes Mal aufs Neue darauf einzustellen. Solo ist es organisatorisch mit Sicherheit flexibler, wobei es mit Band natürlich doppelt so viel Spaß macht! Ich hatte letztes Jahr das Glück eine menschlich geile und musikerfahrene Truppe kennenzulernen, die auch richtig Bock darauf hat Musik – und mit mir gemeinsame Sache zu machen. Die Proben sind superlocker und sehr effizient, solange es Bier gibt! (lacht)

Wie sehen die Zukunftspläne von Ramon Miles aus? Auf was dürfen wir uns freuen?
Roman:
Auf das Album natürlich! Ich arbeite gerade mit meinem Label Koschu Music Group an den nächsten Schritten. Es wird im Sommer noch eine zweite Singleauskopplung, sowie einige Akustik/Unplugged Sessions geben. Für Herbst ist eine kleine Tour geplant und der Rest kommt, wie es kommt. Ich freu mich schon sehr darauf.

Danke für das Interview und viel Erfolg weiterhin!

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