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Passengers – Filmkritik

Passengers – Filmkritik

Passengers reiht sich in eine lange Liste von Filmen ein, die wunderschöne Science-Fiction-Welten an schlechte Handlungen verschwenden.

Das Raumschiff Avalon soll eine Gruppe von 5259 Menschen auf die entfernte Homestead-Kolonie bringen. Die Reise dauert 120 Jahre, doch nach nur 30 wacht Ingenieur Jim Preston, gespielt von Chris Pratt, auf. Vollkommen unmöglich, erfährt er, denn das Schiff sei ausfallresistent. Alle Versuche die Situation zu richten scheitern, und so sieht man ihm zu, wie er versucht ein schönes einsames Leben zu führen. Doch wie es der Zufall so will, wacht Aurora (Jennifer Lawrence) ebenfalls aus dem Hyperschlaf auf. Nun zu zweit geht es natürlich ordentlich ab zwischen den beiden.

Soweit so gut. Natürlich läuft nicht alles so glatt ab, wie die beiden es gerne hätten, und das Raumschiff hat noch immer ein großes ungelöstes Problem. Bis hierher funktioniert der Film mäßig bis passabel. Die Liebesgeschichte trägt etwas dick auf, aber das Raumschiff und das Weltall waren fantastisch genug. Es hilft auch, dass Jims Leben vor Auroras Auftauchen durchaus unterhaltsam ist, und in meinen Augen den besten Teil des Films darstellt.

 

Danach geht es in Passengers allerdings schnell bergab, die Geschichte wird nur mehr durch die lachhaftesten Zufälle und Gegebenheiten weitergetrieben. Ohne zu spoilern besteht eines der Probleme etwa darin, dass es nur eine einzige Krankenstation auf dem gesamten Schiff gibt, die nur eine Person behandeln kann. Ich habe eingangs 5259 Menschen erwähnt – selbst wenn der Hyperschlaf funktioniert hätte, wäre das grob fahrlässig. Das Raumschiff behauptet außerdem, dass es zu keinen Ausfällen kommen kann. Punkt. Wie im Film klar wird, ist das beweisbar falsch, und generell eine absurde Aussage über ein System mit tausenden von Teilen, das 120 Jahre am Stück durch den Weltraum fliegen soll.

Chris Pratt und Jennifer Lawrence versuchen ihre Rollen so gut wie möglich zu spielen, aber auch sie reißen den Film nicht heraus. Gehemmt durch einige der absurdesten Szenen und Dialoge bleiben Charaktermomente schwach und uninspiriert. Spannung kommt so gut wie nie auf, da alle Probleme entweder innerhalb von 10 Sekunden gelöst werden, oder so aufgeblasen werden, dass ich es nicht mehr ernst nehmen konnte.

Fazit

Passengers weiß nicht genau, was für ein Film er sein will. Der Anfang ist eine offensichtliche Hommage an Cast Away. Also ernstes Charakterdrama, doch das vergeht schnell. Die Liebesgeschichte in der Mitte fühlt sich aufgesetzt an, gefolgt von der fast gezwungen wirkenden Action-Sequenz. Schöne Bilder, keine Substanz.

Kinostart: 5.1.2017
Genre: Science Fiction, Drama
Regisseur: Morten Tyldum
Cast: Chris Pratt, Jennifer Lawrence, Michael Sheen
Land: USA
Dauer: 116 Minuten
Filmverleih: Sony Pictures Entertainment
Für Fans von: Anspruchslosen Science-Fiction-Filmen

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