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GT Sport im Test

GT Sport im Test

Vier Jahre hat es gedauert bis Polyphony Digital und Sony wieder einen Gran Turismo-Titel veröffentlicht hat. Am 17. Oktober fuhr GT Sport wieder an die Startlinie, doch wie hält er sich im Rennen?

Schönheit und Realismus waren lange Zeit die Trumpfkarte für den Rennsimulator, doch Tiefe im Gameplay hat immer etwas gefehlt. Wie sieht es allerdings im neuesten Ableger der Serie aus.

Das Aussehen

Die Grafik von Gran Turismo Sport ist einfach atemberaubend. Die Liebe zu Details erkennt man bis hin zur kleinsten Schraube. Das Vorfahren von neuen Autos beim Erwerben lässt einen immer wieder erneut in Staunen versetzen und an der Realität zweifeln, ob es nicht doch eine Filmaufnahme ist.

Atemberaubend ist die Grafik in GT Sport.

Denn GTS ist kompatibel mit den besten heute erhältlichen Wiedergabetechnologien und ermöglicht 4K, 60 FPS, HDR und Wide Color. Die Ausgabe unterstützt nicht nur HDR-TV-Signalformate, sondern verfügt auch über eigens eingerichtete True-HDR-Arbeitsabläufe, die True-HDR- und Wide-Color-Verarbeitung von den anfänglichen Materialerfassungsprozessen bis zur finalen Ausgabe ermöglichen.

Das Fahrgefühl

Schon bei der ersten Runde auf der Strecke wird klar, das Fahrgefühl ist sensationell und die Reichweite des Fähigkeitsunterschieds zwischen Anfänger und Profi wird einem bewusst. Doch hier setzt GTS richtig an mit einer Palette an Unterstützungsmaßnahmen von Bremswarnungen und –hilfen, Stabilitätskontrolle oder anderen Fahrhilfen. Diese können je nach Fähigkeiten des Spielers einzeln ein- oder ausgeschaltet werden.

Auf Schadensmodelle, die bei der Konkurrenz schon Standard sind, verzichtet man weiterhin.

In der Profilansicht erhält man einen Überblick über all seine Errungenschaften.

Die Fahrzeuge und die Strecken

Von Serienwagen über Rennwagen bis hin zu Konzeptfahrzeugen wurden insgesamt über 150 Fahrzeuge für das Spiel nachempfunden. Abgesehen von den CAD-Daten, die Fahrzeughersteller für ihre Produktion verwenden, sind die für dieses Spiel erschaffenen 3D-Modelle die detailliertesten Modelle der Welt. Von den Kurven der Karosserie über die Kanten und Abstände zwischen den einzelnen Teilen bis hin zu den Scheinwerfern und Blinkern wurde jedes Detail der Fahrzeuge originalgetreu nachgebildet. Zur kompletten Fahrzeugliste gelangt ihr hier.

Der beliebte Mercedes AMG GT ist natürlich auch in mehrfacher Ausführung am Start.

Von Hochgeschwindigkeits-Rundstrecken bis zur Stadtautobahn werden 17 Schauplätze mit 40 verschiedenen Layouts geboten. Populäre Rennstrecken aus dem echten Leben, Rundstrecken, Staubpisten in der Natur und eine auf öffentlichen Straßen basierende Stadtautobahn sorgen für eine große Vielfalt bei den im Spiel verfügbaren Strecken.
Der True-HDR-Arbeitsablauf ermöglicht eine naturgetreue Wiedergabe von Licht und Farben und die Möglichkeit, die Strecken unter vielen verschiedenen Licht- und Wetterbedingungen zu fahren. Der Spieler kann bei Rennantritt selbst entscheiden, zu welcher Tageszeit er fahren möchte. Wer unbedingt scharf auf eine tiefstehende Sonne ist, der darf auch gern abends fahren…

Die Virtuelle Realität

Erstmals gibt es für Gran Turismo auch die volle VR Experience, denn mit PS VR Kompatibilität lässt es den Benutzer eine 360-Grad-3D-Umgebung erleben. Es gibt einen speziellen VR-Fahrt-Modus innerhalb des Arcade-Modus, in dem 1-gegen-1-Rennen gefahren werden kann. Das Gefühl ist wahrhaft so, als ob man wirklich hinterm Lenkrad sitzen würden und von einem echten Fahrzeug-Interieur umgeben wäre.

Die Einzelspieler-Kampagne hat man in wenigen Stunden durch.

Fazit

Mit dem Konzept hinter „Gran Turismo Sport“ und der fehlenden Solo-Karriere stößt Polyphony Digital Traditionalisten vor den Kopf. Auf der Strecke überzeugt die Rennsimulation jedoch – sowohl technisch, als auch spielerisch, einfach ein tolles Fahrgefühl. Anspruch und Einsteigerfreundlichkeit sind sehr gut ausbalanciert, was in den seltensten Rennspielen der Fall ist. Nach den ersten Stunden wirkt GT Sport auf jeden Fall wie die beste Rennsimulation, die es bislang gibt. Wie gut der ambitionierte Online-Modus bei der breiten Masse ankommt, das werden die kommenden Monate zeigen müssen, er motiviert auf jeden Fall schon sehr zum kompetitiven Fahren. Wer ein Rennspiel für lange Einzelspieler-Sessions sucht, der schaut aber vielleicht besser bei der aktuellen Konkurrenz in Form von „F1 2017“, „Project Cars 2“ oder „Forza Motorsport 7“ vorbei.


Release Date: 18.10.2017
Plattform: PS4
Genre: Rennsimulation
Publisher: Sony
Entwickler: Polyphony Digital

 

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