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Resident Evil VII: Biohazard im Test

Resident Evil VII: Biohazard im Test

„Zurück zu den Anfängen!“ Das hat sich zumindest Capcom gedacht, als sie das Konzept für Resident Evil 7 geschrieben haben. Doch nun, am Anbeginn des Virtual Reality-Zeitalters wird selbst Horror-Fans wieder das Fürchten gelehrt. Denn das Zombie-Urgestein hat einiges für die Zockergemeinschaft mitgebracht!

Resident Evil ist eine der ältesten Spieleserien der Neuzeit. Gerade in seinem Heim-Genre, dem Horror, hat der Franchise von Beginn an geprägt. Doch mit Teil 5 und 6 kehrte ein wenig Action-Einheitsbrei auf die Konsolen und Angst-Süchtige waren beunruhigt, ob Resi wieder das wird, was es mal war. Nun ist es soweit – Capcom said: Make Resi great again!

Good Guy Ethan

Ethan ist ein Freund, den sich jede Frau wünscht. Er lässt seiner Freundin Mia jegliche Freiheiten und sie fährt aufs Land, um dort einen Kindermädchen-Job anzunehmen. Regelmäßig schickt sie Videotapes mit ihren Updates und hält alles in ihrem Videoblog fest. Doch plötzlich kippt die Stimmung und Mia möchte nicht, dass Ethan kommt und sie abholt, denn bei der Familie Baker ist irgendetwas ganz und gar nicht schön. Ethan, der Vorzeige-Freund, macht sich deshalb auf den Weg zu Mia, um sie aus dem Landhaus zu befreien. Doch die Bakers heißen ihn erstmal willkommen und zeigen sich von ihrer blutrünstigsten und brachialen Art. Sie wollen, das Ethan bleibt. Mit allen Mitteln! Und hier beginnt der Horror erst recht!

Die erste Bekanntschaft mit Jack Baker fällt nicht sehr glücklich aus.

Die erste Bekanntschaft mit Jack Baker fällt nicht sehr glücklich aus.

Back to the roots!

Das Horror-Feeling ist wieder da! Hurra? Nach dem Action-Shooter Teil 5  und dem noch eintönigerem Resi 6 sind Fans der Serie skeptisch geworden. Doch mit Teil 7 erleben wir einen Reboot, der sich gewaschen hat. Viele Parallelen finden sich nämlich wieder zu den Anfängen von Resident Evil als Spieler noch durch die Spencer-Villa schlichen und sich Raum für Raum in Sicherheit kämpften. Auch jetzt erfahren wir die gastfreundschaftliche Nächstenliebe der Familie Baker, die aus mysteriösen Gründen schräg drauf sind. Jeder Raum birgt seine Geheimnisse und Überraschungen so darf auch der obligatorische Speicherraum nicht fehlen, wo man sein Inventar in Ruhe sortieren kann sowie den Speicherbutton drücken kann.
Auch die altbekannten seichten Puzzle-Elemente sind zurück. So muss man Schlüssel für andere Zimmer zuerst finden, Schattenspiele überwinden und immer wieder ums Überleben kämpfen. Auch die Ressourcenplanung ist zurück und gibt dem Horror Game sein Survival im Namen wieder retour. Munition ist begrenzt, Kräuter findet man im Haus nur dort, wo Unkraut nicht gerupft wurde und Gegenstände können in Zimmern gefunden werden, die man durch Kombinieren endlich auch verwenden kann.
All diese Aspekte gepaart mit einigen Jumpscares, den wunderbaren Soundeffekten, die einem die Gänsehaut laufen lassen, und dem Gewissen, dass hinter jeder Ecke wieder der Horror wartet lässt einem den Angstschweiß aus allen Poren laufen!

An den Tisch gefesselt essen wir zwangsweise mit den Bakers zu Abend.

An den Tisch gefesselt essen wir zwangsweise mit den Bakers zu Abend.

Horror hoch zehn

Wer den ultimativen Kick sucht, der greift zur Playstation 4-Version. Denn dank exklusiver PSVR-Unterstützung darf mit Brille gefürchtet werden. Dank der VR Erfahrung wirken die Horror-Effekte noch realer und selbst die erfahrensten Resi-Veteranen werden wieder auf der Couch aufspringen, wenn Marguerite aus dem Finsteren ins Gesicht springt. Doch selbst als Killerapp für die PSVR muss man mit technischen Einschränkungen leben. Im VR Modus erkennt man klares Kantenflimmern, welches sich links und rechts vom Blickfeld ausprägt, jedoch bemerkt man das nach kurzer Zeit nicht mehr, da man komplett auf die Mitte und die Atmosphäre konzentriert ist – wenn die Angst regiert!
Auch im spielerischen kommt es zu Hürden: die Boss Battles sind teilweise sehr mühsam und man hat die klassischen Muster von früher, die es zu erkennen und abhaken gilt. Und gerade weil der Horrorgrad so nach oben geschraubt wird, spielt das Adrenalin Spielern meist einen Streich und man muss Passagen wiederspielen, um den richtigen Weg zu finden. Das ist vor allem für Horror-Newbies zeitweise eine Farce, denn gerade in stressigen Situationen muss die richtige Entscheidung gefällt werden und letztendlich hilft meist nur noch ein “Kontrollpunkt laden”.

Spätestens wenn einem Ungeziefer über die Arme klettert, merkt man die Macht von VR-Systemen.

Spätestens wenn einem Ungeziefer über die Arme klettert, merkt man die Macht von VR-Systemen.

Fazit

Resident Evil ist wieder da, als wäre es nie weg gewesen! Es spielt sich flüssig, je nachdem wie mutig man ist, und hat spielerisch als auch storytechnisch seine Höhen. Dank der vielen Jumpscare-Einlagen und dem Sound-Terror ist für jeden etwas dabei und man darf sich endlich wieder gruseln. Wer eine PSVR sein Eigen nennen darf, der braucht dieses Spiel definitiv in seiner Sammlung und für Connaisseurs des Horror-Genres ist Resident Evil endlich wieder ein Maßstab!
2017 beginnt schon mal gut. Wer das Abenteuer-Wochenende überlebt, der darf sich hoffentlich noch auf weitere Videospiel-Perlen wie diese freuen!

 


Release Date: 24.01.2017
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Genre: Survival Horror
Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom

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