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Rock in Vienna 2017 – Tag 2

Rock in Vienna 2017 – Tag 2

Tag 2 vom Rock in Vienna 2017. Heute standen sogar sechs Bands auf dem Programmzettel. Um 15 Uhr öffnete die Donauinsel ihre Pforten und pünktlich um 15.30 enterten Fatherson die Bühne. Die drei Alternative-Indie Rocker aus Glasgow gaben sich alle Mühe die wenigen frühen Besucher zu fesseln – sehr schade. Die Jungs hätten sich mehr verdient.

(c) Alexander Blach

 

Kurze Umbaupause und weiter geht es mit Schmutzki die ihren riesigen roten Banner mitgebracht haben, auf dem groß ihr Name stand. Das Trio aus Stuttgart gibt es ja eigentlich erst seit ein paar Jahren – würde man ihrer energetischen Show nicht anmerken. Vor der Bühne war trotz früher Stunde auch schon recht viel los, jeder, der bereits wieder laufen konnte, machte brav mit. Die Jungs wären fast zu spät gekommen, steckten sie doch mitten im ganzen Rock am Ring Absage Chaos fest.

Mehr: Schmutzki im Interview: „Es gibt Zeiten, da musst du mal fett auf die Fresse kriegen!“

(C) Alexander Blach

 

Kurzer Umbau und weiter geht es mit Schweinerock von The Dead Daisies. Die in Würde gealterten Mannen rund um den Kurzzeitsänger von Mötley Crue, John Corabi, brachten ein ganzes Sortiment an Gibson Gitarren mit, dazu richtig schmutzigen Hardrock.

Nach dem gestrigen Hip Hop Tag tat es wirklich gut wieder „richtige“ Bands auf der Bühne zu sehen, die sichtlich Spaß am musizieren haben.

2015 war der deutsche Veranstalter  DEAG angetreten, um den Festivalmarkt in Deutschland und Österreich kräftig aufzumischen. Ein Pendant zu Rock am Ring wollte man schaffen und in einem Aufwasch in Österreich, dem Nova Rock das Wasser abgraben. Mit einem neuen Konzept (Festival in der Stadt, etwas ältere- und damit finanzstärkere Zielgruppe als vergleichbare Festivals) sowie einem Killer-Line-up gelang das auch mit etwas Bauchweh. Die notwendigen Besucherzahlen wurden zwar nie erreicht, Beschwerden über Soundprobleme und dem frühen Ende taten dann ihr übriges.

2017 musste die DEAG dann noch zu allem Überfluss auch noch ihre zwei anderen Rockfestivals in Deutschland absagen – Rockavaria und Rock im Revier finden heuer nicht statt. Einzig Rock in Vienna blieb bestehen, wenn auch in abgespeckter Form und mit einem nicht ganz schlüssigen Lineup.

Egal, schließlich geht es ja um Musik und nicht um Genregrenzen. Dachten sich wohl auch Grossstadtgeflüster die als Nächstes dran waren. Ihr FM4 Hit Ich muss gar nix! aus dem Jahre 2006 brachte ihnen Weltruhm in Österreich, in Deutschland klappt es erst so richtig seit ein paar Jahren.

Etwas verloren wirkten die drei Berliner auf der riesigen Bühne und abseits einiger technischer troubles brachten sie eine tolle Show mit, inklusive Luftballons und einem Mini Backdrop. „Die restliche Deko mussten wir Rammstein borgen“, meinte Sängerin Jen schmunzelnd entschuldigend. Das Wetter hatte auch ein paar Special Effects zu bieten, es nieselte und gleichzeitig brannte die Sonne runter, inklusive doppeltem Regenbogen, der sich über das gesamte Gelände spannte.

(c) Rock in Vienna / Florian Matzhold

 

Ja, und dann war Zeit für Silbermond. Ein paar Hardcore Fans, die seit Stunden vor der Bühne warteten, freuten sich einen Haxn aus, der Rest wirkte eher etwas verdattert, sogar die Videoscreens verloren ihre Farbe und strahlten in Schwarz/Weiß. Sängerin Stefanie hatte dem Anlass entsprechend eine schwarze Lederjacke an, die Band spielte bemüht ihre Show inklusive ihrem Überhit Symphonie.

(c) Rock in Vienna / Florian Matzhold

 

50 Minuten Umbaupause, die Sonne ging langsam unter und die 15.000 Besucher freuten sich auf den Headliner, Kings of Leon, die eine großartige Show bei fantastischem Sound ablieferten, inklusive aller Hits und beeindruckenden Visuals. Mit Ansagen ging man eher sparsam um, tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

Tag 2 beim Rock in Vienna 2017 geschafft, morgen geht´s weiter!

Photos: (c) Alexander Blach & Rock in Vienna / Florian Matzhold

 

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Luis Pasching
äähm, mir ist grad ein bisi schlecht
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