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For Honor im Test

For Honor im Test

Der Hype war groß als Ubisoft die ersten Bewegtbilder seines Mittelalter-Epos auf der E3 zeigte. Nun zeigt sich, ob For Honor das bieten kann, was sich kriegerische Kämpfer wünschen!

Die Ewige Fehde

For Honor erzählt die Geschichte von Rittern, Samurai und Wikinger, die sich über Jahre gegenseitig bekriegen. Von Raubzügen zu Rachefeldzügen ist alles dabei. Im Story-Modus erfährt man nicht viel über die Hintergrund-Geschichte, außer dass einige Personen den Krieg zwischen den Fraktionen wollen und ganze Gegner Horden und Dörfer ausrotten möchten. Mehr gibt es auch nicht zu sagen bzw. zu erfahren, denn die Story ist so vergesslich wie sie imposant ist. Zwischen mächtigen Cutscenes dürfen dann unzählige NPC Soldaten zerlegt werden sowie Hie und Da gegen größere Bosse zeigen, dass man das Kampfsystem verstanden hat.

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Epische Grafik macht das Mittelalter-Schlachten zu einem Augenschmauß

Schere, Stein, Papier

Das Kampfsystem ist innovativ und neuartig. Sowas gab es in einem Action-Game vorher noch nicht! Das Schwert kann in drei Richtungen gehalten werden: oben, links und rechts. Je nach Stand kann man dann andere Schwünge und Angriffe ausführen. Dabei muss man auf den Gegner achten dort angreifen, wo er gerade nicht verteidigt. Sobald der Gegner eine gewisse Anzahl an Hits eingesteckt hat, kann man ihn hinrichten und brutale Finishing-Moves über den Schirm flimmern sehen. Unterstützt werden die Kämpfe durch Skills, welche sowohl passiv als auch aktiv ins Geschehen eingreifen dürfen: Für große Prügelknaben gibt es eine stetige Heilung oder Wikinger dürfen manchmal Äxte auf Gegner werfen. Das wohl unfairste Feature (welches auch sehr gerne verwendet wird) ist der Defensiv-Brecher, wo man den Gegner schubst. Dadurch ist dann seine Verteidigung offen und man kann ihn dann entweder auf den Boden werfen oder noch einmal stoßen. Mit Glück fällt er danach die Klippe hinunter oder gegen spitze Gegenstände wie Dornen an der Wand und der Kampf ist gewonnen. Easy target!

Das Problem mit der Ehre

Doch spannend wird das Gesamtsystem erst im Multiplayer Modus! Auf verschiedenen Maps dürfen allerhand Modi auf Herz und Nieren angezockt werden und die Köpfe eingeschlagen werden. Jede Fraktion bietet 4 Charaktere, die verschiedene Skillsets besitzen. Dabei ist es egal, welche Fraktion man zu Beginn gewählt hat, denn nun geht es um die Schlacht und nicht um den Krieg. ‚Dazu später mehr. Im 1 gegen 1 werden die Duelle richtig heiß und spannend inszeniert. Auf kleinen Maps trifft man den Gegner und versucht das Kampfsystem zu meistern und als Sieger vom Platz zu gehen. Auch im 2 gegen 2 sucht man sich zu Beginn sein Gegenüber aus und kämpft dann mit Klinge und Rüstung bis zum Tod. Das Highlight ist jedoch der Dominion Modus. 4 gegen 4 treten hierbei auf einer großen Map gegeneinander an, es müssen Punkte auf der Karte eingenommen und gehalten werden. Dazu kommt noch eine Horde an NPC Minions, die sinnlos in die Luft prügeln, bis sich ein Spieler dazu erbarmt sie zu erlösen und ein paar Pünktchen abzustauben. Doch sobald man auch nur eine Runde gespielt hat, merkt man, dass unter den Online-Gamern wenig Ehre zu finden ist. Statt spannenden Duellen findet man schnell eine Axt im eigenen Rücken oder ein anderer Verbündeter holt sich sein Duell-Gegenüber und säbelt seinen Degen durch die Rüstung, um zuerst die Punkte abzustauben. Ärgerlich!
Um die Dauermotivation zu erhalten hat Ubisoft den Fraktionskrieg eingeführt, der über Wochen andauert und Spieler der Fraktionen kämpfen während der Multiplayer Matches um Gebiete, auf denen sich die Maps befinden. Je nachdem welche Fraktion man zu Spielbeginn gewählt hat, für die kämpft man und erobert Gebiete. Wer nach einer Zeit die meisten Regionen erobert hat, bekommt Ingame Goodies

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Im Multiplayer ist Ehre groß geschrieben, doch das muss erstmal eingehalten werden.

Fazit

For Honor bietet ein einzigartiges Kampfsystem, das im Prinzip sehr viel Spaß macht. Während der lineare Story-Modus schnell durch ist und sehr eintönig wirkt, beschäftigt man sich schnell mit dem Multiplayer-Modus. Doch dort herrscht so ein Chaos, dass man Ehre und Achtung vergeblich sucht. Der Dominion-Modus macht sehr viel Spaß und das Level-System ist überschaubar. Dennoch haben Spieler die Chance durch Microtransactions die Charaktere schneller aufzuleveln und stärker zu machen, was ihnen einen ungemeinen Vorteil gegenüber der nicht-zahlenden Spielerschaft macht. Wer sich jedoch ohnehin im 1 gegen 1 sehr wohlfühlt, der kann sich in For Honor für eine kurze Zeit sehr gut beschäftigen und die Geschichte der Samurai, Ritter und Wikinger neu schreiben.

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Release Date: 14.02.2017
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Genre: Action
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal

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