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Super Mario Odyssey im Test

Super Mario Odyssey im Test

Der beliebteste Italiener der Welt ist wieder zurück. Super Mario Odyssey erschien am 27. Oktober für Nintendo Switch und verspricht originelle 3D Platformer Action wie man sie von Titeln wie Super Mario 64, Super Mario Sunshine und Super Mario Galaxy kennt und liebt.

Wedding Crasher Mario

Bowser zwingt Peach zur Hochzeit, oh no!

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Die Geschichte von Super Mario Odyssey beginnt ganz klassisch und ist schnell erklärt. Bowser hat wieder einmal Prinzessin Peach entführt. Dieses Mal meint er es allerdings wirklich ernst, denn sein Plan ist es Peach zu heiraten, ob sie das will oder nicht. Damit an diesem vermeintlich schönsten Tag in Bowser Leben auch ja nichts schief gehen kann, wird die Planung der Hochzeit von einer Bande an Hasen, den Broodals, übernommen. Bowsers Traumhochzeit soll natürlich im großen Stil vonstattengehen, weshalb einige Vorbereitungen getroffen werden müssen. Bei diesem Vorhaben krallen sich Bowser und seine Handlanger nur die feinsten Spezialitäten unter den Nagel und hinterlassen in den besuchten Königreichen nur Chaos und Verwüstung. Die verzweifelten Bewohner dieser Königreiche sind darüber natürlich nicht sehr freut. Nun liegt es an Mario die Ordnung wiederherzustellen und Bowsers Flugschiff rund um die Welt zu folgen um die Hochzeitspläne zu vereiteln.

Gameplay

Sind wir doch mal ehrlich, niemand spielt ein Mario Spiel um die Geschichte zu erfahren sondern wegen dem genialen Gameplay. Viel zu lange ist es nun her seitdem ein ordentlicher 3D Mario Titel für die Heimkonsolen erschienen ist. Mario-Erfinder Shigeru Miyamoto hat in einem Interview selbst bestätigt, dass sich die Serie seit Super Mario Sunshine mehr in den Casual Markt entwickelt hat. Mit Super Mario Odyssey sollen nun endlich wieder Fans von Spielen wie Super Mario 64 und Super Mario Sunshine bedient werden. Super Mario Odyssey kehrt zurück zu den Ursprüngen und setzt wieder mehr Wert auf eigenständige Erkundung und Bewegungsfreiheit.

In der realistischen Stadt wirkt Mario etwas falsch, aber Spaß macht es trotzdem.

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Die Steuerung in Super Mario Odyssey ist ein wahrer Traum und lässt zum Glück keine Wünsche offen. Die frei bewegbare 3rd Person Kamera ermöglicht es sich einen guten Überblick zu verschaffen und kann zusätzlich im Stand in die Egoperspektive gewechselt werden. Egal ob mit dem Pro-Controller, Joy-Con oder im Handheldmodus, die präzise Steuerung geht leicht von der Hand und sorgt für ein frustfreies und hochwertiges Spielgefühl. Ganz nach dem Vorbild von Super Mario 64 dürfen klassische Moves wie der Dreisprung, der Hechtsprung, der Rückwärtssalto und die Stampfattacke  nicht fehlen. Zu den neuen Tricks gehören der äußerst praktische Stampfattackensprung und die Vorwärtsrolle sowie neue Mechaniken die unser Freund Cappy aus dem Hut zaubert.

Der neue Begleiter

Gemeinsam mit Cappy machen wir uns auf den Weg Bowser zu besiegen.

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Unterstützt wird Mario auf seiner Reise von seinem neuen Begleiter Cappy, dem Geisterwesen aus dem Hutland. Cappy bietet sich freundlicherweise als Ersatz für Marios zerrissene Kappe an und spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte. Cappy ist nicht nur ein cooler Zeitgenosse sondern auch Dreh- und Angelpunkt der neuesten Mechanik in Super Mario Odyssey, dem Capern. Dazu muss Mario seine Kappe auf einen bereits hutlosen Gegner oder einen bestimmten Gegenstand werfen um dessen Kontrolle zu übernehmen. Bis auf wenige Ausnahmen kann der Spieler somit in die Rolle von fast jedem Gegnertypen schlüpfen.

It´s cool, man!

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Dabei wird dem Gegner nicht nur ein Schanuzer samt Mario Kappe verpasst, sondern auch die Steuerung verändert. Jede Transformation fühlt sich aufgrund er unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten einzigartig und individuell an. Altbekannte Gegner wie Goombas, Kugelwillis, Kettenhunde, Koopas und Cheep Cheeps sind nur ein kleiner Auszug aus dem Sortiment der kontrollierbaren Gegner. Das Transformieren ist vor allem dann notwendig wenn spezifische Fähigkeiten gefragt sind um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Beispielsweise können sich Goombas übereinander stappeln, um somit höher gelegene Gebiete zu erreichen oder Goomba-Damen zu imponieren. Cappy ist ein wahres Multifunktionswerkzeug, dass für fast jedes Problem eine Lösung parat hat, sowohl im Kampf als auch bei der Erkundung.

Welten

Auf der Weltkarte ist es ein leichtes auch wieder vorherige Welten zu besuchen.

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Gemeinsam mit ihrem Fluggefährt, der Odyssey, besuchen Mario und Cappy die unterschiedlichsten Königreiche. Dabei unterscheidet sich nicht nur die Größe und Thematik der Königreiche sondern auch der gesamte Grafikstil. Vom sprechenden Besteck im Low Poly Schlemmerland bishin zu den realistischen Menschen in New Donk City gibt es viele interessante Bewohner und Welten zu entdecken. Der Kontrast zwischen den unterschiedlichen Grafikstilen ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, fällt aber nach längerem Spielen kaum mehr auf sobald man sich ins Spiel vertieft hat. Mit jedem neuen Königreich kommen auch neue Herausforderungen und neue Gegner die es zu bewältigen gilt. Wer sich Sorgen um die Anzahl um der verfügbaren Welten macht wird überrascht sein, denn an Umfang mangelt es Super Mario Odyssey, mit weit mehr als 10 Königreichen, sicherlich nicht.

Level abgeschlossen – Zeit für ein bisschen Urlaub.

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Die Welten sind weitestgehends offen gestaltet und laden zur eigenen Erkundung ein. Unzählige Sammelobjekte wie Goldmünzen, lokale Münzen, versteckte Power Monde und Geheime Level gibt es in jedem Königreich zu entdecken. Während manche dieser Objekte sehr offensichtlich platziert sind, sind die meisten dieser Sammelobjekte sehr gut versteckt oder nur mit gekonnten Sprungmanövern oder Transformationen zu erreichen. Je Nach Levelgröße gibt es 50 oder 100 lokale Münzen zu finden, die im Shop gegen örtliche Kleidung und Souvenire eingetauscht werden können. Mit über 40 freischaltbaren Kostümen ist die Auswahl enorm und ermöglicht es dem Spieler Mario nach eigenem Belieben einzukleiden. Darunter zu sehen ist Mario als Cowboy, Pirat, Clown, Doctor oder gar in Boxershorts ohne Oberteil. Was einige vielleicht nicht wissen ist, dass Mario bereits viele dieser Kostüme in früheren Spielen getragen hat.

Die 2D-Welten lassen altbekannte Gefühle wieder auferleben.

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Besonders einzigartig sind auch die 2D Abschnitte in denen Mario durch eine Röhre klettert und auf der anderen Seite als 8-Bit wieder rauskommt. Auch hier merkt man wieder die liebe zum Detail. Sobald man in den 2D Modus gewechselt hat ändert sich auch die Musik von einer orchestralen Musik zu klassischen NES Geräuschen und sogar die unterschiedlichen Kostüme werden als 8-Bit Version angezeigt. Die Mixtur auf 2D und 3D Gameplayelementen wird vor allem dann interessant wenn die beiden Welten miteinander interagieren. So gibt es zum Beispiel 2D Level in denen sich die 2D Leinwände über einen Abgrund bewegen oder gar verschwinden. Die Schwierigkeit darin liegt, dass man sich immer innerhalb der Grenzen der 2D Leinwand befinden muss, da man sonst wieder in der dritten Dimension landet und damit in den sicheren Tod fällt. Großzügig gesetzte Checkpoint Flaggen dienen als Speicherpunkte um nach einem Fehltritt wieder ins Spiel einzusteigen. Ein Game Over gibt es nicht mehr, stattdessen zahlt man mit jedem Tod einen kleinen Betrag an Goldmünzen.

Neu ist auch, dass man im Gegensatz zu den Vorgängerteilen so viel Zeit wie man will in einer Welt verbingen und so viele Monden wie man möchte sammeln kann, ohne das Königreich verlassen zu müssen. Auf diese Weise wird der Spielfluss nicht durch das ständige Verlassen eines Levels unterbrochen und es bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens: Die Power Monde!

Power Monde

Sterne waren von gestern, in Super Mario Odyssey dreht sich alles um Monde.

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Das Sammeln der Power Monde ist die Hauptaufgabe in Super Mario Odyssey. Nur durch die Power Monde kann die Odyssey wachsen und noch längere Distanzen überbrücken um neue Königreiche zu entdecken. Je nach Welt gibt es zwischen 30-90 Monde zu sammeln, wovon aber zu Beginn nicht alle verfügbar sind. Wer nur das Minimum an Monden sammeln möchte, um zum nächsten Königreich zu kommen, kann dies ohne Probleme in kürzester Zeit tun. Am einfachsten ist das indem man der Geschichte folgt und sich zur nächsten Herausforderung leiten lässt. Bosskämpfe sind dabei besonders profitabel, da sie nicht nur einen Power Mond sondern gleich drei Power Monde als Belohnung geben.

Um aber alle Power Monde eines Levels zu finden muss deutlich mehr Zeit investiert werden. Der Großteil dieser optionalen Power Monde ist sehr gut versteckt und oft mit kniffligen Bonus Level verbunden. Die Bonus Level sind vergleichbar mit denen aus Super Mario Sunshine, allerdings viel schöner aufbereitet. Der Schwierigkeitsgrad dieser optionalen Level ist deutlich höher und auch die Rätsel sind sehr originell. Oft sind auch gleiche mehrere Power Monde in demselben Bonus Level versteckt. Es lohnt sich also hinter jeder Ecke und unter jeden Stein nachzusehen ob sich dort nicht ein weiteres Geheimnis verbirgt. Wer es wagt nach einer Herausforderung zu suchen wird auch fündig.

Endgame

Wenn du sehr empfindlich gegenüber Spoilern bist oder es dir wichtig ist mögliche Überraschungen selbst zu entdecken, dann solltest du jetzt diesen Abschnitt ignorieren und direkt zum Fazit übergehen.

Der Spaß in Super Mario Odyssey endet auch nach Abschluss der Geschichte noch lange nicht. Nachdem der Endkampf mit 250 Monden freigeschalten und bewältigt wurde, lautet das nächste Ziel 250 weitere Monde zu sammeln um die letzte Welt freizuschalten. In allen bisher besuchten Königreichen erscheinen dafür zusätzlich neue Herausforderungen und Monde. Als Belohnung für insgesamt 500 Sterne erwartet dich dann eine wahre Herausforderung, die dein gesamtes Können auf die Probe stellt. Auch Nostalgiker kommen nach Abschluss der Geschichte voll auf ihre Kosten. Fans von Super Mario 64 erwartet noch die ein oder andere Überraschung, die einen emotional ins Jahr 1996 zurücksetzen werden.

Fazit

Super Mario Odyssey ist ein Meisterwerk und sollte in keiner Nintendo-Kollektion fehlen. Der neueste Mario-Titel überzeugt auf der gesamten Linie und liefert Qualität und Spielspaß auf höchstem Niveau. Mit Super Mario Odyssey kehrt die 3D Mario-Serie endlich wieder zurück zu ihrem Ursprung und bietet sowohl für Neueinsteiger als auch Veteranen der Serie massig Inhalte, die es zu entdecken gilt. Es ist all das was man sich von einem 3D-Platformer erwartet und noch mehr.

Die unzähligen versteckten Monde in den wunderschön designten Welten wecken schon einmal schnell Kindheitserinnerungen. Die vielen Stunden die man damals in Super Mario 64 verbracht hat neue Level freizuschalten und Geheimnisse zu entdecken wurden plötzlich wieder ganz klar und greifbar. Für Fans des Original Super Mario Bros. gibt es ebenfalls viele nostalgische Momente. Die nahtlosen integrierten 2D Abschnitte fühlen sich vertraut und stimmig an.

Super Mario Odyssey bedient sich vieler Elemente seiner Vorgänger, schafft es aber diese mit neuen Elementen und Mechaniken zu vereinen um etwas komplett neues zu erschaffen. Cappy und seine neue Capern-Mechanik passen perfekt in dieses Konzept und bereichern das Spiel durch abwechslungsreiche und kreative Platforming Action. Insgesamt fühlt sich Super Mario Odyssey so an als hätte man das Beste aus jedem Mario Spiel genommen und in ein Spiel gepackt.

Der Wiederspielwert ist dank freischaltbarer Kostüme, Challenges und unzähligen Geheimlevel enorm. Ein Pflichtkauf für alle Switch-Besitzer!

Release Date: 27.10.2017
Plattform: Nintendo Switch
Genre: Jump´n´Run
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo

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