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Logan – Filmkritik

Logan – Filmkritik

In Logan schlüpft Hugh Jackman ein letztes Mal in die Rolle von Wolverine. Viele Jahre nach den Ereignissen der X-Men-Filme sind Mutanten praktisch ausgestorben. Ein gealterter Wolverine/Logan fristet sein Dasein an der Grenze zwischen den USA und Mexiko als Limousinenfahrer. Das giftige Adamantium in seinem Körper hat irgendwann seine Regenerationskapazität überholt. Professor X/Charles Xavier (Patrick Stewart) hat eine Hirnerkrankung und seine Kräfte nicht mehr ganz unter Kontrolle, er wird von Logan gepflegt.

Doch eine neue, junge Mutantin erscheint, Laura (Dafne Keen).  Sie besitzt dieselben Fähigkeiten wie Wolverine, Adamantiumskelett und Klauen inklusive. Und sie wird gejagt, von dem wohl unbeeindruckendsten Bösewicht aller Marvel-Filme. Donald Pierce (Boyd Holbrook) sieht cool aus mit seiner Sonnenbrille und der mechanischen Hand, doch er und seine Truppen sind dermaßen unfähig, dass ich oft fast lachen musste.

Logan willigt ein, Laura an die Koordinaten zu bringen, an denen andere Kinder wie sie sein sollen. Professor X kommt natürlich auch mit. Was folgt ist eine Mischung aus Roadtrip und Gewaltorgie, immer schön abwechselnd. Wenn die kleine Laura mit animalischen Schreien ihre Widersacher zerfetzt, dann ist diese Diskrepanz deutlich zu spüren. Ein wenig zu sehr formelhaft läuft die ganze Handlung ab, und ich habe mich an manchen Stellen gefragt, ob nicht ein paar Aufnahmen mehr nötig gewesen wären, oder ob beim Schnitt etwas schiefgelaufen ist. Auf einer Farm stellen sich die drei etwa mit falschen Namen vor, nur um sich wahrlich Sekunden darauf wieder mit ihren richtigen Namen anzusprechen. So wie der Farmaufenthalt endet, hätte ich erwartet, dass das eine Bedeutung hat, dass etwa ihre Tarnung auffliegt, aber dem ist nicht so. Generell wird viel Potenzial verschenkt, und viele Charakterinteraktionen wirken aufgesetzt. Das Haupttrio ist allerdings meistens herzerwärmend.

Fazit

Logan ist ein guter Schlussstrich. Er feiert die vorhergehenden Filme und die Comics. Dem Film gelingt es, wie eine Dystopie zu wirken, obwohl eigentlich „nur“ die Mutanten fehlen. Er ist allerdings etwas zu lang, und ich hatte selten das Gefühl, als ob sich die Protagonisten in Gefahr befinden würden.

Kinostart: 2.3.2017
Genre: Action, Superhero
Regisseur: James Mangold
Cast: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Dafne Keen, Boyd Holbrook
Land: USA
Dauer: 137 Minuten
Filmverleih: Fox
Für Fans von: X-Men und speziell Wolverine

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