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Hyrule Warriors: Definitive Edition im Test

Hyrule Warriors: Definitive Edition im Test

Vier Jahre ist es nun her, seit Hyrule Warriors die WiiU erobert hat. Da ein Re-Release auf dem 3DS nicht ausgereicht hat, findet der Titel nun auch den Weg auf Nintendos Switch! Wie gut sich Dynasty Warriors im Zelda-Kleid gehalten hat, zeigt unser Test.

Allein gegen Alle

Wie erwähnt, handelt es sich bei Hyrule Warriors im Grunde um die Zelda Version eines Dynasty Warriors Titels. Wer Dynasty Warriors nicht kennt, der kann sich vor allem auf eines einstellen: Gegner. Unmengen an Gegnern. Mit einer einfachen und einfach von der Hand gehenden Steuerung metzelt man sich durch ganze Armeen. Man selbst gerät dabei praktisch nie in Gefahr, wenn man sich nicht gerade einem der Arealbosse gegenüber sieht. Wirklich bedroht sind nur Stützpunkte, die es einzunehmen gilt.

Ein Spiel findet nämlich stets auf einer großen Karte statt und nie nur an einem Ort. Es ist wichtig in der Hitze des Gefechts nie die Übersicht zu verlieren, denn man muss Punkte einnehmen, diese halten und nebenbei auch noch spezifische Aufgaben erfüllen. Zum Glück kann man weitere Figuren auch an bestimmte Orte schicken, was dem Spiel eine gewisse strategische Komponente verleiht.

Neu auf der Switch: Nun kann man auch in Breath of the Wilds Outfits die Gegner scharenweise vernichten.

Content ohne Ende

Es gibt einige Maps mit unterschiedlichen Bossen die es zu besiegen gilt und Hindernissen die den Einsatz verschiedener Items erfordern. An manchen Gegnern kommt man ohne Pfeil und Bogen etwa nicht vorbei. Große Felsblöcke? Das schreit nach ein paar Bomben. Diese Unterschiede zum Trotz sind die einzelnen Stages im Kern sehr ähnlich. Die Gefahr der Monotonie wird dabei sehr gekonnt umgangen und zwar durch Content. Unmengen an Content. Allen voran steht dabei der gewaltige Roster an spielbaren Charakteren.

Alle Figuren aus WiiU und 3DS Version des Titels sind wieder hier, gemeinsam mit neuen Kostümen für Link und Zelda. Ebenso haben es auch alle Maps und der gesamte bisher gegebene Einzelspielercontent auf die Switch geschafft. Das bedeutet, dass auch Linkles Abenteuer nun nicht nur unterwegs sondern auch am Fernseher spielbar sind. Dementsprechend wartet auch der Legend Mode (der Storymodus von Hyrule Warriors) mit ein paar Stunden mehr Spielzeit auf.

Ein Spiel mit Charakter

Während die Aufgabenstellung zwischen den einzelnen Leveln und Modi nur bedingt variiert, wartet speziell im Storymode jede Stage mit etlichen Miniquests auf. Die Maps selbst zeigen sich zwar vielfältig vom Look, spielen sich meist aber ähnlich. Der Punkt wo wirklich Abwechslung aufkommt, sind die zahlreichen Charaktere. Knapp 30 an der Zahl werden einem in der Definitive Edition geboten. Die Steuerung bleibt zwar zwischen ihnen allen praktisch ident, das Feeling beim Spielen ist jedoch bei jedem anders. Faktoren wie Geschwindigkeit oder schlicht die Wahl der Waffe können einiges ändern.

Die spielbaren Charaktere können aus allen Ecken und Enden des Zelda-Universums stammen.

Dazu kommt noch, dass Charaktere individuell weiterentwickelt werden können. Die Verbesserungsmöglichkeiten sind zwar wieder weitgehend dieselben bei jeder Figur (eine längere Kombo hier, verbesserte Werte da), man muss jedoch selbst entscheiden bei welchen Charakteren man seine Ressourcen auch wirklich investieren will. Sowohl Materialien als auch Geld sind schließlich nur begrenzt vorhanden.

Schön, aber…

Die Präsentation bei Hyrule Warriors ist eine eigenwillige Angelegenheit. Streckenweise ist sie mehr als überzeugend. Sowohl in Sachen Musik als auch Soundeffekte strotzt das Spiel nur so vor nostalgischen Klängen, welche perfekt in das Spiel eingegliedert wurden. Selbst das Fehlen einer vollständigen Sprachausgabe ist zu verschmerzen, entspricht auch das doch schlicht der klassischen Zelda-Norm. Weiters muss man anerkennen, dass selbst nach so vielen Jahren auf dem Buckel – und kaum spürbaren Verbesserungen gegenüber der WiiU Version – die Charaktere immer noch top aussehen. Jeder der spielbaren Helden hat einen einzigartigen Look und ist grafisch perfekt umgesetzt. Daran kann auch der Zahn der Zeit nichts ändern.

Aber. An diesem Aber kommt Hyrule Warriors leider nicht vorbei. So gut die Charaktere aussehen, so unspektakulär gestalten sich die Maps. Sie sind nicht hässlich, aber schon nach kurzer Zeit langweilig. Das waren sie schon vor einigen Jahren und das hat sich mit dem Switch Release leider nicht geändert.

Seite an Seite: Auch im Multiplayer kann man sich ins Gefecht wagen.

Fazit

Hyrule Warriors: Definitive Edition ist genau das, was auf der Packung steht. Die definitive Version von Zeldas Abstecher in das Musou Genre. Es gilt das, was bei jedem Spiel aus diesem Genre gilt: Eine gewisse Monotonie kann man nicht abstreiten, aber das Spiel strotzt vor Content und macht schlicht extrem viel Spaß. So viel, dass man über vermeintlich fehlende Vielfalt leicht hinwegsehen kann. Es ist ein extrem kurzweiliges Spiel mit jeder Menge Action und Fanservice soweit das Auge reicht. Jedem Zelda-Fan ist das Spiel ans Herz gelegt. Andere können auch ihren Spaß haben – aber sollten vielleicht überlegen ob ein anderes Warriors Spiel ihre Vorlieben nicht mehr anspricht.


Release Date: 18.05.2018
Plattform: Switch
Genre: Hack’n’Slash
Publisher: Nintendo
Entwickler: Koei Tecmo Games
PEGI: 12

 

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