| Bandbang: Musikklischees |
| 09. November 2010 | |||
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Eine Kiste Bier, 15 Euro Benzingeld – ein Musiker aus Österreich muss sich zumeist mit dieser Bezahlung für ein Konzert abfinden. Doch was steckt wirklich hinter diesem Österreicher-Klischee? Acht Bands haben die Antworten für euch!
Benzingeld und Bier müssen ausreichend sein. Mit Glück gibt’s ein paar Liptauerbrote und einen feuchten Händedruck gratis dazu. Für die zehnköpfige Meute vor der Bühne, über 50 Prozent bestehend aus den eigenen Freunden, gibt’s trotzdem zwei Zugaben. Immerhin wird ja vielleicht ein Button um einen Euro oder sogar ein Shirt für zehn Euro verkauft. Autogramme? Spaßhalber auf Bierdeckeln. Nach Hause geht’s per U-Bahn oder Bus, im Schlepptau Gitarren, Schlagzeug, Merch und Co. Wer kein Ticket hat, bezahlt nicht mit Autogrammen oder Fotos sondern mit einer Geldstrafe. (Achtung: Ironie!)
Massenhaft Kohle, Ruhm und Ehre sind wohl die Top-Vorteile, die eine Musikerkarriere in Österreich mit sich bringt. Ermöglicht wird dies natürlich nur durch den aufopferungsvollen Einsatz der hiesigen Massenmedien für die Szene. Mit 25 Jahren in den Ruhestand: Das gibt’s in keiner anderen Branche!
Der geneigte und interessierte österreichische Musikfan konnotiert ein Leben als Musiker oftmals mit herrlichen und wunderschönen Attributen. Ein Überfluss an heißen Girls, wohlschmeckendem Hochprozentigen und ein Arsch voll Geld wird einem versprochen, betritt man die glamouröse und funkelnde Musikantenwelt. Doch die Realität sieht anders aus: Wir, BILDERBUCH, leben von Muttern und dem, was uns der Staate Österreich so großzügig überlässt. Statt Topmodels als Schlafbegleitung gibt’s für uns vielleicht ein kaputtes und gebrauchtes Stofftier aus des Kindes Spielkiste. Vorteile sind demnach eher selten. Der geneigte und österreichische Musiker ist aber ein ehrgeiziger und gibt nicht auf, ehe er nicht zumindest einmal Heidi Klums zarten Busen bezirzen durfte.
Ein großer Vorteil als Musiker hierzulande ist, dass man in der U-Bahn und auf der Straße unerkannt bleibt. Da muss man sich nicht frisieren bevor man das Haus verlässt.
Ich bin gerne Musikerin in Österreich - wir haben nie Promostress, mit einem Radiobesuch hat sich das meiste erledigt.
Schalt das Licht aus, nimm doch Platz, fühl dich wie zu Hause, der Konzertsaal ist nicht größer als dein Zimmer oder als dieses Bergland, dessen Echo nur dein Effektgerät ersetzen kann, nicht aber in den Medien außerhalb deines Freundeskreises, Anklang findet. Doch hier kennt jede/r jede/n, das sind alle, wodurch die Konkurrenten/Innen überschaubar und die musikalischen Grenzen geschlossen bleiben. Somit bleibt alles unter sich, niemand außen vor, man ist zufrieden.
Schöne Frauen in Österreich sind auch immer schwerer zu beeindrucken - da ist es schon gut, wenn man als Semi-Rockstar antanzt :)
Was, SKERO zu diesem Thema sagt, lest ihr hier. Und so viel sei verraten: eine siebte Band hat auch einen Kommentar dazu abgegeben. Dazu lest ihr aber erst nächstes Monat etwas.
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