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The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test

The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test

Funkelnde Augen, strahlendes Lächeln und ein nie da gewesener Hype – schon beim ersten Trailer konnte man all dies bei jedem The Legend of Zelda-Fan beobachten – etwas, was ich nicht wirklich nachvollziehen konnte, bis jetzt. Zwar gibt es unter den The Legend of Zelda-Fans zwar immer Streitereien, welcher Teil der Beste sein soll – einig sind sie sich jedoch in einem Punkt immer: Alle Teile sind ein Meisterwerk für sich.

Breath of the Wild ist hier keine Ausnahme und wird die persönliche Rangliste ordentlich umkrempeln. Derweil ist Breath of the Wild kein typisches The Legend of Zelda. Ja, es gibt Kämpfe, Ganon, die altbekannten Rassen und Prinzessin Zelda, der man zu Hilfe eilt. Doch diesmal konzentriert sich der neueste Ableger auf das Überleben.

 

Im Anfangsgebiet wimmelt es nur von Monstern.

Im Anfangsgebiet wimmelt es nur von Monstern.


Umgeben von Monstern

Das Spiel fängt ziemlich einsam an. Eine riesige Landschaft und in dieser findet sich nur ein seltsam gekleideter Mann. Er hilft uns zumindest und sagt uns was wir als Nächstes tun sollen. Alle anderen Wesen auf dem Plateau, auf dem wir uns befinden, existieren, um uns zu töten und manche Monster schaffen dies sogar mit nur einem Schlag. Blocken, ausweichen und flüchten sind also stehts im Repertoire. Mit Hilfe von Schreinen erlangt Link seine neuen Fähigkeiten und muss sie gleich unter Beweis stellen, dass er sie beherrscht. Absolviert man die ersten vier Schreine, erhält man einen Paragleiter, mit dem man das Plateau endlich verlassen kann.

Auch mit Hunden kann man spielen, sie streicheln oder ihnen was zum essen geben.

Auch mit Hunden kann man spielen, sie streicheln oder ihnen was zum essen geben.


Unbegrenzte Möglichkeiten

Schon auf dem Plateau merkt der Spieler schnell, dass in Breath of the Wild viel Liebe zum Detail steckt. Bäume können gefällt werden, Äpfel rollen den Hang hinunter, Essen kann im Feuer gebraten werden oder in einen Teich geworfen werden, um Fische anzulocken, Käfer krabbeln auf Bäumen herum, Eidechsen verstecken sich unter Steinen – vieles, was Link von seiner eigentlichen Mission ablenkt: Rette die Prinzessin.
Doch damit Link die Prinzessin retten kann, muss er überleben und das schafft er nur wenn er Speisen kocht und Rüstungen kauft, die ihn stärker machen. Gesammelt werden kann fast alles und das Inventar für Zutaten wirkt unendlich. Jede Zutat kann mit jeder anderen Zutat gekocht oder vermischt werden – maximal jedoch 5 Zutaten miteinander, wobei eine doppelte Zutat ihren Effekt verstärkt. Kocht man ein Steak mit Chilli, dann schützt das Link drei Minuten vor Kälte, 2-3 Chilischoten schützen Link dann stolze 10 Minuten vor Kälte.

Stärker wird Link auch durch Rüstungen, diese haben diesmal Fähigkeiten und einen Rüstungswert. Trägt man alle Teile einer Rüstung, so bekommt man zusätzlich einen Set Bonus, zumindest bei den meisten Rüstungen. Somit kann sich Link problemlos dank der Sheikah Rüstung anschleichen und Monstern oder Tieren durch eine Stealth Attacke den gar aus machen.

Ein Verbesserungssystem liefert Breath of the Wild diesmal auch, somit können viele Materialien zum Verstärken einzelner Rüstungen genützt werden.

 

Unzählige Schreine stellen den Spieler auf die Probe.

Unzählige Schreine stellen den Spieler auf die Probe.


Eine Welt voller Rätsel

Wer sich dann endlich dem eigentlichen Ziel widmet, gelangt zu gesprochenen Dialogen und den 4 Rassen, die in Breath of the Wild eine Rolle spielen. Jede Rasse plagt ein mechanischer Titan, welche nur durch Link gestoppt werden können. Statt der Tempel in vorherigen Teilen bringen nun die Titanen die Spieler zu geistigen Meisterleistungen. Logik, Geschick und Können sind hier gefragt und bringt wohl viele Spieler an ihre Grenzen. Auch das erfolgreiche Abschließen eines Tempels ist wunderbar in Szene gesetzt und gibt dem Spieler das nötige Gefühl etwas geschafft zu haben.

Wem die 4 Titanen zu wenig sind, der kann sich auch durch die 100 Schreine geistig fordern lassen. Mit teils lustigen und seltsamen Mechaniken gilt es hier das Ziel zu erreichen, um eine Seele zu erlangen. 4 Seelen können dann für einen Herz-Container oder einen Stamina-Container benutzt werden.

 

Die Welt von Breath of the Wild versetzt einen ins Staunen.

Die Welt von Breath of the Wild versetzt einen ins Staunen.


Eine Welt zum Mitnehmen

Grafisch ist die Welt für Nintendo-Verhältnisse beeindruckend. Die Grafik punktet mehr durch die Komplexität der Welt und der Liebe zum Detail. Eichhörnchen, Enten, Käfer tummeln sich zuhauf und erzeugen eine großartige, lebendige Welt. An die Natur muss sich Link jederzeit anpassen können und so muss er im Gewitter jegliche metallischen Rüstungsteile ablegen, sonst rennt er als Blitzableiter herum. Der Vulkan hingegen entflammt Holzwaffen und Schilde und macht sie dadurch nutzlos.

Die Sichtweite in Breath of the Wild lässt keine Wünsche offen und auch die verhassten Guardians oder Schreine lassen sich von weiter Ferne ausmachen. Untermalt wird Links Abenteuer durch ein riesiges Repertoire an Musikstücken. Hier ist der Kontrast jedoch sehr groß. Einerseits gibt es Stücke, die sich anhören, als würde ein 3-Jähriger am Klavier klimpern – andererseits kann man von manchen epischen Stücken nicht genug bekommen.

Wer zu Hause nicht genug bekommt, kann die Welt von Breath of the Wild auch unterwegs spielen. Technisch rennt das Spiel hier sogar ein bisschen besser, da es nur einen kleinen Schirm bedienen muss und die Nintendo Switch mit diesem The Legend of Zelda Ableger schon an seine Grenzen zu stoßen scheint. Das Spiel fordert auch den Akku der Switch, der jedoch trotzdem ganze 3 Stunden hält.

 

Auch die Goronen spielen wieder eine Rolle.

Auch die Goronen spielen wieder eine Rolle.

Fazit

Wer in die einzigartige Welt von The Legend of Zelda: Breath of the Wild eintaucht, wird belohnt. Die epischen Titanen, die lebendige Welt und auch die fordernden Schreine bieten jede Menge Stunden, in denen das Spiel einen fesselt und nicht mehr loslässt. Definitiv ein Meisterwerk und ein Kaufgrund für die Nintendo Switch.

Release Date: 03.03.2017
Plattform: Nintendo Switch, Wii U
Genre: Action-RPG
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo

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