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Nintendo SNES-Mini im Test (inkl. Gewinnspiel)

Nintendo SNES-Mini im Test (inkl. Gewinnspiel)

Ein Stück Gaming-Geschichte nachholen? Oder Erinnerungen auffrischen? Nintendos SNES-Mini bringt die Pixelwelten der Neunzigerjahre zurück. Doch ohne Vorbestellung könnte die Nostalgie teuer werden.

Vor gut einem Jahr gelang Nintendo ein Überraschungserfolg: Eine miniaturisierte Version des NES – der in den Achtzigerjahren marktbeherrschenden Nintendo-Konsole – kam so gut an, dass sich viele Gamer bis heute ärgern, keins der neuen Geräte voller alter Spiele im Regal stehen zu haben. Diesen Freitag nun geht Nintendos Nostalgie-Trip in die zweite Runde: mit einer Neuauflage des NES-Nachfolgers, des Super Nintendo (SNES).

Welche Spiele befinden sich auf dem Gerät?

Als SNES-Mutterfirma steuert Nintendo selbst am meisten Highlights bei, von der makellosen Hüpferei „Super Mario World“ über die legendäre Alien-Exkursion „Super Metroid“ bis zum wegweisenden Zelda-Abenteuer „A Link to the Past“. Die japanischen Videospielveteranen von Capcom, Square und Konami liefern sieben weitere Klassiker.

Super Punch-Out!! (Nintendo, 1994)
Anfang der 1980er-Jahre ist die Spielhalle noch ein wichtiger Markt für Nintendo, und „Punch-Out!!“ einer der populärsten Automaten der Japaner. Historisch ist das Comic-Boxspiel vor allem wegen seiner Musik bedeutend, denn die wird von einem jungen Koji Kondo komponiert, der später die unvergessenen Mario- und Zelda-Melodien verantwortet. Die launige Ring-Prügelei bekommt einen Spielhallen-Nachfolger, der auch auf Konsole umgesetzt wird und nun einen unspektakulären Beitrag zum Mini-SNES-Portfolio leistet.

 

Super Metroid (Nintendo, 1994)
Das seitlich scrollende Abenteuer schickt Heldin Samus Aran nach Einsätzen auf NES und Game Boy erneut in den Kampf gegen parasitäre Aliens. Dabei leistet es so denkwürdige Arbeit, dass „Super Metroid“ nicht nur als eines der besten Spiele aller Zeiten gibt, sondern mit seinem Mix aus Action, Erkundung und nicht-linearem Levelaufbau ein eigene Spielform mitbegründet – das Metroidvania-Genre.

 

Super Mario World (Nintendo, 1990)
Mit Marios erstem 16-Bit-Abenteuer schneidert Nintendo-Mastermind Shigeru Miyamoto der SNES-Konsole ein perfektes 2D-Hüpfspiel auf die Chips. „Super Mario World“ ist Start- und bestverkaufter Titel der Konsole und zeichnet sich bis heute durch perfekte Spielbarkeit aus.

 

Super Mario World 2: Yoshi’s Island (Nintendo, 1995)
Für Shigeru Miyamoto ist die künstlerische Wachsmalkreiden-Grafik von „Yoshi’s Island“ ein Gegenentwurf zur technischen Render-Optik von „Donkey Kong Country“, und statt Mario macht er dessen Dino-Reittier Yoshi zum zentralen Spielcharakter. Das 2D-Jump’n’Run spielt sich nicht nur hervorragend, sondern wird auch zum Urvater etlicher weiterer sympathischer Yoshi-Hüpfspiele, die sich durch ihre ungewöhnliche Ästhetik auszeichnen.

 

Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars (Nintendo, 1996)
Dieser nur in Japan und den USA veröffentlichte späte SNES-Titel legt das Fundament für die beliebten „Paper Mario“- und „Mario & Luigi“-Serien. Sie alle verquicken das Mario-Hüpfspieluniversum mit Elementen aus klassischen Rollenspielen wie Erfahrungspunkte oder rundenbasierte Kämpfe. Im Gegensatz zu den geistigen Nachfolgern wurde dieses erste, heute noch perfekt spielbare Mario-Abenteuer von den „Final Fantasy“-Machern Square entwickelt.

 

Super Mario Kart (Nintendo, 1992)
Mit dem unkomplizierten Kart-Rennen acht berühmter Nintendo-Charaktere macht Nintendo im Alleingang das Fun-Racer-Genre populär und begründet eine der erfolgreichsten hauseigenen Serien. Das Debüt ist immer noch großartig spielbar und entfaltet seine schlichte Genialität natürlich am besten, wenn sich ein Mitspieler mit ins Getümmel wirft.

 

Super Ghouls’n Ghosts (Capcom, 1991)
Schon der Urvater von Capcoms „Ghost ’n Goblins“-Reihe bringt Spielhallen-Besucher seit Mitte der 1980er-Jahre zur Verzweiflung. Die SNES-Variante von Ritter Arthurs verzweifeltem Kampf gegen Skelette und Dämonen gilt als eines der härtesten Spiele für die Konsole. Trotz Rückspulfunktion des Mini-SNES eine außergewöhnlich herausfordernde Erfahrung.

 

Super Castlevania IV (Konami, 1991)
Bereits auf dem NES begeistert Konamis seitlich scrollende Vampirjäger-Saga mit clever konstruierten Levels und stimmungsvollen Settings, läuft aber erst mit der Video- und Audio-Power des SNES zur Höchstform auf. „Super Castlevania IV“ gilt als einer der besten Titel der Serie und ist ein atmosphärisches Hüpfspiel-Highlight der Mini-SNES-Sammlung.

 

Street Fighter II Turbo (Capcom, 1993)
Die Turbo-Version von Capcoms Prügelklassiker, der das Beat’em-Up zu einem der populärsten Spielhallen- und Konsolen-Genres der 1990er-Jahre macht, bringt flottere Kämpfe, neue Moves und verfeinerte Spielbalance auf den Bildschirm. Auch in Mini-SNES-Form ein wunderbar kurzweiliger Zeitvertreib für flinke Fighter.

 

Star Fox (Nintendo, 1993)
Die englischen Entwickler Argonaut entwickeln für das SNES einen Grafik-Coprozessor, der zum ersten Mal in den Modulen der Weltraum-Ballerei „Star Fox“ eingesetzt wird. Als sogenannter Rail-Shooter, bei dem der Weg des Spieleraumschiffs weitgehend vorgegeben wird, ist der Titel mäßig komplex, fasziniert aber mit der ersten 3D-Polygon-Grafik, die SNES-Nutzer zu Gesicht bekommen.

 

Star Fox 2 (Nintendo, 2017)
Selbst „Star Fox 2“-Programmierer Dylan Cuthbert wird im Juni 2017 von der Spieleliste des Mini-SNES überrascht, die nicht nur 20 klassische SNES-Titel, sondern auch den unveröffentlichten „Star Fox“-Nachfolger umfasst. Cuthbert und seine Kollegen vom englischen Studios Argonaut stellen das Spiel 1995 fertig, im Hinblick auf die erheblich spektakulärere 3D-Konkurrenz von Sony Playstation und Sega Saturn entscheidet sich Nintendo damals aber gegen eine Veröffentlichung. Mit der Minikonsole darf die Weltraumaction nun zum ersten Mal offiziell gespielt werden.

 

Secret of Mana (Square, 1993)
Das atmosphärische Action-Rollenspiel schickt im Original bis zu drei Spieler auf ein umfangreiches Abenteuer in abwechslungsreichen, wundervoll designten Landschaften. Auf dem Mini-SNES darf zumindest ein Spieler-Duo die Rolle der Protagonisten einnehmen, der dritte Held wird von der CPU gesteuert. Die deutsche Version fürs SNES ist (wegen seiner ungewöhnlichen Verpackung in einer überdimensionierten Schachtel sowie Beigabe eines Spielführers) ein gesuchtes Sammlerstück.

 

Mega Man X (Capcom, 1993)
Das SNES-Debüt von Capcoms traditionsreichem Roboter-Mensch-Hybriden zeichnet sich durch eine exzellente 2D-Grafik und mit Geheimnissen gespickte Levels aus, ist glücklicherweise aber nicht ganz so herausfordernd wie die NES-„Mega Man“-Episoden. Der durchschnittliche Hüpfspieler wird trotzdem ordentlich am Schwierigkeitsgrad zu knabbern haben.

 

Kirby’s Dream Course (Nintendo, 1995)
Das rosafarbene Pummelchen Kirby tritt in diesem Titel mal nicht in seitlich scrollenden Landschaften an, sondern wird aus isometrischer Perspektive über farbenfrohe und feindgespickte Minigolf-Kurse manövriert. Niedlicher, unspektakulärer Geschicklichkeitstitel für ein oder zwei Spieler.

 

Kirby Super Star (Nintendo, 1996)
In acht Minispielen bzw. Jump’n’Run-Prüfungen muss Kirby Ausdauer und langen Atem beweisen. Schließlich saugt er, wie es so seine Art ist, auch hier jede Menge Gegner ein, um sie als Geschoss wieder auszuspucken oder ihre Eigenschaften zu übernehmen. Spaßig, aber verzichtbar.

 

Final Fantasy III (Square, 1994)
Während Squares bahnbrechende, Ende des Jahres ihren 30. Geburtstag feiernde Rollenspielreihe 1994 in Japan bereits bei Teil 6 ankommt, wird amerikanischen Abenteurern die englische Lokalisation des Spiels als „Final Fantasy III“ serviert (da bis dato nur Teil 1 für NES und Teil 4 für SNES in Nordamerika erschienen sind). Europa bleibt seinerzeit außen vor und hat nun die Chance, den RPG-Klassiker (der mittlerweile auf zahllosen anderen Plattformen veröffentlicht wurde) auf SNES nachzuholen.

 

F-Zero (Nintendo, 1990)
In Japan braucht es nur „Super Mario World“ und „F-Zero“, um dem SNES zu einem perfekten Marktstart zu verhelfen. Das futuristische Rennspiel beeindruckt mit für seine Zeit spektakulärer Rasanz, die der SNES-exklusiven Mode 7-Grafiktechnik zu verdanken ist. Auch heute noch flott, aber nicht mehr ganz so atemberaubend.

 

Earthbound (Nintendo, 1995)
„Earthbound“ schickt den Knaben Ness und seine Freunde in den Kampf gegen eine bösartige außerirdische Macht und verquickt dabei klassisches Japan-Rollenspiel mit einem modernen Alltags-Setting. Das Spiel, an dessen Entwicklung auch der spätere (und 2015 verstorbene) Nintendo-Präsident Satoru Iwata beteiligt ist, wird in den USA im Lauf der Jahre zum Kulttitel, das nackte Modul zum rund 150 Euro teuren Sammlerstück.

 

Donkey Kong Country (Nintendo, 1994)
Das zweitbest-verkaufte Super Nintendo-Spiel schickt den Spieler in der Rolle des berühmten Mario-Antagonisten Donkey Kong und seines Neffen Diddy durch 40 tropische Levels, wo Bananen gesammelt, Gegner verkloppt und punktgenau Sprungpassagen absolviert werden. Denkwürdig ist der Titel, weil er vom englischen, später von Microsoft übernommenen Kultstudio Rare entwickelt wird und 3D-Grafiken nutzt, die auf damals unvorstellbar teuren und leistungsfähigen Silicon Graphics-Rechnern berechnet werden.

 

Contra III: The Alien Wars (Konami, 1992)
Die Super Nintendo-Episode von Konamis harter SciFi-Actionserie (die lange Jahre in Europa unter dem Titel „Probotector“ geführt wird und statt menschlicher Gegner Roboter als Kanonenfutter nutzt) ist in der Präsentation nah am Automatenvorbild, bietet viel Abwechslung und einen Zweispieler-Koop-Modus.

 

Mit „A Link to the Past“ kehrt die Reihe 1991 zur schrägen Vogelperspektive zurück. Das komplexe und umfangreiche Abenteuer wird zu einem der erfolgreichsten Super Nintendo-Titel und gilt bis heute als eines der besten Videospiele.

Welche zusätzlichen Funktionen bietet die Hardware?

Die Menüs und Funktionen des SNES Classic Mini zeichnen sich durch Übersichtlichkeit aus, die einzig relevante Einstellung betrifft die Grafikdarstellung. Drei Bildmodi stehen zur Wahl: das Originalformat (256×224 Pixel), eine leicht gestreckte 4:3-Darstellung sowie der CRT-Modus, in dem die Rasterlinien alter Röhrenbildschirme simuliert werden.

Die Spiele lassen sich nach einigen Attributen wie Erscheinungsjahr oder Nutzungshäufigkeit sortieren, und je Titel gibt es vier Speicherstellen, die mit einem Spielstand belegt werden können. Hilfreich: Eine Rückspulfunktion erlaubt das Überwinden kniffliger Stellen. Zurück ins Menü gelangt man durchs Drücken des Reset-Knopfs der Konsole.

Wie bekomm ich einen SNES-Mini?

Wie bereits beim NES-Mini dürfte es schwer werden, das neue SNES im Handel zu entdecken. Die nachgefragten Stückzahlen übersteigen die ausgelieferten erheblich. Wer nicht vorbestellt hat, geht daher mit hoher Wahrscheinlichkeit leer aus – wenigstens zum normalen Preis von rund hundert Euro. Auf den Internetmarktplätzen werden sich derweil vermutlich jede Menge neue, jedoch deutlich überteuerte Geräte finden lassen.

Wer warten kann, sollte diese Angebote von Wiederverkäufern ignorieren: Nintendo hat Mitte September bekannt gegeben, dass man 2018 weitere SNES-Mini nach Europa liefern werde und für den Sommer auch Mini-NES-Nachschub plant. Zudem will das Unternehmen, das von der Popularität der ersten Retro-Konsole noch überrascht wurde, diesmal von vornherein mehr Einheiten produzieren. Eine Nachlieferung vor Weihnachten liegt also im Bereich des Möglichen.

Oder einfach bei unserem Gewinnspiel mitmachen. 😉

Gewinnspiel

Schreib uns bis 6.10.2017 eine Mail auf games@enemy.at, warum genau du einen SNES-Mini unbedingt brauchst! Unter allen Einsendungen verlosen wir einen SNES-Mini, zur Verfügung gestellt von Nintendo Austria.

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