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John Wick: Kapitel 2 – Filmkritik

John Wick: Kapitel 2 – Filmkritik

Fortsetzungen stehen immer vor der Herausforderung eins draufzulegen, schließlich kennt man sich als Zuschauer schon aus. Im Fall von John Wick: Kapitel 2 äußert sich das durch einen Ausflug in die Mafiawelt, die im ersten Teil angedeutet wurde.

Aber  zuerst wird noch einmal klargestellt, dass es hier um John Wick (Keanu Reeves) geht. In einer langen Eröffnungsszene will er sein erneut gestohlenes Auto zurückholen, und erledigt dafür einen Schmuggelring, stilecht mit lang geschnittenen Action-Szenen und Kopfschüssen, Johns Markenzeichen. Trägt absolut nichts zur Handlung bei, zeigt aber, dass er noch immer eine Ein-Mann-Armee ist. Zurück in seinem Haus trifft John auf Santino D’Antonio (Riccardo Scarmacio), dem er einen Gefallen schuldet, und den dieser nun einfordert. John lehnt ab, woraufhin Santino das Haus in die Luft jagt.

John muss einsehen, dass ihm keine Wahl bleibt, als in die Mafiawelt zurückzukehren, und einen letzten Auftrag zu absolvieren. Was folgt ist eine ausführliche Erklärung der Organisation, die sich weltweit Basen in den Continental Hotels aufgebaut hat, und aus den Schatten heraus die Welt regiert. John soll Santino helfen in der Mafia an die Spitze zu kommen. Die Reise führt nach Rom, aber auch nach gefühlten 100 Kopfschüssen ist der Film dann noch lange nicht vorbei.

 

Die Handlung ist wirklich nur ein Mittel zum Zweck (der „Zweck“ heißt in diesem Fall Kopfschüsse), der Mythos um die Organisation ist nett inszeniert, aber außerordentlich unglaubwürdig. Die Montage, in der sich John neu einkleidet und ausrüstet verdeutlicht viel eher, worum es in dem Film geht: Coolness. Wer die Vorstellung, wie sich ein einzelner Mann im kugelsicheren Anzug durch nicht enden wollende Schwärme an gesichtslosen Mafiosi schießt, nicht cool findet, wird wohl eher enttäuscht werden. Denn so schön die Action inszeniert ist (und das ist sie, und wie) so fallen doch alle Szenen mit „Tiefe“ flach aus.

Fazit

Ich wurde gut unterhalten. Das macht John Wick: Kapitel 2 aber noch lange nicht zu einem guten Film, er hat viele große Schwächen – Handlung, Charaktere, alles was nicht durch Mündungsfeuer ausgedrückt werden kann leidet massiv. Der große Fokus auf die versteckte Welt hilft da auch nicht weiter. Hirn aus, sonst tuts weh.

Kinostart: 17.2.2017
Genre: Action
Regisseur: Chad Stahelsky
Cast: Keanu Reeves, Riccardo Scarmacio, Ian Shane
Land: USA
Dauer: 122 Minuten
Filmverleih: Constantin
Für Fans von: Gut choreorgraphierten Action-Szenen

7punkte-cd-review_neu

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