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Mellogang in St. Marx: Marshmello live

Mellogang in St. Marx: Marshmello live

Marshmello, der US-amerikanischer Trap-, House-, Progressive House-DJ und Musikproduzent kam am 8. Februar 2017 endlich für das Marx Project nach Österreich. Das Marx Project ist ein Pop-up-Club in den altehrwürdigen Rinderhallen mitten in der österreichischen Hauptstadt, der von internationalen DJ-Größen bespielt wird. Eine der weltbesten Soundanlagen wird geboten, um die Eventreihe auf das höchste Level zu pushen. Und obwohl das Event unter der Woche stattfand, gab das Publikum bis zu Schluss alles!

Um 21.30 Uhr wurden die Türen geöffnet und kurz darauf begann Lokalmatador James Illusion mit seinem Set. Bis 22:30 durfte dieser seine Stagetime genießen und das Publikum anheizen. Ich kam erst gegen 23 Uhr in der Marx Halle an, da ich eigentlich den darauffolgenden DJ Flip Capella auslassen wollte. Ich gebe zu, ich bin überhaupt kein Fan seiner Musik und ich wurde in dieser Meinung auch dieses Mal bestätigt: Das Publikum war überhaupt nicht bei ihm, tanzte kaum und seine Musik lud meiner Meinung auch wenig dazu ein. Irgendwie wirkte alles ein bisschen eigenartig, das Highlight seines Sets war meiner Ansicht nach Major Lazers und Showteks Believer, welches leider 1:1 wiedergegeben wurde – schade.

Marschmello-Marx-Halle-Wien-2017

(c) Robert Reischütz

 

Pünktlich um Mitternacht ging es dann mit Marshmellos Show los und trotz später Stunde wirkte das Publikum kein bisschen müde. Alle schrien herum und sprangen wild durch die Gegend! An Marshmello selbst war alles bunt und leuchtete, sogar sein Helm war mit vielen bunten Lichtern bestückt, die abwechselnd in verschiedenen Farben und Variationen funkelten. Auch die LED-Wall hinter ihm, welche als Banner diente, war mehr als beeindruckend: Abwechselnd bildeten die vielen kleinen Lämpchen verschiedene bunte Motive, da hatten die Leute in den hinteren Reihen sogar mehr davon als die in der ersten! Die Musik war fühlbar, ob Galantiss No Money oder Marshmellos Alone, der Bass ging einem bis in die Knochen! Keep It Mello, Alone und als Abschluss seine neueste Single Ritual waren nur einige Lieder, die jeder mitsingen konnte.

Auch wenn Marshmello Trap-, House- und Progressive House produziert und spielt, scheint er ein Fan von 90er Punkrock zu sein, denn er gab einen Blink-182 Remix zum Besten; What’s My Age Again um genau zu sein. Fettes Yeah! Um die ganze Show abzurunden, gab es außerdem Konfettiregen und Co2-Guns, welche nicht nur cool aussahen, sondern auch das Publikum körperlich ein bisschen auskühlen sollten.

Das Marx Project mit Marshmello war auf jeden Fall ein gelungener Abend mit guter Musik, heftigem Bass und einer tollen Lichtshow. Wer Marshmello diesmal verpasst hat, ihn aber trotzdem sehen und hören möchte, der bekommt die nächste Chance noch mal kurz vor Sommerende: am Lake Festival vom 10. – 12. August 2017 am Schwarzlsee in Graz. Vielleicht lüftet er ja dann seinen Helm. Bis dahin: Keep it mello!

Photos: (c) Robert Reischütz

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Robert Reischütz
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