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Flashback in die Pubertät: Sum 41 im Gasometer Wien

Flashback in die Pubertät: Sum 41 im Gasometer Wien

Am 04.02.17 durften wir die Kult-Punkrockband  Sum 41 endlich wieder bei uns im Wiener Gasometer begrüßen. Trotz einiger Rückschläge in der Vergangenheit steht Sänger Derick Whibley rehabilitiert und in neuer Frische wieder auf der Bühne und tourt mit seinen Jungs quer über den Globus.

Dank den Supportern Paerish hießen wir die fünf Kanadier schon verschwitzt und gut gelaunt willkommen. Die vierköpfige französische Band machte an diesem Samstagabend den Support für Sum 41. Anfangs gaben sie sich recht zögerlich, da es erst ihr zweites Konzert in Wien war. Aber nachdem sie sich mit den ersten zwei Songs warmgespielt haben, ging es Vollgas weiter: Das Publikum sprang herum und feierte Paerish gebührend!

Vom Sum 41 gab es ab 21 Uhr neben den neuen Songs aus ihrem neuesten Album 13 Voices auch viele Evergreens aus vergangenen Zeiten auf die Ohren: Pieces, Underclass Hero und und und. Derick Whibley gab alles auf der Bühne; von seinen Exzessen, den Abstürzen und dem anschließenden Entzug merkt man nichts. Er brüllte sich die Seele aus dem Leib und gab alles. Man merkte einfach, dass er durch und für seine Fans und die Musik lebt.

Sum-41-Gasomter-Wien

(c) Robert Reischütz

 

Die Stimmung im Gasometer war schnell am Kochen, der Schweiß tropfte förmlich von den Wänden. Auf der Bühne gaben Sum 41 weiter alles – und spielten sogar ein kleines Slayer-Tribut, als Derick Whibley den Gitarristen Dave „Brownsound“ Baksh aufforderte „Metal-shit“ zu spielen: Dave legte sofort mit dem allseits bekannten Raining Blood-Solo los, die Menge tobte und spätestens als die komplette Band einstieg, gab es kein Halten mehr!

Doch leider geht jeder tolle Abend mal vorbei, so auch das Sum 41-Konzert. Am Ende bedankte Derick Whibley sich gefühlte 20 Mal bei seinen Fans, dass sie Sum 41 unterstützen, dass sie so feiern und vor allem, dass sie an dem Abend anwesend waren. Am Liebsten hätte er wohl jedem Fan persönlich gedankt – was bei der Stagetime natürlich schwer möglich gewesen wäre.

Ich hoffe, Sum 41 kommen zukünftig öfter nach Wien, gerne auch mit Paerish im Gepäck.

Photos: (c) Robert Reischütz

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Robert Reischütz
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