Home   /   Games  /   Mario + Rabbids Kingdom Battle im Test

Mario + Rabbids Kingdom Battle im Test

Mario + Rabbids Kingdom Battle im Test

Gehen ein Hase eine Prinzessin und ein Klempner in eine Bar. Das mag jetzt vielleicht wie der Anfang eines Witzes klingen, aber es könnte genauso gut dem neuen Mario… oder soll ich eher Rabbids sagen… Game entsprungen sein. Bis jetzt assoziierte ich mit den Rabbids immer nur laut und nervig. Die Betonung hierbei liegt auf bis jetzt.

Springen verboten

Ja ihr dürft ein Spiel mit Mario machen aber er darf nicht springen. Was tut man um dies zu kompensieren? Man drückt ihm eine Schusswaffe in die Hand ist doch klar. Und wer würde sich aus dem Ubisoft Repertoire an Charakteren besser als Gefährten für Mario eignen als viel zu laute, suizidgefährdete Hasen? Richtig gar nix. So und nicht viel anders stellte ich mir den Gedankengang von Davide Soaliani, dem Producer des Spiels vor.

Was ist schon logisch schlüssig?

Hasen die mit einer Waschmaschine durch die Zeit reisen. Eine Brille die Objekte miteinander Vereinen kann, ein riesen Hase der eine Donkey Kong Krawatte umhängen hat und Bowser ist auch irgendwie mit von der Partie. Ich will ja jetzt nicht allzu viel von der Story vorweg nehmen aber viel tiefgründiger wirds nicht und das ist auch gut so.

Das Spiel findet genau die Richtige Balance zwischen Rabbids Scherzen, klassischen Mario Plot und unterhaltsamen Twist um eine unterhaltsame Story zu schaffen die sich selbst nicht zu ernst nimmt aber auch nicht langweilig wird.

Einbahnstraße

Die Welt ist sehr linear, es gibt dennoch Rätsel, auch wenn diese nicht gerade anspruchsvoll sind und einige optionale Abschnitte mit nützlichen Items oder auch einfach nur Münzen zu entdecken. Die Welten bieten aber genug Diversität, dass diese nicht langweilig werden aber ein bisschen mehr Interaktionsmöglichkeiten mit dieser wären erfreulich gewesen. Auf dem Weg durch die diese stolpert man immer wieder über das was das Spiel eigentlich ausmacht. Die Kämpfe.

Rabbitcom: Mario Unknown

Wie könnte man das Gameplay am Besten beschreiben? Es ist eine Art Cover Based Shooter. Der wichtigste Aspekt hierbei sind die Movement Options. Man sollte immer einen Überblick über das Spielfeld behalten, möglichst keine Öffnungen für die Gegner lassen und durch Abilities und strategisches Planen seiner Züge das Ziel des Kampfes erreichen. Dadurch, dass Charaktere gegenseitig ihr Movement erweitern können und man durch Haenröhren zu anderen Map Abschnitten gelangt, kann ein gut geplantes Manöver zwischen Sieg und Niederlage entscheiden.  Die Map auf der diese ausgetragen werden ist vollgepflastert mit Blöcken die Schutz für den Spieler als auch die Gegner bietet.

Grundsätzlich, sind die Optionen die man im Kampf nutzen kann, ziemlich simpel gehalten, aber genau das macht dieses Spiel so besonders, weil es diese paar einfachen Optionen so gut umsetzt. Mit einem Team von nur 3 Charakteren werden viele Züge zu einem Balanceakt aus Risk und Reward. Durch eine simple Mechanik, wie der Dash Attack ,mit der man während der Movement Phase einem Gegner noch Schaden machen kann, ist es gleich noch wichtiger seinen Zug austüfteln.

Durch die Kombination verschiedener Gegner ergeben sich oft interessante Kämpfe und dadurch, dass das Spiel dennoch sehr schnell von der Hand geht werden diese auch nicht wirklich langweilig oder repetitive.

Zwar gibt es die TactiCam die es ermöglicht von oben auf das Spielfeld zu sehen aber die eine willkommene Option wäre die Übersicht über das gesamte Spielfeld auf einmal gewesen um ein besseres Verständnis der momentanen Situation zu bekommen. 

Der Hase steckt im Detail

Der Welt wurde mithilfe der SnowDrop Engine leben eingehaucht und bei diesem wurde nicht gespart. Sie strotzt nur so vor Farbenvielfalt und Easter Eggs. Ob man nun vor dem Schloss von Prinzessin Peach steht oder an einer riesigen Toilette vorbei läuft, es gibt immer was zu sehen und man wird immer wieder von neuem überrascht sein was nicht so alles in Marios Welt gelandet ist. Oft kann man auch Rabbids bei bizarren Situationen zusehen oder diese getrost ignorieren, das ist jedem Selbst überlassen. Etwas kurz fallen sinnvolle Interaktionen mit CPUs in der Spielewelt, was sich auf den linearen Charakter des Spiels zurückführen lässt. Das Spiel rennt ziemlich flüssig, bis auch den einen oder anderen Slow Down hier und da, aber nichts was den Spielfluss maßgeblich beeinträchtigen würde. Die Cutscenes sind wunderbar animiert und hauchen jedem darin vorkommenden Charakter die passende Persönlichkeit ein.

Wunschkonzert statt Hasengeschrei

Mit einer musikalischen Untermalung durch Grant Kirkhope kann man nicht wirklich viel falsch machen. Der Soundtrack ist mehr als nur solide. Auch kleinere Änderungen im Ambiente, wie zum Beispiel, dass die Musik epischer und bombastischer klingt wenn man selbst am Zug ist verleihen dem Spiel noch mehr Leben. Neben klassisch gemixten Mario Tracks stellen Wohl die Boss Themes das Highlight da. Mir ist kein Audiotrack untergekommen, der nicht gepasst hätte oder wirklich schlecht gewesen wäre.

Vorurteile

Was soll ich sagen, nach der ersten Präsentation von Mario + Rabbids Kingdom Battle auf der diesjährigen E3 war ich wirklich skeptisch. Ich bin kein Fan des Rabbids Humors, mir sind sie einfach zu laut und obnoxious. Turn Based Strategy Spiele sind auch nicht immer so mein Fall und ein Hasen Princess Peach hmmmm… Aber ich wurde ab der ersten Minute an bekehrt und meine Zweifel waren wie weggeblasen. Die liebevoll animierte Intro Sequenz setzt den richtigen Mood für das Spiel und ab da geht es solide weiter. Jeder Kampf ist unterhaltsam und spannend. Der Rabbids Humor wurde nicht allzu sehr übertrieben und brachte auch mich einige Male zum Schmunzeln und das Spiel macht alles in allem einfach Spaß.

Fazit

Wenn ich es nicht mit eigenen Händen gespielt hätte, wäre ich wahrscheinlich immer noch der Ansicht, dass das Konzept bescheuert ist, aber so kann ich es nur jedem empfehlen, der Spaß und strategische Kämpfe mag. Selten wurde ich so positiv von einem Spieletitel überrascht.

Es gibt nicht wirklich viel, dass man an diesem Spiel aussetzen kann. Ja, die Welt könnte etwas interaktiver sein und ja ab und zu läuft es nicht ganz so rund. Aber das Spielerlebnis, das einem dafür geboten wird, macht das allemal wieder wett.

Also jedem der Besitzer einer Nintendo Switch ist, gebt diesem Spiel eine Chance und ich hoffe ihr bekommt das gleiche positive Erlebnis wie ich.


Release Date: 29.08.2017
Plattform: Switch
Genre: Turn Based Strategy
Publisher: Nintendo
Entwickler: Ubisoft Paris, Ubisoft Milan
PEGI: 7

 

Home   /   Games  /   Mario + Rabbids Kingdom Battle im Test

Tags

Related Article