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Rock in Vienna 2017 – Tag 3 – Eskalation auf der Insel

Rock in Vienna 2017 – Tag 3 – Eskalation auf der Insel

Tag 3 von Rock in Vienna 2017 auf der wolkenverhangenen Donauinsel.

Eröffnen dürfen den heutigen musikalischen Reigen die ewig jungen Itchys, die mittlerweile auch schon 17 musikalische Schaffensjahre auf dem Buckel haben. Der Besuch ist zu so früher Stunde noch bescheiden, immerhin schaffen es die Jungs, alle vor der Bühne zu versammeln und ordentlich mitzumachen. Da darf auch schon mal auf einem Gitarrenkoffer durchs Publikum gesurft werden und ein paar Witzchen über den gestrigen Auftritt von Silbermond gemacht werden. „Ist deine Gitarre gestimmt?“ – „Gut genug für Österreich!“.

(c) Rock in Vienna / Florian Matzhold

 

Praktisch nahtlos ist der Übergang zu den Donots die musikalisch ins gleiche Horn blasen, Pop-Punk, mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Es wird crowdgesurfed, gecirclepited, ein Anti-Nazi Backdrop wird entblättert und gegen Ende gibt es noch das Twisted Sister Cover „We´re not gonna take it„.

Mehr: Donots im Interview: „Jede Uhrzeit ist eine gute, um sich den Arsch aufzureißen!“

(c) Rock in Vienna / Florian Matzhold

 

Etwas verspätet kommt der einzig nicht deutsche Act des heutigen Abends, Monster Magnet, auf die Bühne. Die Band hat sich in der Bühnenmitte zusammengekuschelt, anfangs etwas verhalten spielten sich die Mannen rund um Frotmann Dave Wyndorf in einen regelrechten Rausch und hatten sichtlich Spaß an ihrem old-school Rock ’n‘ Roll.

Inzwischen hat es heftig zu regnen begonnen, die Zuseherdichte ist merklich geschrumpft und Monster Magnets letzter Song Space Lord (Motherfucker) sei als Mittelfingerhommage an den Regengott zu verstehen, erklärt Wyndorf.

(c) Rock in Vienna / Florian Matzhold

 

Die Temperatur ist merklich gefallen, es ist saukalt und zittrige Hände verschütten Bier. Die Regencapes der Sponsoren erfreuen sich steigender Beliebtheit. Nur gut, dass In Extremo gleich zu Beginn ihres Sets ein kleines Feuerchen auf der Bühne entfachen. Ihre mittelalterlichen Instrumente sind offenbar auch damals das letzte mal gestimmt worden und ihre niedliche Pyro Show half da leider auch nicht, dies zu kaschieren.

Doch immerhin hatten sie den Regengott milde gestimmt, der Donauturm erstrahlte zeitweise wieder im Sonnenlicht. Es folgt eine 50-minütige Umbaupause, die 10.000 Besucher versammelten sich artig und in freudiger Erwartung vor der Bühne.

(c) Rock in Vienna / Florian Matzhold

 

Pünktlich um zehn nach neun fiel der Vorhang und Deichkind wurde auf Wien losgelassen. Der Bass knallt präzise aus den Boxen, auf der Bühne bewegen sich riesige LED Wände, alles dreht und bewegt sich. Riesengehirne, Sänger an Bungeeseilen, ein Schlauchboot, ein riesen Fass im Publikum, ein Trampolin – man könnte glatt von einer Eskalation sprechen. Bis jetzt eindeutig das optische Highlight beim heurigen Rock in Vienna.

Photos: (c) Rock in Vienna / Florian Matzhold

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Luis Pasching
äähm, mir ist grad ein bisi schlecht
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