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We are PARAMORE – live in Wien

We are PARAMORE – live in Wien

Paramore is still a Band! Das bekamen wir alle spätestens am 29. Juni in der Arena Wien beim Arena Open Air live zu spüren. Denn dort überraschte uns das Punkpop-Trio mit einem sowohl grandiosen als auch emotionalen Auftritt, den man so schnell nicht vergisst. Kurz: Ein ganz besonderes Erlebnis. Und gleich vorab mein Beileid an alle, die dieses Konzert-Highlight verpasst haben!

Throwback Thursday

Wer, so wie ich, ein riesiger Fan von Film-Legende Heath Ledger ist oder in den 90’s schon aktiv auf der Fernbedienung herumgedrückt hat, dem ist sicher der Film 10 Dinge, die ich an dir hasse ein Begriff. Dieser beschreibt die Vorband Bleached nämlich perfekt (danke, Marcella!). Anders gesagt: Girly-Punkpop-Power mit einem Quotenmann am Schlagzeug, die sehr wohl aus dieser Zeit hätten sein können.

Netter Auftakt, lieb zum Anschauen, ein wunderschönes Throwback in eine schon längst vergessene Zeit, aber die Stimmung war dann doch noch nicht ganz am Kochen. Trotz der schon fast vollzähligen, großteils weiblichen, Zuschauermenge. Aber nach über vier Jahren Warten, Bangen und Hoffen, seit dem letzten Österreich-Besuch von Paramore, war die Vorfreude auf den Hauptakt natürlich größer.

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(c) Aylin Izci

 

Und wir wurden nicht enttäuscht: Pünktlich und 15 Minuten nachdem Bleached von der Bühne abgegangen waren, eröffneten Paramore mit Told You So ihr Konzert. Aber das war nicht das einzige Highlight an diesem Abend, ganz im Gegenteil: Neben der wild herumspringenden und tanzenden Hayley Williams, Taylor York und Zac Farro, der übrigens ein Hammer am Schlagzeug ist, glänzte auch die Arena Wien und bewies wieder einmal, warum man sich die Arena Open Airs auf keinen Fall entgehen lassen sollte: Der Sound war nämlich einfach nur grandios!

Aber auch die Setlist konnte sich durchaus sehen lassen. Nach anfänglicher Befürchtung, dass dieser Abend wohl dem 80’s Pop gewidmet ist, wurde ich positiv überrascht. Denn Hauptaugenmerk waren meine ganz persönlichen Paramore-Zuckerl, wie That’s What You Get, Brick by Boring Brick oder Still Into You. Eine gute Mischung aus den Alben Riot!, das übrigens 10-jähriges Jubiläum feiert, Brand New Eyes, Paramore und dem neuen Album, After Laughter. Einzig All We Know Is Falling fehlte zur Gänze, aber da kann man darüber hinwegsehen, bei so einem großen Repertoire an Alben.

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(c) Aylin Izci

 

Doch das Highlight des Abends war (natürlich!) Misery Business. Denn da durfte, ganz nach Paramore-Tradtion, wieder jemand auf die Bühne und die Bridge singen. Doch diesmal war es nicht nur eine, sondern zwei Personen. Und ganz besonders durfte sich Wiktor freuen, der trotz Rollstuhl und Muskelschwäche die Bühne und die Menge für sich gewinnen konnte. Ganz großes Kino für den gebürtigen Polen, der mit seiner Online-Petition „can we let it happen“ noch Großes vor hat.

Die Band jedenfalls konnte meine eigenen Erwartungen komplett und tausendfach übertreffen. Denn für jeden Paramore-Fan war ein kleines, aber eigenes und ganz besonderes Highlight mit dabei. Und solltet ihr noch nicht genug von Paramore haben: Hier könnt ihr Wiktor’s Online Petition für eine neue DVD-Release (wie The Final RIOT!) unterstützen. Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf das nächste Paramore-Konzert in Österreich und hoffe, dass sie uns nicht wieder so lange warten lassen!

Photos: (c) Aylin Izci

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